MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Der physiologische Schwachsinn des Weibes. Hatte Möbius recht? (16-1-2010)

Einband: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes.

Es ist heute noch unklar, inwieweit das Werk satirisch gemeint war, heißt es in dem Wikipedia-Beitrag über Paul Julius Möbius. Und daselbst: Dieses Werk verdeckt in der heutigen Rezeption die großen Verdienste, die er sich auf seinem eigentlichen Gebiet erwarb.

Müssen wir uns dieser Bewertung anschließen?

Offen gesagt: Zwar kannte ich den Namen Möbius und den Titel dieses Buches seit langem; doch wäre ich nicht zufällig auf die Veröffentlichung (der 5.Aufl.) in der Wikisource gestoßen, so hätte diese Schrift mich nicht weiter interessiert, allein weil sein Titel mir den Eindruck vermittelte, daß der Inhalt nicht besonders ernstzunehmen sei.

Nach Durchsicht mußte ich nun feststellen, daß dem nicht so ist. Mag Möbius auch detailweise falsch liegen, so hat er im Wesentlichen recht. Insbesondere seine Voraussage über den notwendigen Geburtenrückgang in der Folge der naturwidrigen Intellektualisierung des Weibes hat sich, entgegen zeitgenössischem Widerspruch, in einem Ausmaß bewahrheitet, das uns heute vor ernsthafte Probleme stellt. Nachdem ich vor genau zwei Jahren in diesem Weblog mein Referat zu Otto Weininger als einen der ersten Beiträge veröffentlichte, ist es nunmehr sicher angebracht, an einen weiteren Pionier der Feminismus-Kritik zu erinnern.

Hier eine Notiz zum Autor:

Paul Julius Möbius (1853-1907) war ein bahnbrechender deutscher Neurologe und Psychiater, der erstmals das nach ihm benannte Möbius-Syndrom beschrieb, die seelische Entstehung der Hysterie herausstellte, sowie hinter den Schwankungen der Schaffenskraft bedeutender Männer wie Goethe und Schopenhauer langperiodische zyklische Stimmungsänderungen erkannte. Seinen Kollegen Kraepelin regte er zu einer heute noch gültigen Klassifikation der Psychosen an. Einem größeren Publikum aber wurde er bekannt durch seine Schrift: "Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes." Sie erschien erstmals 1900 und erreichte bereits 1908 die neunte Auflage.

Inwiefern haben sich Voraussagen von Möbius nun bestätigt? 1901 erschien in der "Zukunft" eine Rezension, in der eine Frieda Freiin von Bülow sich wie folgt mokierte:

Er sah die gesund-schwachsinnigen Weiber zu Gehirndamen werden, die keine Kinder gebären wollen oder können und damit den Untergang des Volkes herbeiführen müssen. Und darum rief er, so laut er konnte: Männer Europas, schützt Euch vor dem Intellectualismus der Weiber! (100)

Tatsächlich hatte Möbius geschrieben:

Ich habe auseinandergesetzt, dass, wenn die Wünsche der Feministen erfüllt werden, die Geburtenziffer soweit sinken müsse, dass der Stand oder das Volk sich nicht erhalten kann. (S.66)

Den Gedanken an diese Gefahr findet die Kritikerin nun - übrigens in Übereinstimmung mit anderen damaligen Feministinnen, soweit ich sehe - ganz abwegig:

Dieser Sorge dürfen sie sich getrost entschlagen. Der Trieb nach Mann und Kind, ganz besonders der mütterliche, ist viel zu stark im Weibe, als dass er je durch etwas Anderes Ersatz finden könnte. [...]

Aber mit oder ohne staatliche Sanktion werden die Menschen fortfahren, sich zu paaren und Kinder zu zeugen. Das geistig am Höchsten entwickelte Weib wird am Tiefsten begreifen, dass es für sie über die Mutterschaft auf Erden nichts giebt. (101)

Und noch Adenauer soll gesagt haben: "Kinder kriegen die Leute von alleine." Heute haben Mädchen und Frauen die Jungen und Männer im Bildungswese "überholt", und gleichzeitig ist der Wunsch nach Heirat und nach Kindern selten geworden wie nie zuvor.

Gewiß, diese Bindungs- und Kinderscheu gilt auch für Männer. Bei ihnen hat es offensichtlich aber andere Gründe als den der Intellektualisierung: Sie fürchten ihre Ausbeutung als Samenspender und Unterhaltszahler; und sie sehen sich unter dem Damoklesschwert einer Wohnungsverweisung allein auf den Willen ihrer Frau. Denn mit dem neuen Gewaltschutzgesetz gilt praktisch die Beweislastumkehr.

Gemeinsame Ursache ist letztlich doch der Feminismus. Möbius hatte recht mit seiner Warnung.


Welche Äußerungen aber sind es, welche das Buch damals zum Verkaufsschlager gemacht haben und die heute oft als Musterbeispiele der Mysogynie und des "Machodenkens" aufgefaßt werden? Ich wähle nur einige aus.

Körperlich genommen ist, abgesehen von den Geschlechtsmerkmalen, das Weib ein Mittelding zwischen Kind und Mann und geistig ist sie es, wenigstens in vielen Hinsichten, auch.

[...]

Einer der wesentlichsten Unterschiede ist wohl der, dass der Instinkt beim Weibe eine grössere Rolle spielt als beim Manne. [...] Der Instinkt nun macht das Weib thierähnlich, unselbständig, sicher und heiter. [...] Mit dieser Thierähnlichkeit hängen sehr viele weibliche Eigentümlichkeiten zusammen. Zunächst der Mangel eigenen Urtheils.

[...]

Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus.

Das alles sind freilich Feststellungen, die jedem von uns unmittelbar einleuchten. Denn daß Frauenstimmen kaum tiefer klingen als Kinderstimmen und Mädchengesichter ihr Kindchenschema weitgehend behalten, läßt sich ja nun nicht bestreiten; und daß klares Denken den Weibern meist nicht viel wert ist, bekommt man sogar in Feminismus-Seminaren beigebracht. Ich jedenfalls "lernte" dort, daß wissenschaftliches Denken eine patriarchale Fehlentwicklung sei.

Dazu kommt die Heftigkeit der Affecte, die Unfähigkeit zur Selbstbeherrschung. Eifersucht und verletzte oder unbefriedigte Eitelkeit erregen Stürme, denen kein moralisches Bedenken Stand hält. Wäre das Weib nicht körperlich und geistig schwach, wäre es nicht in der Regel durch die Umstände unschädlich gemacht, so wäre es höchst gefährlich. In den Zeiten politischer Unsicherheit hat man mit Schrecken die Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Weiber kennen gelernt, ebenso an den Weibern, die unglücklicherweise zur Herrschaft gekommen sind.

In der Tat: Wozu es kommt, wenn weibliche Affektstürme programmatisch werden, kann man nachlesen bei V.Solanas, S.M.Gearhart, Mary Daly und natürlich bei ihren Anbeterinnen, zu denen selbst so gemäßigte Feministinnen zählen wie Ina Praetorius. Vgl. zu letzterer meinen vorangegangenen Artikel. Wir können wirklich von Glück reden, daß derartige Frauen bis jetzt nicht zur Herrschaft gekommen sind!

Ueberall da, wo die Weiber es sich in den Kopf gesetzt haben, am höheren Unterrichte theilzunehmen, ist nur Eine Stimme darüber, dass sie ausgezeichnete Schülerinnen sind, und je gedankenloser der Lehrer ist, um so befriedigter pflegt er von dem eifrigen Lernen der Schülerinnen, das meist ein Auswendiglernen ist, zu sein.

Ja, auch dies ist bekannt: Mädchen sind bei Lehrern (nicht nur weiblichen Geschlechts) aufgrund ihrer Bravheit beliebter und kriegen aus demselben Grund für gleiche Leistungen auch bessere Noten.

Auch die Erzählerinnen [...] wuchern mit den Münzen, die Männer geprägt haben. Ja selbst die Kochkunst und die Kleiderkunst sind nur von Männern gefördert worden, diese erfinden die neuen Recepte und die neuen Moden. Alles, was wir um uns sehen, jedes Hausgeräth, die Instrumente des täglichen Gebrauches, alles ist von den Männern erfunden worden.

Warum eigentlich verlangen wir dafür keine Frauensteuer? Wer gibt Frauen das Recht, nach Belieben sich männlicher Erfindungen zu bedienen, ja diese u.U. gegen Männer anzuwenden? Unter normalen Verhältnissen hätte diese Frage keine Berechtigung, wohl aber jetzt, wo Frauen ihrerseits die Männersteuer - direkt oder maskiert - zur Sprache bringen.

Dazu kommt der Mangel an Sachlichkeit, der Wünsche zu Gründen und Abneigungen zu Beweisen macht.

Wer kennt das nicht in unserem politischen System der Gynokratie mit ihren endlosen Forderungen nach neuen Frauen-Einrichtungen?

Die eigentlichen Weiberfeinde sind die »Feministen«, die den Unterschied der Geschlechter aufheben möchten. Auch indem ich diese bekämpfe, streite ich nicht gegen die Weiber, denn, wenn diese den Verlockungen folgen und für das »neue Weib« schwärmen, so fehlt ihnen eben die Umsicht, die Urtheilskraft, zu wissen, was sie thun

Möbius unterschied also nicht nur zwischen Feministinnen und ihren Mitläuferinnen, welche von ersteren profitieren...

sie würden auch nichts erreichen, ständen nicht Männer hinter ihnen, die ihnen die Gedanken einblasen

...er machte auch auf die männliche Urheberschaft ihrer Gedanken aufmerksam. Wem fällt dazu nicht der Einfluß von J.P.Sartre auf Simone de Beauvoir ein? Dergleichen gab es aber auch schon zu Möbius' Zeiten. Die Behauptung "Hinter jedem bedeutenden Mann steht eine Frau" gilt sicher auch, vielleicht sogar vornehmlich, umgekehrt. Es trifft zu, was Nietzsche über den Staat sagte: Daß selbst seine Zähne, mit denen er uns auffresse, gestohlen seien.

Die politischen und die religiösen Neuerer sehen nicht ein, dass die Menschheit mit zur Natur gehört und dass die überall wiederkehrenden menschlichen Einrichtungen mit Notwendigkeit aus dem Wesen des Menschen hervorgehen. Sie glauben, wenn man nur die rechte Einsicht und den guten Willen hätte, dann würde die Welt sich ändern. Sie sehen nicht den wirklichen Menschen, der in der Hauptsache seinen Instincten folgt, sondern sie haben eine Wachspuppe vor Augen, deren Form beliebig verändert werden kann, und hoffen, mit Gesetzen über die Natur zu triumphiren.

Kennen wir das nicht von den sozialistischen Ideologien einschließlich des heutigen Genderismus mit ihren Ambitionen zur Schaffung des Neuen Menschen nach dem Ebenbild des Weibes?


Möbius.

Wie eingangs erwähnt, ist die Schrift von Möbius für Jedermann über das Internet zugänglich. Sie ist nicht sehr umfangreich (der eigentliche Text samt Vorwort umfaßt 37 Seiten; mitsamt den abgedruckten Besprechungen und Möbius' Erläuterungen und Kommentaren sind es insgesamt 137 Seiten) und überdies leicht lesbar. Bei der gründlichen Lektüre wird schnell klar, daß die weitaus meiste Kritik, damals wie heute, ins Leere geht. Die Schonungslosigkeit der Darstellung mag einer der Gründe sein.

Während der Diskussion in einem Maskulisten-Forum im Vorfeld dieses Artikels wurde mir klar, daß die maskulistische Bewegung bis heute noch nicht wieder zur Weite des Gesichtsfeldes und zur Unerschrockenheit des Ausdrucks gekommen ist, die sie vor 110 Jahren mit Möbius schon einmal erreicht hatte. Sein Buch gehört daher zu den Werken, deren Botschaft auch heute noch - oder schon wieder - aktuell ist.


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