MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Physiologischer Sexismus. (25-9-2009)

Jedem von uns, der sich ein wenig für Politik interessiert, wird aufgefallen sein, daß weibliche Politiker sich viel häufiger für die Belange ihres eigenen Geschlechts einsetzen, als Männer es tun. Männer setzen sich, wenn überhaupt geschlechtsbezogen, dann eher noch für das andere Geschlecht ein, also: für das weibliche. Dagegen scheint es einen politischen Geschlechts-Altruismus weiblicherseits nicht zu geben.

Was ist die Erklärung hierfür? Sofern diese Frage überhaupt aufgeworfen wird, so wird die Antwort reflexartig in einer angeblich bestehenden weiblichen Benachteiligung gesucht, welche besagte Asymmetrie angeblich rechtfertigen, ja notwendig machen. Doch man kann es auch anders sehen.

Jeder kennt das Wort vom kindlichen Egoismus. Kinder müssen Egoisten sein; der ist bei ihnen sozusagen physiologisch. Es wäre geradezu anomal, wenn Kinder, kleine Kinder zumal, sich Sorgen um das Wohl von Erwachsenen machen würden. Normal ist vielmehr der umgekehrte Fall: Eltern denken selbstlos inbezug auf ihre Kinder.

Wenn es nun stimmen sollte, daß gerade Mütter ihren (Klein-)Kindern gegenüber Altruisten sind - unter normalen Verhältnissen; heute fungieren Kindern ja oft als Unterhaltsgeiseln im weiblichen Interesse -, wie steht es dann mit Vätern? Sind sie weniger selbslos? Nein, sie sind es in gleichem Maße, allerdings sind sie es - wiederum unter natürlichen, nicht unter ideologisierten Verhältnissen - gegenüber der Familie als Ganzes.

Natürliche Hierarchie

Erweitern wir das Schema dann auch noch um Gott - wir sollten es tun, denn sehr viele Menschen weltweit, mich eingeschlossen, sind "physiologisch" gottgläubig -, dann läßt sich die grundlegende Hierarchie vielleicht so darstellen wie rechts abgebildet. Demnach ist Gott "zuständig" für die Welt, der Mann für die Menschheit, die Frau für die Familie, und das Kind nur für sich selbst.

Kommen wir nun noch einmal zurück auf die Ebene der gegenwärtigen Politik, so können wir feststellen:

Die Frau handelt als Frau; der Mann handelt als Mensch.

Sind Frauen überhaupt Menschen? Die Feministin Mary Daly hat dies für sich selbst in Abrede gestellt. In einem Interview (deutsche Übersetzung hier) sagte sie: Ich bin kein Mensch. Ich bin eine Frau. Hier haben wir es allerdings mit einem ideologischen, nicht mit dem physiologischen Sexismus zu tun.


Da nun der Sexismus, wie anderorts begründet, die Steigerung von Rassismus ist, wäre zu fragen, ob es nicht auch einen physiologischen Rassismus gebe. Ich behaupte: Es gibt ihn. Man muß nur eine gewisse Zeit z.B. in Afrika gelebt oder die völkerkundliche Literatur studiert haben, um zu wissen, daß kleine autochthone Volksgruppen oft gar kein Wort für "Mensch" kennen, das sich auf andere Menschen als ihre eigenen Angehörigen bezieht. Dieser Rassismus ist irgendwie unschuldig. Er ist nicht Gegenstand von Reflexion oder gar von ideologischen Systemen, sondern er ist ihnen intuitiv gegeben. Es wird nicht über ihn debattiert, und er schließt eine friedliche Koexistenz auch nicht unbedingt aus.

Wie es nun einen physiologischen Rassismus gibt, so gibt es aber auch einen ideologischen Rassismus. Hier aber müssen wir die gleichen Verwechslungen vermeiden lernen wie im Falle des Sexismus. Gewöhnlich wird nämlich "Rassismus" auf die Seite von weißen Vertretern der Menschheit verlegt, und Rassismus dann als Haltung verstanden, die Unterdrückung, Herabwürdigung und Marginalisation betreibt. Insofern gibt es "Täter" mit einem Schuldkonto und "Opfer" mit einem Wiedergutmachungs-Anspruch, und die Opfer, das sind selbstverständlich nicht-weiße Vertreter der Menschheit.

Diesem Verständnis liegt der gleiche Irrtum zugrunde wie dem immer noch geläufigen Verständnis von Sexismus. Er beruht auf einer ideologischen Leugnung natürlicher hierarchischer Verhältnisse, wie ich sie in obigem Schema graphisch darzustellen versucht habe. Im Falle des Rassismus haben sich die Folgen in einem Sprichwort aus der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg niedergeschlagen, das ich bei Joachim Fernau in seinem Buch "Halleluja. Die Geschichte der USA" (S. 173) so formuliert vorfinde:

Im Süden sagt man: "Du bist nicht meinesgleichen, aber setze dich ruhig zu mir",

im Norden sagt man: "Du bist meinesgleichen, aber bleibe mir vom Leibe."

Es sind schwarze Intellektuelle, die Weißen die Schuld am Versagen von ihresgleichen geben, und die (oft fantastische) Wiedergutmachungs-Ansprüche stellen. Wo aber haben sie diese Opfer-Ideologie erlernt? Natürlich auf den Universitäten der Weißen! Mit dem Feminismus ist es ähnlich: Die ersten feministischen Gedanken kamen von Männern.

Im Rassismus schwarzer Intellektueller finden wir also wieder, was wir aus dem Feminismus bereits kennen. Feminismus ist ideologischer Sexismus. Es gibt ihn in der Spielart des Gleichheits- oder Identitäts-Feminimus (etwas Verwandtes, wenn nicht Dasselbe ist Genderismus), wonach die Geschlechter nicht angeboren, sondern Konstrukte seien. Und es gibt ihn in der Spielart des Differenz-Feminismus, der die geschlechtlichen Unterschiede zwar anerkennt, ja auf die Spitze treibt, aber auf den Kopf stellt und sie in ein "manichäisches" Gut-Böse-Schema einordnet.

Beide Spielarten des ideologischen Sexismus tendieren zum Totalitarismus globalen, das heißt: nie gekannten Ausmaßes. Der physiologische Sexismus erscheint demgegenüber geradezu sympathisch. Mit ihm allein könnten wir leben.


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