MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Das gierige Geschlecht. (22-4-09)

Ich will hier nicht von scheidungswilligen Müttern und ihrer Unterhalts-Gier sprechen, und auch nicht von den gewöhnlichen Prostituierten; sondern es geht mir jetzt um den Artikel "Gier, Geschlecht und die Zukunft des Lebensraumes Welt" der feministischen Theologin Ina Praetorius. (Anmerkung 7-3-2010: Inzwischen ist der Artikel, soweit ich sehe, nicht mehr online zugänglich! Daher Verweis entfernt.)

"Im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise wird offen über die Hab-Gier als eine wesentliche Ursache verhandelt, allerdings kaum je darüber, dass es sich dabei fast ausschließlich um männliche Gier handelt."

Das mußte ja kommen ! - Gut, es ist die Gier, welche dem Übel zugrundeliegt, kein Zweifel; und ebenso zweifellos sind es Männer, die in der Finanzwelt das Sagen haben. Hier aber eine Verbindung herzustellen, so als würden Frauen, wenn sie nur Gelegenheit hätten, nicht dem gleichen Übel verfallen, das ist blanker Sexismus. Und es kommt noch dicker:

"Zwar hat der Begriff der "Testosteronkrise" am Beginn des Bankendebakels eine gewisse Verbreitung erlangt. Die meisten Menschen scheuten sich aber schon bald wieder, diesen Begriff öffentlich zu gebrauchen, da er verhemente, schwer erträgliche Abwehrreaktionen hervorruft."

Wohlgemerkt: Nicht der Begriff ist nach Meinung von Praetorius schwer erträglich, sondern die Reaktionen der Abwehr sind es. Also der Anti-Sexismus. Aber vielleicht sollten wir es hier nicht so genaunehmen, da es sich ausdrücklich um einen Diskussionstext, also um eine vorläufige Fassung handelt. Antje Schrupp, die zu erwähnen mein vorangehender Beitrag mir Anlaß gab, hat mir wohlmeinend die Lektüre empfohlen, damit ich sehe, was passiert, wenn das Fehlen der Frauen oder des Weiblichen überhandnimmt.

Nun, es passiert dann - nach Ina Praetorius - eigentlich alles, was bei ungebremster Gier so passieren kann: Klimawandel, weltweit zunehmende AIDS-Erkrankungen, und eben die globale Finanzkrise. Das liegt somit alles an den Männern, also am falschen, genauer: am gierigen Geschlecht. Und natürlich helfen dagegen weder Kondome noch Werte und Normen, etwa Enthaltsamkeit, denn das sind ja Dinge, die durch Männer erdacht worden sind und zulasten von Frauen gehen.


Was wäre eigentlich, wenn es Männer nicht mehr geben würde, jedenfalls nicht mehr in unmittelbarer Nähe von Frauen ? Sally Miller Gearhart hat eine solche Utopie entworfen, siehe The Wanderground, Stories of the Hill Women (deutsch: Das Wanderland, Geschichten von den HügelFrauen, 1980). Mit Technik ist da Schluß, aber die ist ja auch nicht überlebenswichtig. Sie wird ersetzt durch magische und telepathische Praktiken, so wie wir sie aus matrifokalen oder gynozentrischen, also aus "primitiven" Gesellschaften bereits kennen.

Das Dilemma ist nur, daß die Kritikerinnen der männlichen Gier nicht dauerhaft so leben wollen. Sie sind wie verwöhnte Kinder, die ihre Erzieher in Grund und Boden kritisieren, anderseits aber sicher nicht froh wären, wenn sie sich in die Banden marodierender Kinder einfügen müßten, die es in den Slums gewisser Städte tatsächlich gibt.

Wer oder was finanziert eigentlich die Kulturform Feminismus ? Natürlich das Patriarchat. Frauen leben überhaupt zum großen Teil vom Geld, das Männer erwirtschaften und u.a. in die Sozialkassen einzahlen. - Ja, heißt es dann, die Arbeit der Frauen wird eben nicht angemessen entlohnt. Doch seien wir ehrlich: Das Märchen von der ungleichen Entlohnung glaubt nur noch, wer zu sehr einfachen Internet-Recherchen nicht willens oder nicht in der Lage ist. Und vor Allem zeigt sich regelmäßig, daß Frauen, die sich typisch männliche Leistungen abverlangen (wozu auch die Übernahme großer Verantwortung gehört) mit Feminismus nichts mehr am Hut haben. Sie sind eben erwachsen geworden.


Der Vergleich von Frauen mit Kindern vermag auch das heutige emotionale Verhältnis von Männern und Frauen zu beleuchten. Männer haben keine Angst vor "starken", d.h. erwachsenen Frauen; sie fürchten keine gleiche Augenhöhe, im Gegenteil, sie wären froh, wenn es sie gäbe, und wenn Frauen auch mal bereit wären, "nach unten" zu heiraten. Männer sind einfach genervt von Frauen, die schlecht erzogenen Kindern gleichen. Wer kennt sie nicht: Kinder, die alles besser wissen, die uns Vorträge halten über unsere Rechte und Pflichten als Erzieher, ja die uns aufklären über die Höhe unseres Strafmaßes im Falle einer Ohrfeige, während sie gleichzeitig ihre eigene Straffreiheit ausnützen.

Ähnlich steht es nämlich mit der Machtverteilung zwischen Mann und Frau: Auch wenn der Mann physisch stärker ist und das materielle Wohl der Familie garantiert, so ist regelmäßig er es, der auf bloße Anschuldigung seitens der Frau die Wohnung zu verlassen hat. Die faktische Beweislast-Umkehr macht's möglich. Massenhafter Kindklau in Tateinheit mit Unterhalts-Abzocke ist eine weitere Ursache für die zunehmende Verunsicherung von Männern.

Und somit ist das Patriarchat, der Garant von Ernährung, Versorgung und Sicherheit - das ist nämlich sein Sinn und sein Zweck -, obselet geworden. Das Patriarchat beruht auf Freiwilligkeit, so wie jede Elternschaft, aber es bedarf auch der Dankbarkeit, um seine Träger nicht zu entmutigen.


Um es ganz direkt zu sagen: Es ist weibliche Gier, welche das Patriarchat degradiert, so wie es auch die Gier von schlecht erzogenen (oder genuin schwer erziehbaren) Kindern ist, welche die Eltern entmutigt. Und ebenso wie es Kinder gibt, die uns sehr vernünftig erklären können, was wir alles falsch machen und besser zu machen hätten, so gibt es feministische Theologinnen, die uns sehr nett erklären können, was menschliche Gier bewirkt. Und wo wir sie antreffen - eben im Patriarchat.

Das nervt! Übrigens lese ich die Texte von Ina Praetorius gerne, ebenso wie die aus ihrem Freundeskreis. Ich habe auch Kinder gerne in meiner Nähe, und ich erkenne auch ihre Daseinsberechtigung an. Nur nicht ausgerechnet auf einer Baustelle oder hinter dem Steuer eines Autos, um mich bildlich auszudrücken. Es gibt einfach Bereiche und Zonen, in denen Unreife nicht mehr reizvoll wirkt und Freude bereitet, sondern nervös macht, weil sie ein Risiko darstellt, zumal wenn sie sich dann noch mit Ansprüchen verbindet.

Die Gier wechselt ihr Gesicht mit jedem Lebensalter und jeder Verantwortungsstufe; sie ist nicht Merkmal einer Rasse, eines Volkes oder eines Geschlechts.


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