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Der Feminismus und seine Überlebenden zweiten Grades. Innere Blut- und Bodenpolitik. 22-3-2011

Arbeit macht frei

Wer unter Stalin oder Hitler interniert wurde, überlebte eine selbst langjährige Lagerhaft bisweilen ohne bleibende Schäden. So schrieb der spätere Oberbürgermeister von Köln, Robert Görlinger, in einem Brief vom 20-4-1950 an meinen Vater:

[...] dann konnte ich endlich nach 12 jähriger Abwesenheit nach Köln zurückgehen. Meine körperliche Verfassung war zufriedenstellend. Ich hoffe, meinen Lageraufenthalt ohne gesundheitliche Nachteile überstanden zu haben.

Ebenso hat Solschenizyn seinen Gulag-Aufenthalt anscheinend gut überstanden. Allerdings gehörte er zu den Privilegierten. Andere Lagerhäftlinge starben unter den Mißhandlungen, oder sie behielten bleibende Schäden zurück, so wie mein Vater, dessen Tod laut Rentenbescheid meiner Mutter KZ-bedingt war.

Wenn es etwas gab, was die Häftlinge seelisch aufrecht erhielt, dann war es die Hoffnung auf Rückkehr in die Familie. Familien waren damals weder in Rußland noch in Deutschland so zerstört, wie sie es heute sind. Vielleicht hat die KZ-Haft meinen Vater nur deshalb nachhaltig geschädigt, weil er zuvor keine Familie gegründet hatte, in die er hätte zurückkehren können, und auch Angehörige seines Elternhauses nicht mehr lebten.


Zwar kennt der Feminismus keine Vernichtungslager aus Holz oder Stein. Dafür aber sterben die Menschen jetzt in warmen Mutterleibern, und ihre Opferzahl ist nicht geringer als in den Vorgängersystemen. Exekutionen sind nunmehr unspektakulär: Starben die Menschen - meistens Männer - unter Lenin und Stalin durch Genickschüsse unter freiem Himmel, unter Hitler vergemeinschaftet in dafür konstruierten Gaskammern, also bereits mit einem "Dach über dem Kopf", so sterben sie heute im intimsten Ort, der denkbar ist, im "Paradies", wie einige Psychoanalytiker das Leben im Uterus bezeichneten. Und wahrlich, es geschieht unspektakulär: Keine Anklage und kein Prozeß geht der Tötung voran, lediglich die Willenserklärung einer Frau. Die Erklärung, daß ihr die Sorge um einen kleinen Menschen lästig ist.

In diesem System sind wir alle, die wir seit der Neufassung des § 218 am Leben sind, Überlebende. Nicht unsere politische Linientreue, nicht unsere Verteidigung, sondern allein die Laune einer Frau, eine glückliche Laune, hat es verursacht, daß wir noch am Leben sind. Es hätte auch anders kommen können. Doch die Frau hat von ihrer Möglichkeit der straffreien "Abtreibung" keinen Gebrauch gemacht, so wie viele Lageraufseher von ihrer Möglichkeit des straffreien Abknallens von Gefangenen keinen Gebrauch gemacht haben.

Aber der Feminismus hat auch eine neue Form der Folter geschaffen. Sie besteht nicht in der Zufügung von körperlichem Schmerz. Das ist altmodisch. Sie besteht vielmehr in einer neuen Qualität der Demütigung und Verunsicherung, wie sie bisher niemals in der Menschheitsgeschichte systematisch ausgeübt worden ist - nämlich in der polizeilichen Wohnungsverweisung aufgrund des Gewaltschutzgesetzes. Dabei genügt es, daß die Frau den Mann beschuldigt. Der Rest ist ein Automatismus der Exekutive. Ermittlungen werden nicht durchgeführt, können es auch gar nicht gemäß der Intention des Gesetzes; nachträgliche Klagen der betroffenen Männer (sie sind zu fast 100% betroffen) haben noch niemals Erfolg gehabt. Das Gesetz suspendiert durch seine bloße Existenz den Rechtsstaat - der ja ohnehin, wie Feministen sagen, nur eine patriarchale Erfindung ist.

Es ist so, wie wenn ein verantwortlicher Unternehmensleiter, der als solcher Löhne zu zahlen hat, jederzeit auf Wunsch der Belegschaft vor die Tür gesetzt werden kann, er selbst aber niemanden entlassen darf. Umgekehrt darf jeder Lohnnehmer kündigen, Weiterzahlung des Lohnes verlangen, Lehrlinge mitnehmen und deren Entlohnung ebenfalls verlangen. Einem solchen Unternehmensleiter würde damit gesagt: "Du stehst nicht in führender Position, ja nicht einmal auf gleicher Augenhöhe. Nein, du stehst hierarchisch weit unterhalb deiner Lohnnehmer." Wer würde dann noch ein Unternehmen gründen wollen, zumal ein solches, das wächst?


Doch zurück zur Wirklichkeit. Es geht dem System nicht um den Schutz der Frau; dafür würden ja Frauenhäuser und faire Gerichtsverfahren reichen. Es geht ihm um die Demütigung des Mannes, um seine Erfahrung der Unbehaustheit. Es ist eine Art von innerer Blut- und Bodenpolitik: Nach der Wegnahme des Kindes, in dem sein Blut fließt, nun auch noch die Wegnahme der Behausung.

So wie seine erste Behausung, der Uterus, sich als potentielles Todeslager herausstellt; so wie seine zweite Behausung, das Elternhaus, oft ein trostloses Durchgangslager war; so erweist sich sein selbstgeschaffenes Zuhause jetzt als Endlagerstätte verbrannter Hoffnungen und verlorenen Vertrauens. Im Namen der Selbstbestimmung der Frau wird Leben vernichtet, wird familiäre Heimatlosigkeit geschaffen und wird die Unbehaustheit zur existenziellen Erfahrung gemacht.

Das hatten die Überlebenden der Vernichtungslager den Überlebenden des Feminismus voraus: Ihre Vernichtung und ihre Vertreibung war noch nicht privatisiert. Konnten sie der staatlichen Verfolgung entkommen, so blieb ihnen die Hoffnung auf eine Familie und eine Behausung. Diese Hoffnung gibt es heute nicht mehr - und das gilt allein für die Angehörigen eines der beiden Geschlechter. Staatliche systematische Repression im Namen der Frau ist vorgedrungen bis in die letzten Räume.

Abtreibung macht frei

Darum habe ich den Ausdruck Überlebende zweiten Grades gewählt (erstmals hier). Es gibt Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades, und der zweite Grad ist schlimmer als der erste. Ob es noch einen dritten Grad geben kann, und was der bedeuten würde, das bleibe dahingestellt: Das jetzt Erreichte ist schon schlimm genug. Wer einmal die Erfahrung des Überlebenden zweiten Grades gemacht hat, sei es im Bewußtsein einer mutwilligen Abtreibung, der er entgangen ist, sei es in der Erfahrung eines polizeilich ausgeführten Wohnungsverweises oder einer gerichtlich bestätigten Falschbeschuldigung, wie sie erst durch den Feminismus möglich ist, dessen Grundvertrauen ist in jedem Falle tiefer erschüttert als durch eine KZ- oder Gulag-Erfahrung.


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