MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Feminismus als an sich selbst verzweifelnde Männlichkeit. (27.05.2009)

Als die radikale Differenz-Feministin Mary Daly in einem Interview (Übersetzung) erklärte, sie sei kein Mensch, sondern eine Frau, da hätte sie eigentlich hinzufügen müssen: Ich bin kein ganzer Mensch. Diskutieren wir einmal die nachfolgenden Thesen:

  1. Wer den Mann studiert, der studiert den Menschen, also Mann und Frau.

  2. Wer die Frau studiert, der studiert nur die Frau.

  3. Wer den Feminismus studiert, der studiert den an sich selbst verzweifelnden Mann.
Zu These (1):

Der Mann umfaßt die Frau

Zu These (2): Wer die Frau studiert, der studiert nur die Frau.

Also nicht den ganzen Menschen. Was wäre dem noch hinzuzufügen? Etwa, daß es auch Dichterinnen und Philosophinnen gibt? Es gibt sie, aber wir erfahren durch sie nichts wirklich Neues.

Am deutlichsten kommt weibliche Einseitigkeit freilich dann zum Tragen, wenn Frauen nicht Erkenntnisse suchen, sondern Interessen vertreten. Nennen Sie mir nur eine Politikerin, die sich bemerklich für die Interessen von Männern einsetzt, etwa für Bedingungen, die eine gleich lange Lebenserwartung von Mann und Frau herbeiführen!

Umgekehrt setzen sich ausnahmslos alle männlichen Politiker auch, wenn nicht bevorzugt, für die Belange von Frauen ein. Darüber wird wohl kein Zweifel bestehen.

Zu These (3): Wer den Feminismus studiert, der studiert den an sich selbst verzweifelnden Mann.

Daß im Feminismus der an sich selbst verzweifelnde Mann zum Ausdruck komme, mag auf den ersten Blick als paradox erscheinen. Worüber aber schreiben und reden Feministinnen meistens? Über den Mann! Wofür hingegen interessieren Frauen sich meistens? Auch für den Mann; dies jedoch in einer Weise, die den Feministinnen gar nicht behagt!

Wenn Feministinnen über Frauen schreiben, dann fühlen diese sich nicht verstanden. Schreiben sie aber über Männer, dann wissen diese natürlich, daß sie - als Objekte des aus Rivalität geborenen Hasses - gemeint sind.

Damit kommen wir zu einer Kernfrage:

Sind Feministinnen überhaupt Frauen?

Nun, für einen Biologisten steht außer Zweifel, daß der Körper, genauer gesagt: seine primären Geschlechtsmerkmale, das Geschlecht eines Menschen definieren. Wie steht es aber, wenn ein Mensch, der sich gegengeschlechtig fühlt, aus diesem Grund eine chirurgische Operation vornehmen läßt? Hat er dann wirklich sein Geschlecht gewandelt - oder hat er nur eine Art Geburtsfehler korrigieren lassen?

In einem Emma-Artikel vom Januar 1981, betitelt "Das dritte Geschlecht", hat Alice Schwarzer das theoretische (und natürlich auch praktische) Dilemma treffend beschrieben:

Transsexuelle sind Menschen, deren Seele ein anderes Geschlecht hat als ihr Körper. Männer, die sich wie Frauen fühlen. Oder Frauen, die sich wie Männer fühlen. Ihr Konflikt zwischen Seele und Körper ist so groß, dass auch der Gesetzgeber seit 1980 die Anpassung des Körpers an die Seele erlaubt. Denn umgekehrt geht es nicht: die Seele ist stärker als der Körper, was nicht ohne Komik ist in einer Kultur, in der steif und fest das Gegenteil behauptet wird. [Hervorhebung durch mich]

(Zitat übernommen aus meinen Bausteinen zu einer Philosophie des Sexismus, worin ich mich zum Thema schon geäußert hatte.)

Nun wird sich Frau Schwarzer sicher nicht als eine Transsexuelle bezeichnen; immerhin wehrte sie sich sogar gegen ihre Kennzeichnung als Homosexuelle. Dennoch fällt auf, daß das Unverständnis zwischen Feministinnen und "normalen" Frauen bemerkenswert gegenseitig ist: Die Einen können mit jeweils den Anderen nichts anfangen.

So kennzeichnet etwa Christa Mulack Nicht-Feministinnen, also die überwältigende Mehrheit der Frauen, als "patriarchal infiziert". Ja, der Eindruck entsteht, daß sie "normale" Frauen überhaupt nicht versteht, im Grunde sogar leugnet. Männer hingegen leugnet sie nicht, sondern nimmt sie für voll, allerdings als zu reduzierende Invasoren.

Damit gelange ich zu einer Erweiterung meiner dritten These:

Feministinnen sind Männer, die eine dreifache Lüge verkörpern:
  1. Sie stecken im falschen - nämlich weiblichen - Körper;

  2. anstatt ihn zu reflektieren, identifizieren sich mit ihm, halten sich also für Frauen;

  3. sie projizieren ihr Problem nach außen, indem sie die wohl-inkarnierten Männer als Verursacher ihrer Einschränkungen erleben.

Die letztere Falschheit veranlaßte Christa Mulack zu dem ihr Hauptwerk (Natürlich weiblich. Die Heimatlosigkeit der Frau im Patriarchat) einleitenden Satz, den ich bereits andernorts zitierte:

Das männliche Geschlecht hat sich auf diesem Planeten so breit gemacht, daß weibliche Heimatlosigkeit die unausweichliche Folge ist.

Das läßt, wie gesagt, an eine Invasion denken, vielleicht von einem fremden Planeten, auf jeden Fall aber durch eine Spezies, die unter Kontrolle gehalten werden muß - was aber (aus feministischer Sicht) nicht gelungen ist. Denn diese Spezies hat ihr Gastrecht mißbraucht und die Herrinnen zu Fremden in ihrem eigenen Hause gemacht.

Ist es sinnvoll, auf die zahlreichen argumentativen Schwachstellen in diesem Buch einzugehen? Ich meine: nein, denn da hätten wir viel zu tun. Das Buch von Mulack ist ja nur eines unter vielen. Es hieße, die Hydra köpfen zu wollen, und das geht bekanntlich nicht. Wir haben es zu tun mit der Frau auf dem siebenköpfigen Tier, vgl. das Bild und seine Überschrift auf der Startseite:

Das weib uff dem thier sitzend / mit dem gülden becher des grewels [Gräuels] in der hand / wird angebetet von Königen und völckern der erden.

Es kommt also vielmehr darauf an, den Wirtsorganismus zu stärken. Den Wirtsorganismus, den bilden wir. Und wir brauchen die "Wohltaten" aus dem matriarchalen Goldbecher des Grauens nicht. Werden wir uns doch unserer Männlichkeit einmal voll bewußt und stellen wir fest:

Machen wir Schluß mit der Anbetung des Weibes auf dem Tier!


Kommentare:
04.06.2009 um 21:06 Uhr
T.R.E.Lentze
Riesenphallus: "wußtest DU, dass es auch kleine Männer und große Frauen gibt (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn).."

Natürlich, das sei unbestritten! Aber mir geht es um das Wesentliche, nicht um die Ausnahmen.
04.06.2009 um 21:04 Uhr
T.R.E.Lentze
Gästin: "Vermutlich können nur Frauenhasser deine Punkte und die Tatsache, dass jeder einzelne Punkt ohne weiteres widerlegbar wäre, verstehen bzw. letzteres ignorieren."


Ich zumindest hasse Frauen nicht. Sie sind für mich überhaupt kein Thema, weil sie simpel wie Kinder sind.

Es sind allein die Sexistinnen, die mich gedanklich beschäftigen, denn die denken wirklich kompliziert.

Siehe hierzu: http://www.mann-pass-auf.de/meinstellung.html
04.06.2009 um 20:12 Uhr
Riesenphallus
Danke lieber Vorgänger Kommentar..ich schließe mich an!

ein schönes Beispiel dass man in allen Texten das finden kann, was man sucht...ich frage mich nur, wieso Du soviel Energie in etwas steckst, wofür der Begriff "Schwachsinn" nicht ausreichend ist. Ach, ganz nebenbei, da ich annehme, dass Dein Fernrohr hinter dem Mond nicht bis auf die Erde reicht....wußtest DU, dass es auch kleine Männer und große Frauen gibt (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn)..
04.06.2009 um 13:54 Uhr
Gästin
In meinem ganzen Leben hab ich noch nie so viel Hirnverbranntes und Verdrehtes gelesen. Vermutlich können nur Frauenhasser deine Punkte und die Tatsache, dass jeder einzelne Punkt ohne weiteres widerlegbar wäre, verstehen bzw. letzteres ignorieren.

Vielleicht wärs ganz interessant und hilfreich, dich selbst mal zu hinterfragen, was dein wirkliches Problem ist?
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