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Sexismus bei Linux. (19-12-2009)

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Zufolge einer Meldung des Linus Online-Magazins wollen die Free Software Foundation (FSF) und die Gnome Foundation "gezielt um weiblichen Nachwuchs" in ihrer Community werben. Beide Einrichtungen sind grundlegend u.a. für das Linux-Betriebssystem. Dieses ist eine quell-offene, kostenlose Alternative zu den proprietären Betriebssystemen Windows und Apple. Gnome ist die Ubuntu-typische Benutzeroberfläche.

Chef bei Gnome ist bereits eine Frau. Bei FSF ist ebenfalls eine Frau maßgeblich tätig. Ihnen hat sich noch eine Autorin angeschlossen.

Die drei wollen am 19. September in den Räumen der FSF in Boston Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen und Vordenkerinnnen zusammentrommeln und gemeinsame Strategien und Initiativen zur Frauenförderung erarbeiten. [...]

Sowohl die Stiftung hinter dem freien Desktop als auch die FSF unterstützen die Aktion mit der Begründung, dass Frauen im technischen Umfeld und in der Community bislang in der Minderheit sind. Obwohl Freie Software an Marktanteilen gewinne, habe das nichts an der Geschlechterverteilung geändert.

Begründet wird die Initiative also nicht etwa mit dem Willen, ein Betriebssystem zu verbessern. Das wäre auch lächerlich, denn wohl keinem wäre zu vermitteln, daß Frauen die besseren Informatiker seien. Wahrscheinlich verhält es sich sogar umgekehrt: Die Frauen-Lobby wird inkaufgenommen in der Annahme, daß hierdurch das Computerwesen keinen allzugroßen Schaden erleiden wird.

Warum aber überhaupt die wohlwollende Begleitung der geschlechtlichen Initiative? Daß Frauen ein Gruppen-Interesse verfolgen, ist an sich ja legitim, sofern man anderen Gruppen - etwa Männern oder den Angehörigen bestimmter Nationen, Kulturen oder Hautfarben - die Verfolgung ihrer Interessen ebenfalls zugesteht.

Merkwürdig ist vielmehr, daß die Komplementärgruppe, auf deren Kosten die Frauenförderung zwangsläufig geht, nicht protestiert. Würden z.B. die Franzosen einen jährlichen Gipfel veranstalten, der die Vergrößerung ihres Anteils in den Stiftungen zum Ziel hätte, so würden die Engländer sicher nachziehen. Wahrscheinlich hätten wir dann sogar eine Diskussion darüber, ob nationalistische Interessen in derartigen Projekten geduldet werden dürften.

Es sind also zwei Fragen zugleich, die sich stellen:

1. Warum lassen Männer den weiblichen Vorstoß nicht nur zu, sondern fördern ihn sogar noch?

2. Warum wird der Sexismus, der in diesem Vorstoß liegt, nicht als solcher gebrandmarkt?

Es ist Sexismus, da sollten wir uns nichts vormachen! Um das zu verstehen, müssen wir nur einmal annehmen, es hätte sich eine Gruppe organisiert, die sich die Erhöhung des Männeranteils zum Ziel gesetzt hat. Ganz sicher würde das als sexistisch gelten - obwohl es das gerade nicht ist. Denn daß vor Allem Männer die fähigsten Informatiker stellen, ist ja unbestritten.

Sexistisch ist die Zulassung (oder sogar, wie hier, die Unterstützung) vielmehr dann, wenn sie sich durch nichts anderes begründen läßt als durch den exklusiv geschlechtlichen Anspruch. Genau das aber trifft für die oben erwähnte Initiative zu.

Nachdenklich macht mich in diesem Zusammenhang auch die Aussage,

dass sich die vorwiegend männliche Leserschaft über Frauennachwuchs freut: Die Schwesterpublikation hatte ingesamt fünf Notebooks für Linux-Neulinge zur Verfügung gestellt, die im Anschluß über "drei Monate ohne Windows" berichten müssen. Vier der Probanden wurden per Leserwahl bestimmt - gewählt wurden drei Frauen, nur ein Mann konnte sich durchsetzen. Ein fünfter Rechner ging per Losentscheid gleichfalls an eine Frau.

Leider wird in dem verlinkten Artikel nicht erläutert, welche Arbeiten ausgewählt wurden, wie sich die auswählende Leserschaft zusammensetzt, und ob die Berichte das Geschlecht ihres Schreibers erkennen lassen. Egal. Männer machen Frauen gern Geschenke, das ist bekannt. Daß sie deswegen auch gesamtheitlich eine Geschlechterquote in der Free-Ware-Szene unterstützen, ist damit ganz sicher nicht bewiesen!

Fazit:

Sexismus bzw. geschlechtliche (ebenso wie rassische) Lobbyarbeit hat gerade in Einrichtungen, die unter explizit ethischen Vorgaben arbeiten, nichts zu suchen. Hier handelt es sich eindeutig um eine ideologisch motivierte Unterwanderung. Wenn ausgerechnet im Informationsbereich nicht nur Kopf und Herz, sondern auch die Vagina herrschen soll, dann ist das ein Grund, dagegen tätig zu werden.


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