MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Die Sparkasse Bonn und das Weib auf dem Tier. (4-6-09)

Flyer der Sparkasse Bonn, 2004

Als ich vor wenigen Wochen begann, die Webseite MannPassAuf! einzurichten, da leitete mich auch das Ziel, durch Zusammenstellung aller meiner bisherigen Blog- und Forenbeiträge mir Klarheit zu verschaffen über meine Entwicklung.

Wie erstaunt war ich nun, als ich bei "Ausgrabung" meines ersten Forenbeitrages (im Forum von MANNdat e.V., vom 17-8-04) feststellen mußte, daß das Thema dieses Beitrages zum Anlaß ein Bild hat, das dem Titel-Topos von MannPassAuf! durchaus ähnlich ist!

Hure Babylon (Das Weib auf dem Thier)

Vergleichen Sie damit bitte eine der mittelalterliche Darstellungen der Hure Babylon, mit einem anderen Ausdruck: Das Weib auf dem Tier, siehe links. Zunächst: Was hat es mit diesem Topos auf sich?

Nun, die Stadt Babylon spielt sowohl auf den ersten Seiten der Bibel (1.Mose 11,1-9) als auch auf ihren letzten Seiten (Offenbarung 17-18) eine hoch bedeutende Rolle. Man kann sogar sagen, daß fast die ganze Bibel von diesen beiden Stellen gleichsam eingerahmt ist. Dabei erwähnt die Stelle am Anfang - bekannt als Geschichte vom Turmbau zu Babel - keine Hure; dennoch ist diese darin gewissermaßen "versteckt". Die Stelle am Ende "offenbart" nun, was anfangs verhüllt war:

Da kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und sprach zu mir: Komm! Ich will dir das Urteil über die große Hure zeigen, die auf vielen Wasserströmungen sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren unreinem Wein die Bewohner der Erde trunken sind. Und er führte mich auf dem geistigen Plane in eine Wüste.

Da sah ich auf einem scharlachroten Tiere ein Weib sitzen. Und das Tier war über und über bedeckt mit Namen der Geist-Verwünschung und hatte sieben Köpfe und zehn Hörner. Das Weib war mit purpurroten und scharlachroten Gewändern bekleidet, dazu mit Gold und Edelsteinen und Perlen glänzend geschmückt. Sie hielt in der Hand einen goldenen Kelch voll von Gräuelgestalten und unreinen Wesen, die ihrer Unzucht entstammten. Und auf ihrer Stirne stand ein Name geschrieben, ein Mysterium:

Die große Babylon, die Mutter aller Hurerei und aller Gräuelgestalten auf Erden.

Und ich sah das Weib trunken von dem Blut derer, die dem Geist ergeben sind, und von dem Blute der Zeugen Jesu.

Hure Babylon (Das Weib auf dem Thier)

Auf dem Bild weiter oben, das ich ausgewählt habe, um die Sitzhaltung der Sparkassen-Kundin mit der Haltung der Hure in Parallele zu setzen, kommt deren Blutrünstigkeit nicht gut zum Ausdruck, eher schon in diesem, siehe rechts:

Aus der weiteren Beschreibung erfahren wir sodann, daß das Tier, auf dem die Hure sitzt, sich schließlich in Haß gegen die Frau wenden wird, so daß sie einsam und nackt dastehen wird. Ja, sie werden

ihr Fleisch verzehren und sie in Flammen aufgehen lassen.

[...]

Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe; ich will nichts sehen, was mich traurig macht. Deshalb werden alle Schläge ihres Schicksals sie an einem einzigen Tage treffen, Tod, Trauer und Hunger, und im Feuer wird sie verbrennen.

[...]

Da hob der eine starke Engel einen mächtigen Stein empor, der wie ein Mühlstein aussah, und warf ihn in das Meer und sprach: So wird mit einem Wurfe Babylon, die große Stadt, gestürzt. Niemals steigt sie wieder empor.

Tatsächlich ist Babylon zerstört worden - die Forschung weiß bis heute nicht genau, wann das war -, und bis heute ist die Stadt nicht wieder aufgebaut worden. Man hat aber ihre Ruinen freilegen können.


Der vergebliche Turmbau zu Babel

Was hat es nun aber auf sich mit dem Turmbau zu Babel (Babylon), von dem am Anfang der Bibel die Rede ist?

Die betreffende Stelle umfaßt nur ganz wenige Verse, und doch hat sie eine gewaltige Wirkung ausgeübt. Sie handelt von einem Turmbau - einem gewaltigen "Projekt", würde man heute sagen -, der aber nicht zuende geführt werden konnte, weil in seinem Verlaufe eine umfassende Sprach-Verwirrung einsetzte. Diese bewirkte eine Zerstreuung der Babylonier über die ganze Erde. Damit vereitelte Jehova die Absicht der Bewohner, nämlich:

Laßt uns eine Stadt und auch einen Turm bauen mit seiner Spitze bis in die Himmel, und machen wir uns einen berühmten Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche zerstreut werden.

Sparkasse Köln-Bonn

Vergleichen Sie bitte auch den gemalten Turm zu Babel mit dem Hauptgebäude der Sparkasse KölnBonn (die beiden Sparkassen sind zusammengelegt worden), siehe Foto rechts. Eine zumindest äußere Ähnlichkeit ist unverkennbar.

Worin liegt aber liegt die Beziehung des babylonischen Bauvorhabens zur Hure Babylon?

In seinem Buch "Apokalypse" (1982) erläutert Emil Bock den religiösen Hintergrund des Turmbaus in der vorchristlichen Epoche: Damals wurde an Sakralbauten nachvollzogen, was der Mensch erlebt, der die Entrückung, die Ekstase vollzieht - im Gegensatz zur Einwohnung Christi im Menschen, der Enstase. Vor Christus hoben sich die Menschen aus ihren Leibern himmelwärts heraus, wenn sie Verbindung mit dem Göttlichen suchten; nach Christus wird der umgekehrte Vorgang gesucht und ausgedrückt mit den Worten "Christus in mir" - mit der Folge der leiblichen Verwandlung, also der Überwindung des Todes.

Zum Ende der vorchristlichen Epoche aber ließ sich die Ekstase nicht mehr reibungslos vollziehen, was mit der zunehmenden kollektiven Erdenreife des Menschen zusammenhängt: Eine Evolution, die viel später schließlich die Naturwissenschaft hervortrieb. Jedenfalls gab es eine Art Zwischenzeit, in welcher die Ekstase nur noch durch eher gewaltsame Mittel möglich wurde, die man etwa als "geistige Unzucht" bezeichnen kann.

So entstand im Umkreis der babylonischen Tempel eine ganze Welt von Sexualkulten, in denen religiöse Inbrunst und geschlechtliche Sinnlichkeit ineinander übergingen. Das Prostituierten-Wesen ist nicht im alltäglichen Leben aufgekommen; seine Enstehung liegt durchaus auf kultischem Boden. Babylonien ist das klassische Land, in welchem es unter den in den Tempeln Dienenden zuerst die Hierodulen, d.h. die Prostituierten, gab. (Seite 292)

Ferner:

Alle Laster, die auf Rauschwirkungen zielen und in Süchtigkeiten übergehen, haben so ihren Ursprung in Kulturzusammenhängen vorchristlicher Kulturen, in die das vorchristliche Prinzip eingedrungen war. [...] Die Menschen wollen sich durch äußere Mittel aus der bedrückenden Alltäglichkeit in andere Sphären entrücken lassen und werden dadurch nur um so stärker in das Irdische verstrickt. [...] Unter ungezählten Masken und Verkleidungen geht die Hure Babylon durch die Menschheit. (292ff.)

Jedenfalls hatte die Degeneration der Ekstase zur Folge, daß zunehmend niedere Dämonen statt der oberen Götter gefunden wurden. Daher das Tier mit den sieben Drachenköpfen und den zehn Hörnern. Horn bezeichnet die Verhärtung im physischen Leib, welche an sich ein natürlicher Vorgang ist, jedoch die Ekstase behindert bzw. die Begegnung mit weniger erfreulichen Wesenheiten begünstigt, welchen die Verhärtung dann gleichsam auf die Stirn geschrieben steht.


Pfingsten

In diesem Zusammenhang möchte ich mir noch einen Hinweis auf Pfingsten gestatten, weil hier die babylonische Sprach-Verwirrung ihre Umkehrung oder Heilung fand. Die "Ausgießung des heiligen Geistes", dargestellt durch die herabkommende Taube, wurde veranlaßt durch die Verzweiflung der Jünger, welche ihren Herrn, der sie in seinem Auferstehungsleib während vierzig Tagen belehrt hatte, zuletzt entschwinden sahen; ein Ereignis, dem wir das Fest der "Himmelfahrt" verdanken. Diese Bezeichnung ist freilich irreführend, weil Jesus sich vielmehr mit dem geistigen Umkreis der Erde verband, gemäß dem Wort:

Ich werde bei euch bleiben alle Tage bis an der Welt Ende.


Rätselhaft erscheint in diesem Zusammenhang die merkwürdige Gewohnheit des Pioniers der elektrischen Energieübertragung, Nikola Tesla (1856-1943), Tauben zu füttern, und dies zwar in einem Maße, welches den Eindruck einer kultischen Handlung erweckt. Unter diesen Tauben hatte er eine "Geliebte". Im Rückblick auf ihren Tod erklärte er seinem Biographen O'Neill ("Tesla", 1997):

Ich habe sie geliebt, wie ein Mann seine Frau liebt, und sie hat mich auch geliebt. Wenn sie krank war, wußte ich das sofort; sie kam dann in mein Zimmer, und ich blieb tagelang bei ihr. [...] Diese Taube war die Freude meines Lebens. Wenn sie mich brauchte, war mir alles andere unwichtig. Und solange ich sie bei mir hatte, gab es einen Sinn in meinem Leben.

Eines Nachts, als ich im Bett lag und wie gewöhnlich in der Dunkelheit über ungelöste Probleme nachdachte, kam sie zum offenen Fenster hereingeflogen und ließ sich auf dem Tisch nieder. Ich wußte, daß sie mich brauchte; sie wollte mir etwas Wichtiges berichten, und ich stand auf und ging zu ihr.

Als ich sie ansah, begriff ich sofort, was sie mir sagen wollte - sie würde bald sterben. Und dann, als ich dies verstanden hatte, erstrahlte ein Licht in ihren Augen - ein unbeschreibliches Licht. [...]

Als diese Taube starb, ging etwas in meinem Leben verloren. Bis zu diesem Tag hatte ich die Gewißheit, daß ich meine Arbeit vollenden könnte - wie hoch die Ziele auch sein mochten, die ich mir dabei setzen würde. Doch als dieses Etwas aus meinem Leben entschwunden war, wußte ich, daß mein Lebenswerk abgeschlossen war.(S.390)

Hier zeigt sich, wie im Leben eines genialen Menschen und zugleich notorischen Materialisten, der alles andere als rauschhaft, vielmehr ständig in höchster schöpferischer Konzentration lebte, die Taube zu einer physischen Signatur wurde. Das Symbol der geistigen Einwohnung nahm greifbare Gestalt an, verirrte sich gleichsam in den Objektzustand einer grenzwertig pathologischen Leidenschaft.


Weniger beflügelnd, dafür grenzwertig pervers zeigt sich das Gegenbild, nämlich die Hure Babylon, im Werbebild der Sparkasse Bonn. Natürlich kommt auch hier das Sinnbild nicht rein zum Ausdruck. Es ist die Hurerei um den "König Kunde" (gleichsam die "Könige", und die Völker dieser Erde), die hier zur Darstellung kommt, sitzend nicht auf dem Antichrist, sondern auf einem ganz gewöhnlichen Mann, der sich gegen Honorar hat zum Narren machen lassen, weil er seine Verteufelung durch den Feminismus bereits angenommen hat und dieses Rollenspiel nicht mehr wahrnimmt.

Frauenhaus-Konto bei Sparkasse KölnBonn

Die Perversion wird nochmals deutlich, wenn man sieht, wer auf Konten dieser Sparkasse einzahlt. Es sind u.a. die Befürworter des Frauenhauses Bonn e.V. Wer inspirierend hinter diesen "geschlagenen und gedemütigten Frauen" steht, das kommt auf dem Flyer schön zum Ausdruck: Eine dominante Hure, physisches Abbild eines geistigen Urbildes. Über ihr zu erwartendes Schicksal ist schon das Nötige gesagt worden.

Zusammenfassung

  1. Der babylonische Turm ist das Symbol der Ekstase (seelische Ausrückung) und der Sprach-Verwirrung.

  2. Die pfingstliche Taube ist das Symbol der Enstase (geistige Einwohnung) und der Sprach-Gewinnung.

  3. Die mißlungene Enstase schließt eine geniale Geist-Begabung nicht aus, zieht sie aber auf das materialistische Feld hinab. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Nikola Tesla.

  4. Die mißlungene Ekstase erzeugt einerseits sexuelle Perversionen, anderseits die matriarchale Ideologie. Diese sind die Folge einer Begegnung mit niederen Dämonen anstelle der oberen Götter. Symbol der niederen Dämonen ist das vielköpfige, vielgehörnte Tier (Horn=Verhärtung). Allegorie der matriarchalen Ideologie ist die babylonische Hure.

  5. Im Sparkassen-Flyer hat die babylonische Hure eine moderne Gestalt angenommen. Dabei darf vermutet werden, daß sich die Designer des Ursprungs ihrer Inspiration nicht bewußt waren.

Kommentare:
11.01.2010 um 20:07 Uhr
T.R.E.Lentze
Wie soll denn das gehen - die Essenz der Aussage aus den Mann-Frau-Schemata, und zugleich aus dem religiösen Kulturkontext, herauszuheben?

Was bliebe dann noch übrig?

Der Sparkassen-Flyer ist brisant ausschließlich wegen seinem sexistischen Mann-Frau-Schema (Frau als Herrenmensch, Mann als Hund). Ginge es nur um Geld, dann sähe ich keinen Grund, die Sparkasse Bonn(-Köln) anzuprangern, denn Sparkassen arbeiten nun einmal mit Geld.

Den religiösen Kulturkontext kann ich ebenfalls nicht verleugnen. Es gibt (ungefähr) so viele Kirchen wie Sparkassenfilialen. Und der Turmbau und die Sprachverwirrung zu Babel, ebenso die Hure auf dem Tier, sie sind als Bilder tief in unser Unterbewußtsein eingepflanzt. Darüber hinaus sind sie als Symbole hoch aktuell. Leben wir etwa nicht in einer apokalyptischen Zeit? Wer das leugnet, der gehört eben zu der verhältnismäßig dünnen Schicht der Privilegierten auf dieser Erde.

Wie sähe denn deiner Meinung nach die kontext-befreite Essenz meiner Aussage aus?
11.01.2010 um 14:50 Uhr
Daniel
Geniale Gedankengänge, leider durch Reizworte verarrikatiert. Es würde mich freuen, die Befreiung der Essenz der Aussage von allen Mann-Frau-Schemata und aus dem religiösen Kulturkontext gehoben, lesen zu können. Schließlich geht es um die Dynamik menschlicher Bewusstseinsentwicklung.
Vielen Dank fürs Posten.
19.08.2009 um 00:24 Uhr
T.R.E.Lentze
Darum haben Frauen längere Haare. Deutlich zu sehen bei der Frau im Sparkassenposter.

Oder sehe ich das falsch?
18.08.2009 um 17:58 Uhr
Julia
Also man kann sich auch manches an den Haaren herbeiziehen...
MannPassAuf! Wider die Gräuel
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