MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Feministische Wehrsportgruppen und warum sie nicht verboten werden. 7-4-2011

Ideologisierter Kampsport

Das sogenannte Positionspapier des BV FeSt e.V. - die Abkürzung steht für Bundesfachverband Feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung e.V. - irritiert durch eine seltsame Vermengung von Angeboten zur individuellen Ertüchtigung und von Aufrufen zum Umbau der Gesellschaft. Diese Vermengung begegnet dem Leser in fast jedem Satz, wobei Widersprüche wie auch inhaltlose Phrasen ein Verständnis erschweren oder unmöglich machen.

Gehen wir einmal einige dieser Sätze durch. Zunächst heißt es:

Der BV FeSt e. V. verfolgt das Ziel einer tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie aller gesellschaftlich benachteiligten Gruppierungen.

Was unter Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verstehen sei, ist noch relativ eindeutig: Es könnte bedeuten, daß beide dieselben Toiletten benutzen dürfen (aber wer will das?), oder daß weibliche Privilegien wie Frauenparkplätze und Frauenhäuser abgeschafft werden.

Doch für die folgende Gruppe, nämlich die der "gesellschaftlich benachteiligten Gruppierungen", fehlt die Referenzgruppe. Mit wem sollen diese Gruppierungen gleichberechtigt werden - und warum überhaupt? Wäre es nicht konsequenter, gesellschaftliche Benachteiligungen abschaffen, anstatt die Betroffenen mit den Nichtbetroffenen rechtlich gleichzustellen? Wer sind diese Gruppierungen überhaupt?

Offenbar kommt in der Verworrenheit des zitierten Satzes die Hilflosigkeit zum Ausdruck, die den "Bundesfachverband" angesichts seiner Versuche einer Legitimation ergriffen hat. Es soll jedenfalls der Eindruck erweckt werden, daß man etwas vorhabe, womit doch jeder einverstanden sein muß.

Eklatant widersprüchlich sind dann die folgenden zwei Sätze:

Die feministische Organisation sieht das gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern als ursächlich für die Entstehung von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Aktivitäten des Verbandes richten sich in parteilicher Grundhaltung für Frauen und Mädchen auf gesellschaftlichen Wandel und Abbau von Ungleichheit durch Entwicklung und Förderung gewaltpräventiver Konzepte.

Das kann man so übersetzen: Männliche Dominanz in der Leistungsgesellschaft führt zu männlicher Gewaltkriminalität gegen Frauen. Wir betreiben umgekehrt Gewalt-Vorbeugung, um die Gesellschaft zu verändern.

Wie soll das gehen? Ersetzt man den Ausdruck "gewaltpräventive Konzepte" durch "revolutionäre Gewalt", dann würde es vielleicht gehen. Das ist jedenfalls die Hoffnung aller gegen den demokratischen Rechtstaat gerichteten Bewegungen, insbesondere des Kommunismus. Auch hier hat also die Legitimationsfrage eine sprachlich wirre Gestalt angenommen. - Es werden dann "Information und Erklärung über jegliche Formen und Ursachen von Diskriminierung, Bevormundung und (sexualisierter) Gewalt" in Aussicht gestellt. Diese riesige Aufgabe wird nicht ansatzweise gelöst, ja gar nicht erst in Angriff genommen. Warum nicht, das ergibt sich aus der ebenfalls völlig widersprüchlichen nachgeschalteten Willenserklärung, nämlich

ein Bewusstsein für das Recht und die Selbstverständlichkeit eines selbstbestimmten, gewaltfreien Lebens zu schaffen, (sexualisierter) Gewalt entgegen zu wirken und sie zu verhindern.

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Idee einer Alternative zum Rechtsstaat. Denn der Rechtsstaat ist in dem Bewußtsein geschaffen worden, daß ein gewaltfreies Leben selbstverständlich zu sein hat, und daß ein staatliches Gewaltmonopol nötig ist, um der gesetzlosen Gewalt entgegenzuwirken bzw. sie zu verhindern. Wenn der "Bundesfachverband" meint, hierfür erst ein Bewußtsein schaffen zu müssen, dann setzt dies die Annahme voraus, daß der Rechtsstaat mit seiner Aufgabe überfordert ist. Nötig wäre demnach die Aufhebung des staatlichen Gewaltmonopols. Der verschwurbelte Sprachstil dieser feministischen Vereinigung ist offenbar nur dem Umstand geschuldet, daß ihre Vorstandsfrauen sich nicht trauen, dies unumwunden zuzugeben. - Es geht weiter:

Hierzu werden Präventionskonzepte gefördert und entwickelt, die dazu beitragen, Frauen und Mädchen in ihren individuellen Fähigkeiten und Widerstandsformen zu stärken, sie aber auch ermutigen, durch solidarisches Handeln verändernd auf persönliche und gesellschaftliche Bedingungen zu wirken.

Gegen die Stärkung individueller Fähigkeiten ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Irritierend, ja unerträglich ist aber, daß unmittelbar danach, im selben Atemzug, von "solidarischem", also nicht-individuellem Handeln die Rede ist, das zudem verändernd auf persönliche und gesellschaftliche Bedingungen einwirken soll. Das eine ist Aufgabe der Pädagogik, das andere ist Aufgabe von Kaderschmieden. Die ständige Zusammenwürfelung ganz unterschiedlicher Ziele bzw. Bereiche erfüllt offenbar den Zweck, Nebelkerzen zu werfen und das gesunde Urteilsvermögen auszuschalten.

Übliche Rollenbilder werden hierbei in Frage gestellt zugunsten der Entwicklung vielfältiger Alternativen - für alle Geschlechter.

Welche Rollenbilder sind gemeint? Etwa die vom gewalttätigen Mann und der Frau als Opfer? Das kann es wohl nicht sein, denn eine Infragestellung dieser Rollenbilder würde den Fachverband delegitimieren. Allem Anschein nach ist vielmehr die sogenannte "Heteronormativität" gemeint, d.h. die demokratisch legitimierte Tatsache, daß sexuelle Minderheiten nicht den gleichen Einfluß auf die Gestaltung der Gesellschaft haben wie die Mehrheit. Der Ruf nach Infragestellung üblicher Rollenbilder bedeutet also nichts anderes als die Forderung nach Aufhebung des demokratischen Grundprinzips.

Insgesamt ist festzustellen, daß der Bundesfachverband mit seiner Zielsetzung den demokratischen Rechtsstaat infragestellt.


Was unterscheidet diese feministische Vereinigung nun von einer der als rechtsextremistisch eingestuften und verbotenen Wehrsportgruppen, etwa der "Wehrsportgruppe Hoffmann"? In einem weiter unten stehenden Absatz lesen wir:

Der BV FeSt e. V. fördert im Rahmen der Gewaltprävention speziell die Verbreitung von feministischen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen [...].

Das Günstigste, was sich daraus ableiten läßt, ist, daß es sich unter anderem auch um einen wirtschaftlichen Interessenverband von Trainerinnen handelt. Tatsächlich ist jede dieser Trainerinnen mit Adresse und Webseite aufgeführt. Beispielhaft sei hier auf das Portal der Trainerin Renate Rommel eingegangen, da sie auch verantwortlich zeichnet für den Inhalt des Portals des "Fachverbandes". Ihre Selbstdarstellungs-Seite ist eingeleitet mit dem bekannten Satz der Simone de Beauvoir: "Man kommt nicht als Frau zur Welt, sondern man wird dazu gemacht."

Was aber soll das heißen? Wer den Wälzer der Beauvoir nicht gelesen hat oder ihrer Autorin ideologisch nicht folgen will, wird mit dem zitierten Satz eine chirurgisch und chemisch vorgenommene Geschlechtsumwandlung verbinden. Wie dem auch sei, als Nächstes stellt sich die Frage: War diese Geschlechtsumwandlung freiwillig? Falls nicht - und ohne die Unterstellung der Unfreiwilligkeit ergibt die Parole wenig Sinn -, dann kann sie durch ein Selbstverteidigungstraining jedenfalls nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch eine Vorbeugung ist auf diesem Wege nicht möglich.

In der Hauptsache will der "Bundesfachverband" wohl revolutionäre Stimmung und eine Gewaltbereitschaft erzeugen, die sich, über allerhand sprachliche Verwindungen, als "Gewaltprävention" ausgibt. Dabei geht es nicht mehr, wie im Kommunismus, um den Klassenkampf, oder, wie im Nationalsozialismus, um Lebensraum für die als überlegen eingestufte Rasse, sondern um den gesellschaftlichen Umbau zugunsten des als "gewaltfrei" eingestuften Geschlechtes.

Warum aber wird ein "Bundesfachverband", der die Militanz seines Sexismus nicht kaschieren kann und seine "parteiliche Grundhaltung" ungeniert hervorhebt, nicht verboten?

Er wird aus demselben Grunde nicht verboten, aus dem im kommunistischen Rußland und im nationalsozialistischen Deutschland die entsprechenden Trainingsgruppen nicht verboten wurden. Unser demokratischer Rechtsstaat hat eine Schwachstelle.

Wer etwas über diese Schwachstelle erfahren möchte, der lese z.B. über den Begriff der sogenannten Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die den Titel trägt: "Die Abwertung der Anderen : eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung". Unter den Formen der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" finden wir in besagter Studie aufgelistet:

  1. Fremdenfeindlichkeit
  2. Rassismus
  3. Antisemitismus
  4. Islamfeindlichkeit
  5. Sexismus
  6. Homophobie

Nun wäre zu vermuten, daß diese Studie eine Haltung, wie sie der "Bundesfachverband" vertritt, unter Sexismus einordnen würde, denn der Verband unterstellt ja einseitig einem der Geschlechter eine Tendenz zur Gewalttätigkeit, mit welcher der Rechtsstaat allein nicht fertig werde. Doch weit gefehlt! Unter "Sexistische Aussagen", mithin als Ausdrücke "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit", fallen für die Autoren nur zwei:

"Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen."

"Wenn Arbeitsplätze knapp sind, sollten Männer mehr Recht auf eine Arbeit haben als Frauen."

Die Einstufung ausgerechnet dieser Aussagen als sexistisch bzw. menschenfeindlich ist offensichtlich absurd. Denn daß Frauen für die Mutterschaft von Natur aus vorgesehen sind, ist das Allererste, was an ihnen auf den bloßen Blick bereits auffällt. Dazu bedarf es nicht einmal einer "differenzierten Wahrnehmung", sondern einer elementaren Wahrnehmungsfähigkeit überhaupt, m.a.W. der Abwesenheit von Blindheit. - Daß Arbeisplätze im Zweifelsfalle Männern vorbehalten sein sollten, ergibt sich aus demselben Grunde, und übrigens auch daraus, daß viel mehr Männer als Frauen zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden. Der angebliche Sexismus unterstützt also gerade die (in Wirklichkeit sexistische) Rechtssprechung. Unzählige Frauen müßten diesen "Sexisten" dafür dankbar sein.

Entsprechend werden auch fast alle anderen zur Befragung vorgelegten Aussagen, die ein vernünftiges Urteil enthalten und als solche den übrigen Themen zugeordnet werden, als Ausdruck "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" eingestuft und ihre Vertreter als Rechtsradikale (im Sinne von tendenziellen Nazis) bewertet. Selbstverständlich ist diese Bewertung ihrerseits ein Ausdruck gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, und zwar einer solchen mit marxistischem, letztlich also revolutionärem Hintergrund.

Festzuhalten bleibt:

In der Zuschreibung von Gewalttätigkeit auf das männliche Geschlecht und in der entsprechenden Selbstlegitimation von feministischen Wehrsportgruppen sieht die Friedrich-Ebert-Stiftung keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Wie sähe es aus, wenn Männer einen entsprechenden "Bundesfachverband" mit gleichartiger Begründung ins Leben rufen würden? Machen wir doch die Probe auf's Exempel!


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