MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Falscher Patriarchats-Begriff als Wurzel des matriarchalen Übels. (15-11-08)

Es gelte im Folgenden die Definition:

Das Patriarchat ist ein Zustand, in dem die Männer den Frauen in die Mäntel helfen, weil sie wissen, daß ihnen ihre Fürsorge und Opferbereitschaft gedankt wird und sie somit Vorteile daraus ziehen.

Selbstverständlich setzt das männliche Verhalten einen ausreichenden Bestand an gesunden Frauen voraus; an Frauen also, die sich unterwerfen und zu dienen bereit sind, und dies wiederum in dem Bewußtsein, daß sie ihrerseits Vorteile daraus ziehen. Dies ist der Fall in den meisten Ländern der Erde, den Ländern nämlich, die zurückgeblieben sind - was den Kulturverfall betrifft.

Aufgabe der Männerbewegung ist - in meiner Sicht - die Wiederherstellung des Patriarchats.

Eine so verstandene Männerbewegung muß versagen, wenn sie den Begriff des Patriarchats falsch faßt. Die Falsch-Fassung scheint aber jetzt noch Standard zu sein. Man lese hierzu den Wikipedia-Artikel zum Stichwort "Männerbewegung". Dort werden, unter Rückgriff auf den "Schweizer Geschlechter- und Männerforscher" Detlef Ax vier Ansätze unterschieden, wobei die Beschreibung des ersten Ansatzes, des "antisexistischen/profeministischen" nämlich, eingeleitet wird mit folgendem Satz:

"Die Grundforderung ist die Abschaffung des Patriarchats als Grundpfeiler der Unterdrückung von Frauen und Männern."

Dieser Ansatz enthält drei kapitale und schwerst verderbliche Fehler.

  1. Das Patriarchat sei Grundpfeiler der Unterdrückung von Frauen und Männern. Dieser Satz ist im Grunde sinnlos, denn Männer können zwar Frauen unterdrücken, müssen es regelmäßig auch, aber sie können nicht sich selbst unterdrücken. Sekundär sinnvoll ist der Satz nur unter der Autorschaft von unreifen oder weibisch gewordenen Männern, anders gesagt von mißratenen Söhnen.

  2. "Antisexistisch" sei kompatibel (wenn nicht identisch) mit "profeministisch". - Vielmehr ist Feminismus der einzige mögliche und tatsächlich vorkommende Sexismus. (Dies habe ich an anderer Stelle ausführlich erläutert.)

  3. Eine Männerbewegung könne profeministisch sein. - Hier kommt männlicher Selbsthaß zum Ausdruck, vergleichbar dem Selbsthaß der Juden, und möglicherweise mit einem ähnlichen Ergebnis.

Zu letzterem Punkt:

Schon Valerie Solanas forderte in ihrem SCUM-Manifest (1967) die Selbstbeteiligung von Männern an ihrer eigenen Unterdrückung, ja Ausrottung. Ganz so weit geht der Selbsthaß innerhalb der bezeichneten Bewegung wohl nicht, jedoch:

"Die Vertreter dieses Ansatzes orientieren sich an der Frauenbewegung und versuchen, so genannte "weibliche Eigenschaften" zu übernehmen."

Erst der vierte unter den genannten Ansätzen - der "maskulistische / väterrechtliche Ansatz" erscheint mir würdig im Sinne einer Männerbewegung. Jedoch heißt es etwas später in dem Wikipedia-Artikel:

"Daneben entwickelten sich die Männerrechtsbewegung, zu der der Maskulismus und ein Teil der Väterbewegung zählt. Da sie sich explizit antifeministisch gibt, ist umstritten, ob sie überhaupt zur Männerbewegung zählt, da die Männerbewegung ursprünglich ein feministisches Projekt war."

Problematisch ist nun, daß auch innerhalb der Männerbewegung, welche diesen Namen verdient, völlig unklare Verhältnisse herrschen, was den Begriff des Patriarchats angeht. Soviel ich sehe, wird meist die sexistisch geprägte Falschfassung bedenkenlos übernommen, natürlich mit der Folge, daß ein Patriarchat schlechthin abgelehnt wird.

Zwar haben sich einige Männer durchaus Gedanken gemacht und z.B. die Ethnologie um eine Begriffsklärung bemüht. In der Ethnologie gibt es jedoch wiederum ganz unterschiedliche Positionen, die nicht miteinander zu vereinen sind. Daher ist die Ethnologie m.E. kein geeignetes Auskunftsmittel; und dies umso mehr, als wir nicht herumkommen, ein gänzlich neues, d.h. zeitgemäßes Konzept von Patriarchat zu entwerfen. Ein Rückgriff auf Klassiker wie die Schrift von Friedrich Engels über den Ursprung der Familie (Engels beruft sich seinerseits auf den Ethnologen Henry Morgan) dürfte jetzt kaum weiterführen, zumal gerade der Marxismus die ideologische Grundlage des Sexismus bildet.

Eingangs habe ich eine vorläufige, auch heute gültige Definition des Patriarchats-Begriffes gegeben. Sie beruht auf einem Verständnis des Geschlechter-Verhältnisses, welches intuitiv von den meisten Menschen - auch heute noch, und auch bei uns - als gültig empfunden wird und auch theoretisch wieder erschlossen wird durch den Begriff der unvollständigen Polarität (vgl. hierzu meine "Bausteine zu einer Philosophie der Geschlechter).

Fazit:

Eine Männerbewegung, welche das Patriarchat als grundlegenden Begriff für sich ablehnt, kennt in Wahrheit kein Ziel, sondern nur ein Sammelsurium von Forderungen.

Sie kann aber diese ihre Forderungen nicht einmal legitimieren. Auf welcher Grundlage sollte sie es denn können ? Etwa auf der einer "Gleichheit von Mann und Frau" ? Die täglich erfahrene Praxis zeigt, daß Mann und Frau eben alles andere als gleich sind; und dies keineswegs nur mit Blick auf die bestehende Ungerechtigkeit. Zwar besteht mehr oder weniger ein intuitives Verständnis über das natürliche und bestimmungsgemäße Geschlechterverhältnis. Übergekommene marxistische Denkgewohnheiten führen aber zu ständigen Differenzen, deren Ursprünge undurchschaut bleiben.

Man kann nicht den Sexismus mit den Mitteln einer Ideologie bekämpfen, welche den Sexismus hervorgebracht hat. Dieser Zusammenhang ist aufzuarbeiten. Eine wahrhafte Männerbewegung, welche die gestellte Aufgabe nicht in Angriff nimmt, ist m.E. zum Scheitern verurteilt.

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