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Morgenröte des Sexismus: Moderata Fonte. (28-5-2010)

Moderata Fonte

Moderata Fonte (1555-1592) ist die erste mir bekannte (Differenz-)Feministin, also Sexistin. Ihr Buch, das in der deutschen Übersetzung durch Daniela Hacke (Verlag C.H.Beck, 2001) den Titel trägt: Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer, erschien erstmals im Jahre 1600.

Es handelt von einem Gespräch unter sieben Frauen in dem sehr schönen Garten der jungen Witwe Leonora. Adriana legt das Thema fest: Die Männer. Darüber findet nun eine zwei Tage währende Kontroverse statt, bei der aber die Männer (als Ehemänner und als solche) insgesamt eine vernichtende Bewertung erfahren.

Leonora, Erbin des allerseits gelobten Gartens, lobt Gott dafür, daß er sie von ihrem Ehemann "befreit" habe, und spricht:

Eher würde ich mich ertränken, als mich nochmals einem Mann zu unterwerfen. (Seite 81)

Sie gibt also zu verstehen, daß der Ehemann überflüssig geworden ist, nachdem er die Frau bereichert hat. Ebenso zynisch äußert sich Corinna:

Denn der Garten ist nicht nur reizvoll, sondern er hat überdies den Vorteil, daß es hier keine Männer gibt. (S.80)

[...] gleicht ein Mann einer erloschenen Lampe, die allein zu nichts nütze ist und nur dann im Haus zu gebrauchen ist, wenn das Licht entzündet wird. (S.85)

[...] so sind wir ihnen lediglich wie einem Unglück, einer Krankheit oder einer anderen Mißlichkeit dieses Lebens unterworfen

[...] und werden zu Tyrannen, indem sie selbstherrlich die Herrschaft über uns an sich reißen, die wir vielmehr über sie haben müßten. Denn sieht man nicht deutlich, daß es ihre Aufgabe ist, für die Arbeit das Haus zu verlassen und sich abzumühen, um das Geld heranzuschaffen, als wären sie Verwalter, nur damit wir in dem Haus bleiben, unser Leben genießen und wie Hausherrinnen befehlen können. Nur deshalb sind sie von Natur aus robuster und stärker als wir, damit sie die Mühen in unseren Diensten ertragen können. (S.86)

Denn sie entstanden aus unbelebter Erde, damit wir aus lebendigem Fleisch geschaffen wurden. (S.86f.)

Was vielleicht nicht überrascht: Die Beurteilung des Mannes durch die Frau entspricht hier ziemlich genau der des Negersklaven durch weiße Sklavenhalter, wie sie damals geläufig war, um die Sklaverei zu rechtfertigen. Überraschend ist allerdings die Umkehrung der Hierarchie. Um im Vergleich zu bleiben: So wie bei Fonte die Frauen, so reden heute schwarze Ideologen in Simbabwe, um die Vertreibung der weißen Farmer von ihren Gütern zu rechtfertigen.

Indessen scheinen die Folgen der Vertreibung die Auffassung von der zivilisatorischen Überlegenheit des weißen Mannes zu rechtfertigen. Und ebenso läßt sich absehen, was irgendwann mit dem herrlichen Garten geschieht, nachdem die Witwen ihr Erbe aufgebraucht haben.

Nun sei unbestritten, daß Herren die Menschenwürde ihrer Untergebenen nicht immer ausreichend zu achten pflegen. Dies ist in der Tat kritikwürdig. Ein Anderes ist es, die natürliche Hierarchie dann gleich auf den Kopf stellen zu wollen. Im Falle der Moderata Fonte hat das offensichtlich auch einen physiologisch-physiognomischenen Hintergrund. Man besehe ihr Porträt, das sie, mit einer zu großen Nase, als eher männlich, und, in Anbetracht der frisurbedingten "Hörner", als irgendwie mephistophelisch ausweist.

Diese wohl angeborene, oft noch gewollt unterstrichene Männlichkeit der Physiognomie ist allerdings bei Sexistinnen häufig anzutreffen (vgl. hier). Sie weist hin auf die Fehl-Inkarnation eines Mannes in einen weiblichen Leib; und sie macht auch das Nicht-Einverständnis dieser Menschen mit der geschlechtlichen Erwartung, die an sie herangetragen wird, verständlich.

Es handelt sich also um Behinderte. Wir sollten auf sie Rücksicht nehmen, ja mehr noch: Wir sollten ihre nicht zu bestreitenden Kulturleistungen würdigen. Darf unsere Rücksichtnahme aber soweit gehen, daß wir ihrem Anspruch, die Natur des Menschen zu korrigieren, folgen?

Ich meine: Damit wäre uns dann doch zuviel Selbstverleugnung abverlangt!


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