MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

MannPassAuf! Von Drachen, Würmern und andern Weibs-Gräueln (4-5-09)

Hure_Babylon

Auf der Startseite von "MannPassAuf!"sehen Sie zwei alte bildliche Darstellungen eines Topos aus der Johannes-Apokalypse, nämlich die "Hure Babylon" oder das "Weib auf dem Tier". Und weil dieser Topos mich fasziniert, habe ich hier noch eine dritte, allerdings sehr idyllisch anmutende, geradezu verharmlosende Darstellung eingefügt. Wären da nicht die sieben gehörnten Köpfe des Reittieres, so würden Sie wohl nicht darauf kommen, daß es sich um eine apokalyptische Szene handelt!

Was es im Besonderen mit der Hure Babylon auf sich hat, können Sie - aus dem christlich-religiösen Blickwinkel - z.B. hier nachlesen. Insgesamt sind die Frauen-Darstellungen in der Apokalypse des Johannes polarisierend, aber ausgewogen, ähnlich wie die der beiden Städte: das Neue Jerusalem und das Alte Babylon. In dieser unseren Welt tritt aber deutlich nur der erschreckende Aspekt in die Erscheinung.

Im Falle der Frau ist dies ihre Aufwertung über den Mann, ja über den Menschen. Ich habe schon in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen:

Frau Mitscherlich sagte, die Zukunft sei weiblich, oder es gebe sie nicht; Erhard Eppler erhob die Überwindung der männlichen Gesellschaft zum Parteiprogrammm; S.M.Gearhart hat ihre Vorstellungen zur Endlösung der Männerfrage bereits beziffert; Mary Daly findet diesen Vorschlag (Reduktion der Männer auf 10% oder weniger) akzeptabel und stellt (vorbeugend ?) fest, daß sie gar kein Mensch sei, sondern eben Frau, also etwas Besseres, demnach wohl Göttliches.

Diese (Selbst-)Aufwertung geschieht jetzt weltweit. Sie nimmt sowohl in den UN-"Weltfrauenkonferenzen" wie auch z.B. in den "internationalen Matriarchats-Kongressen" der Öko-Feministin Göttner-Abendroth Gestalt an. Und wenn in letzteren der rituelle Selbstmord des Mannes gefeiert wird, so ist dies eigentlich nur die folkloristische Umsetzung dessen, was in der institutionalisierten Frauenbewegung programmatisch ist, nämlich die zunehmende Degradierung des Mannes - natürlich unter dem Vorwand des Kampfes gegen die (angeblich nur weibliche) Diskriminierung.


Der Drache, bisweilen "Lindwurm" genannt, erscheint mir als Sinnbild der weiblichen Ermächtigung sehr brauchbar. Nun, ist der Drache denn weiblich ? Zumindest ist er nicht eigentlich männlich; männlich sind mit Sicherheit nur seine Bezwinger.

Es ist wie mit den Würmern überhaupt: Oft sind sie Zwitter. Wo nicht, sind die weiblichen Formen meist größer als die männlichen; zumindest gilt das für die Eingeweidewürmer. Das sind gewissermaßen die Haus-Drachen des Menschen, innere Feinde in polarer Ergänzung zu den äußeren. So bringt es die Spulwürmin auf etwa vierzig Zentimeter und damit auf die doppelte Größe des Männchens. Die scheußliche Medinawürmin bringt es gar auf fast einen Meter, bis sie dann aus der Haut austritt. Die Männchen halten sich mit 3 Zentimetern dagegen ziemlich kurz.

Nun ist auffällig, daß die "inneren Feinde", wie ich die Eingeweide-Würmer nenne, eigentlich nicht leichter zu besiegen sind als die äußeren, z.B. Löwen oder Krokodile. Eher schwerer! Mit Schwerthieben ist ihnen jedenfalls nicht beizukommen. Im Falle der Medina-Würmin, die sich immerhin ans Licht wagt, wäre das sogar ausgesprochen kontraproduktiv, denn an der nachfolgenden Entzündung kann der Mensch zugrundegehn.

Noch schlimmer ist die - allerdings zwittrige - Fuchsbandwürmin. Ihre ausgewachsene Finne ist operativ nicht mehr zu entfernen, denn im Falle eines derartigen Versuches metastasiert sie im ganzen menschlichen Körper. Bandwürminnen sind Zwitter; aber den Finnen, zumal der genannten Spezies, eignet etwas durchaus Uterushaftes.

Ich muß gestehen, daß mich dieses schaurig-ekle Thema von klein auf fasziniert hat. Während sich aber meine kindliche Angst vor Krokodilen oder Drachen (von denen ich annahm, daß sie sich unter Schränken versteckt halten) altersgerecht gelegt hat, verfolgt mich ein höchst ambivalente Interesse an den inneren Parasitinnen weiterhin, verdirbt mir bisweilen den Appetit, erweitert aber auch meinen Erkenntnishorizont. Merkwürdig auch, daß mich mein Lebensweg ins matrifokale Afrika geführt hat, wo es immer noch vorkommt, daß Menschen von Krokodilen gefressen werden, und wo anderseits die inneren Würmer ein ständiges Thema sind. Sogar Karies wird Würmern zugeschrieben, die angeblich in der Zahnwurzel hausen!

Wie dem sei, der Wurm, sei es der Lind- oder der parasitische Wurm, bleibt zu bekämpfen. Es ist der Drache in tausend Gestalten. Dies wird ein notwendiges Thema bleiben.


Und auch seine Verharmlosung ist zu bekämpfen. Ist es nicht sonderbar, daß, zeitgleich mit dem Aufkommen des Feminismus, der Drache in unseren Kinder- und Jugendbüchern zu einem Kuschel- bzw. zu einem Reittier sich gewandelt hat?

Ich halte das für bedenklich schon aus pädagogischen Gründen, denn wenn das mythische Feindbild des Bösen entfällt, dann tritt an seine Stelle ein reales. Also etwa der Mann. Und dann ist eine Folgerung irgendwie ganz logisch, der sich auch Frau Mitscherlich angeschlossen hat: "Die Zukunft ist weiblich, oder es gibt sie nicht."

Diese Einstellung ist jetzt zur Ideologie geworden. Und ich trete an zu ihrer Bekämpfung. Man mag zur Existenz von Drachen stehen, wie man will; was Ideologien betrifft, so sind es jedenfalls wirkende Mächte.

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