MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Alle Macht den Vätern ! (30-6-2010)

Michelangelo: Die Erschaffung Adams.
Michelangelo: Die Erschaffung Adams.

Im Jahre 1959, eigentlich schon 1958 wurde die Ursache für die heutige Väterrechtsbewegung gesetzt: Es wurden die §§ 1628 (Letztentscheidungsrecht des Vaters) und 1629 (Alleinvertretungsanspruch bei gesetzlicher Vertretung des Kindes) als nicht verfassungskonform erklärt. Seitdem also haben wir kein formelles väterliches Familienoberhaupt mehr.

Stattdessen haben wir heute ein informelles Familienoberhaupt - nämlich die Mutter! Informell, weil die Mutter faktisch fast immer Recht bekommt, wenn die Eltern sich nicht einig sind. Dies führte schließlich zur Gründung von Vätervereinen.

Doch noch einmal von vorne. Hier die beiden o.g. Gesetze im Wortlaut:

§ 1628

(1) Können sich die Eltern nicht einigen, so entscheidet der Vater, er hat auf die Auffassung der Mutter Rücksicht zu nehmen.

(2) Das Vormundschaftsgericht kann der Mutter auf Antrag die Entscheidung einer einzelnen Angelegenheit oder einer bestimmten Art von Angelegenheiten übertragen, wenn das Verhalten des Vaters in einer Angelegenheit von besonderer Bedeutung dem Wohle des Kindes widerspricht oder wenn die ordnungsmäßige Verwaltung des Kindesvermögens dies erfordert.

(3) Verletzt der Vater beharrlich seine Verpflichtung, bei Meinungsverschiedenheiten den Versuch einer gütlichen Einigung zu machen und bei seinen Entscheidungen auf die Auffassung der Mutter Rücksicht zu nehmen, so kann das Vormundschaftsgericht der Mutter auf Antrag die Entscheidung in den persönlichen und vermögensrechtlichen Angelegenheiten des Kindes übertragen, wenn dies dem Wohle des Kindes entspricht.

§ 1629

(1) Die Vertretung des Kindes steht dem Vater zu; die Mutter vertritt das Kind, soweit sie die elterliche Gewalt allein ausübt oder ihr die Entscheidung nach § 1628 Abs. 2, 3 übertragen ist.

Über die Abschaffung dieser Gesetze war zuvor jahrelang gestritten worden. Jetzt haben wir also formelle Gleichberechtigung. Faktisch aber haben wir eine Ungleichberechtigung, nur mit umgekehrten Rollen. Daher gibt es jetzt Vätervereine und Väter-Demos. Und nicht zu vergessen: Leidtragende sind vor Allem die Kinder. Das war vor dem Rollentausch anscheinend nicht so.


Nun gibt es eine Merkwürdigkeit, die mich nachdenklich macht: Es wäre doch konsequent von Seiten der Väterrechtler, wenn der status quo ante, der ursprüngliche Zustand, wieder angestrebt würde. Das würde freilich eine Grundgesetzänderung, nämlich eine Einschränkung des Gleichberechtigungsgesetzes, erforderlich machen. Aber warum nicht? Das wäre nichts Ungewöhnliches. Ohnehin ist der Artikel 3 GG Absatz (2) bereits geändert, genauer: erweitert worden, nämlich um den Zusatz:

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern [gemeint ist Ergebnis-, nicht Chancengleichheit!] und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Was die Väterrechtler mehrheitlich aber fordern, zur Zeit jedenfalls, ist rechtliche Gleichstellung, und zwar Gleichstellung von Ungleichen. Um Ungleiche gleichzustellen, muß jedoch, wie der Zusatz in o.g. Artikel besagt, eine "bestehende Benachteiligung beseitigt" werden. Diese Benachteiligung aber ist natürlicher Art; sie besteht in der Unterschiedlichkeit der Geschlechter. Eine solche kann nur "beseitigt" - besser: kompensiert - werden durch rechtliche Bevorteiligung des natürlich Schwächeren. Und das ist in Wirklichkeit das Gegenteil von Gleichberechtigung! Daher kommt es, daß Mütter gegen Väter vor Gericht meist gewinnen.

Ursächlich für die Akzeptanz des status quo, des bestehenden rechtlichen Zustandes, ist das linksideologische Weltbild, in welchem natürliche Ungleichheit keinen Platz hat. Linke vertragen keine Ungleichheit. Sie versuchen, Ungleichheit mit Umverteilungen, rechtlicher wie wirtschaftlicher Art, auszugleichen bzw. zu "beseitigen". Man sollte meinen, daß, wenn nicht die genaue Beobachtung der Wirklichkeit, so doch die leidvollen Erfahrungen sie irgendwann zur Vernunft bringen würden. Doch das scheint bis jetzt nicht der Fall zu sein.

Hier gilt es, ein Denkverbot zu brechen, eine Diskussion einzuleiten und irgendwann die praktischen Konsequenzen zu ziehen. Überlassen wir die Väterbewegung nicht den linken Betonköpfen!

Bedenken wir vielmehr den Satz von Juan Donoso Cortés (1809-1853):

"Die Leugnung der weltumfassenden Vaterschaft Gottes bringt die Verneinung der Vaterschaft in der Familie mit sich."


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