MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Die Männer(rechts)bewegung aus der Sicht des Andreas Kemper. 12-6-2011

Kemper: [r]echte Kerle

Der linksradikale Lehrbeauftragte Andreas Kemper hat sich als eifriger, leider auch despotischer Wikipedia-Schreiber einen Namen gemacht: "Schwarze Feder". Nun hat er, als freier Autor, ein gut recherchiertes Büchlein mit dem Titel [r]echte Kerle veröffentlicht, in welchem er, was in dieser Form legitim ist, seine Position "Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung" (Untertitel) darlegt.

Kemper war selber in der pro-feministischen Männerbewegung aktiv, solange es sie gab. Diese Phase wird von ihm ausführlich beschrieben. Der anti-feministischen Männerbewegung, die sich hiervon emanzipierte, spricht er jede Legitimation ab. In dem Bemühen, sie auf eine bloße Variante des Rechtsextremismus bzw. der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" zu reduzieren, liegt das erklärte Ziel des Buches.

Mehr noch, es gibt sie gar nicht und kann sie nicht geben, so Kemper. So wie die konservative Eva Herman nicht der Frauenbewegung angehöre und die Atomlobby nicht der Umweltbewegung, so gehöre auch der Antifeminismus nicht der Männerbewegung an. Diese sei nur als Profeminismus möglich. Zur Unterscheidung hiervon spricht Kemper jetzt konsequent von "Männerrechtsbewegung". Ob er mit dieser Einfügung an Rechte=Ansprüche gedacht hat, oder an die politische Rechte oder an beides, bleibt offen.

Dieser sogenannten Männerrechtsbewegung spricht er allerdings den emanzipatorischen Charakter ab. Weder handle es sich um eine Befreiungsbewegung, noch um eine solche der Antidiskriminierung.

Das ist allerdings merkwürdig. Denn

Wie kommt Kemper nun dazu, dies zu leugnen? Durch begriffliche Verengung, wenn nicht durch Umdeutungen. So legt er Emanzipation fest auf die Emanzipation der Frau. Profeministen, die stricken und kochen, verhalten sich damit ebenfalls emanzipatorisch.

Befreiung, so meint er, gilt nur inbezug auf Folter, Knast und Todesstrafe, wovon Männer aber wohl nicht betroffen sind. Und: "Diskriminierungen basieren auf essentialistischen Zuschreibungen, also auf eine Differenzierung von Gruppen, die als unaufhebbar verstanden werden will." Die Täter/Opfer-Zuschreibungen zählen anscheinend nicht dazu.


Für die erklärten Ziele der Antifeministen oder Maskulisten interessiert Kemper sich nicht wirklich. Er will deuten, nicht darstellen; interpretieren, nicht referieren. Er zitiert einen profeministischen Autor, der inbezug auf die antifeministischen Analysen der Männerrechtsbewegung von "Verdrehung von Tatsachen" spricht und dies im einzelnen "belegt". Damit ist die Frage der emanzipatorischen Berechtigung für Kemper abgehakt.

Kemper geht es jetzt nur noch darum, Vertreter der Männer(rechts)bewegung als Rassisten, Sexisten, Biologisten, Essentialisten und Antisemiten darzustellen. Dafür stellt er eine Recherche im wgvdl.com-Forum an und betreibt eine statistische Auswertung der Zitate.

Da stellt sich natürlich die Frage, was Kemper mit "rechts" eigentlich meint. Gibt es nicht auch - so paradox das in seinen Ohren klingen mag - rechtsextreme Feministen und linksextreme Maskulisten?

Jeder, der Gleichstellung fordert, auch z.B. Gleichstellung in der Ausübung der Todesberufe, des Wehrdienstes oder des Sorgerechts, vertritt eine linke Position. Ob er das als Feminist oder als Maskulist tut, spielt dabei gar keine Rolle.

Entsprechendes gilt übrigens auch für die bestehenden Gesetze und die geltende Rechtssprechung. Eine Position, die im Familienvater den Ernährer und Unterhaltszahler sieht, ist rechts. Eine Position, die der Mutter das jederzeitige Recht auf Scheidung zuspricht, ist links. Eine Position, die sich aus beiden die Rosinen herauspickt, ist feministisch und matriarchalisch.

Doch wie gesagt, Kemper hält sich mit derlei Unterscheidungen nicht auf. Vielmehr handelt er wie ein Angestellter des Verfassungsschutzes, dem aufgetragen wurde, einer Zielgruppe, hier: den Maskulisten, eine vordefinierte Eigenschaft zuzuordnen, und dies durch Recherchen zu belegen. Und dazu muß er diskriminieren, also essentialistische Zuschreibungen vornehmen. Die Realität steht dieser Arbeit nur im Wege.


Mir kommt die "Ehre" zu, unter den Inkriminierten in Kempers Buch als erster namentlich genannt und zitiert zu werden (Seite 47). Allerdings, so räumt Kemper ein, ist T.R.E.Lenze - hier hat er vor Schreck das "t" in meinem Zunamen ausgelassen - selbst im WGvdL-Forum umstritten. Das Zitat ist entnommen meinem Thread mit dem Titel "Eigene Meinung = Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!" vom 08.10.2009, 00:44:

Wenn es danach geht, dann bin ich ein Menschenfeind, aber (fast) total! Ich gehöre nämlich zu den 38,8 Prozent, die beim Anblick sich öffentlich küssender Homosexuelle Ekel empfinden; und zu den 35,4 Prozent, die sich gegen eine Ehe zwischen Homosexuellen aussprechen.

Außerdem bin ich fremdenfeindlich, weil ich zu den 54,7 Prozent gehöre, die meinen, daß zuviele Ausländer in Deutschland leben würden; Antisemit, weil ich meine, daß die Juden in Deutschland zuviel Einfluß ausüben; Rassist, weil ich meine, daß die Weißen zurecht führend in der Welt seien.

Obachlose sind mir in Städten unangenehm - noch ein Minuspunkt. (Um genau zu sein: Ich stehe ihnen nicht feindselig gegenüber; mir sind sie nur unangenehm.) Ebenso meine ich, daß viele Forderungen von Behinderten "überzogen" seien. Auch das spricht natürlich gegen mich.

Und jetzt - ganz wichtiger Punkt! -, ich bin Sexist! Und zwar ein sogenannter "klassischer Sexist". Ich gehöre nämlich zu den 28,5 Prozent, die meinen, daß sich Frauen auf ihre "angestammte" Rolle der Mutter und Ehefrau besinnen sollten.

Dazu äußert Kemper sich in rhetorischer Empörung:

Diesem Zitat wird in keinem der zwanzig folgenden Beiträge widersprochen, stattdessen wird die Forschungsinstitution diffamiert ("Es geht doch nur darum, Kunden für die Betroffenheitspolitiker und Helferinnenindustrie zu produzieren.")

Die Beweisführung im Sinne einer rechtsradikalen Zuschreibung, die Kemper hier vornimmt, ist allerdings selbstreferentiell, denn bei der angeblich diffamierten "Forschungs"institution handelt es sich um das linksradikale "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung". Dieses arbeitet im Auftrag der ebenfalls linksradikalen Friedrich-Ebert-Stiftung.

Selbstverständlich ist die Zuschreibung der Menschenfeindlichkeit auf Bürger, welche politische Entscheidungen kritisch hinterfragen, vollkommen unsinnig. Sie selbst ist ein gruppenbezogen menschenfeindlicher Akt. Die Zuschreibung "heterosexistisch", der sich Kemper in seinem Buch bedient, ist sogar mehr als das; sie ist mehrheitsbezogen menschenfeindlich. Doch wer die öffentlichen Küsse der Schwulen widerlich findet, ist in Wirklichkeit normal; wer die deutsche Einwanderungspolitik als verfehlt erkennt, ist nicht ausländerfeindlich; wen die Obdachlosigkeit schockiert, der sieht die Betroffenen nicht als Feinde; wer das Weib in der Rolle als Mutter und Hausfrau zu schätzen vermag, ist kein Frauenhasser. Er ist nicht einmal rechts - er ist einfach nur: nicht links.


Von Seite 52 an bringt Kemper insgesamt 36 weitere Zitate aus dem WGvdL-Forum (genauer gesagt: aus dem Forum mit der Domain-Endung .com, denn es gibt noch ein gleichlautendes Forum mit der Domain-Endung .net), und zwar aus dem Zeitraum vom 15-2-2010 bis zum 7-3-2010. Hinzu kommt noch ein weiteres Zitat außerhalb der Reihe, geschrieben vom Forenleiter mit dem Nickname "Rainer", dem Kemper das Mittragen eines extremen Heterosexismus bescheinigt. Alle diese Zitate sind eingeordnet in die Kategorien

Zusätzlich sind alle Zitate auch noch den einzelnen Aussagen zugeordnet, die angeblich eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zum Ausdruck bringen. Die weitaus meisten fallen demnach in die Kategorie "Chauvinismus und Sexismus".

Unter den namentlich zitierten Autoren findet man in Kempers Buch: Rainer, ChrisTine (Forenleitung), Mus Lim, ajki, Roslin, Benny, adler, Timothy, Sachse, Marlow, Scotty, Kurti, Chato, Holger, Narrowitsch, Puffbesucher, Royal Bavarian, Vt, Junggeselle, Eugen, Robert.


Wie soll man mit einem Autor wie Kemper umgehen? "Mit etwas umgehen", das heißt ja im linken Milieu oftmals soviel wie eine Behinderung oder eine perverse Neigung, oder eine nicht assimilierungsfähige Menschengruppe wohlwollend "annehmen". Ja, ich meine, wir sollten Kemper annehmen; da fühle ich links. Immerhin trägt er zu unserer Popularisierung bei.

Wir müssen ja deshalb nicht so werden wie er. Denn so werden wie er, das hieße, die mehrheitsbezogene Menschenfeindlichkeit zu propagieren.


MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.