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von Matriarchat und Gynokratie.

Diktatur des Proletariats - Diktatur des Feminats. (12-1-09)

Es lassen sich vergleichen zwei ideologische Programme zur Schaffung eines neuen Menschen:

Beide Programme zielen auf die Schaffung einer klassen-losen bzw. geschlechts-losen Gesellschaft, und beide greifen emanzipatorische Hoffnungen auf, die letztlich wiederum auf der Jahrtausende alten christlichen Heilserwartung beruhen. Es geht darin um die Gerechtigkeit als wesentlicher Bestandteil einer zukünftigen besseren Welt. Irgendwie, in einer erst zu bestimmenden Weise, hat die versprochene Gerechtigkeit etwas zu tun mit Gleichheit.

Nun wird bzw. wurde in beiden Programmen aber nicht Gleichheit oder Gerechtigkeit verwirklicht, sondern eine neue, entgegensetzte Ungleichheit, die sich aber als gerecht versteht. Im Marxismus handelt es sich um die sogenannte Diktatur des Proletariats; im Gender-Meanstreaming-Programm um eine - nicht sogenannte, aber als solche erkennbare - Diktatur des Feminats. In beiden Fällen soll es sich um vorbereitende und vorübergehende, insofern jedenfalls notwendige Zustände handeln.

Bezeichnend für die Diktatur des Proletariats ist es gewesen, daß nicht wirklich eine werktätige Klasse geherrscht hat, sondern eine Politikerkaste. Diese tat es angeblich "im Namen" des Proletariats, tatsächlich aber im eigenen Interesse und mit einer Despotie, welche die Despotie der ursprünglichen herrschenden Klasse oft noch übertraf. Für die Diktatur des Feminats gilt Ähnliches. Es gibt eine herrschende Kaste sehr aktiver Feministinnen, die den Anspruch erheben, die Interessen aller Frauen zu vertreten. Durch diese Kaste wurde die maßgebliche deutsche Ideologin des Lesbo-Feminismus in Deutschland, A. Schwarzer, staatlicherseits hoch dekoriert, obwohl die Mehrheit der deutschen Frauen in Schwarzer durchaus nicht ihr Vorbild erkennt.

Halten wir fest:

  1. Bisher führte jeder Versuch zur Herstellung einer klassenlosen Gesellschaft zu einer Umkehrung der bestehenden Klassenordnung mit bürokratisch-despotischen Zügen, aber - entgegen der marxistischen Ideologie - nicht zu einer klassenlosen Gesellschaft. Daraus leite ich ab:

  2. Der gegenwärtige globale Versuch zur Herstellung einer geschlechtslosen Gesellschaft führt zwangsläufig zu einer Umkehrung der früheren Geschlechterordnung, ebenfalls mit bürokratisch-despotischen Zügen, aber - entgegen der GM-Ideologie - keinesfalls zu einer geschlechtsneutralen Gesellschaft.

Das, was wir gegenwärtig beobachten, scheint meine Ableitung vollständig zu bestätigen. Sie ist inhaltlich übrigens mustergültig vorformuliert in dem Titel, den Michael Bock seinem Essay gab: "Gender-mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik". Was ihm übrigens teuer zu stehen kam. Aus einem Leserbrief von Torsten Klier in der FAZ:

Wie streng die Sanktionen gegen Andersdenkende sind, erfuhr 2004 Prof M. Bock (Uni Mainz), der wagte Gender-Mainstreaming als totalitäre Steigerung der Frauenpolitik zu bezeichnen. Der Wissenschaftsminister untersagte ihm unter Androhung disziplinarischer und strafrechtlicher Konsequenzen, Derartiges weiter zu publizieren. "Diskutieren wollte niemand, dagegen bekam ich anonyme Droh- und Schmähanrufe sowie soziale Distanzierungen und Ridikülisierungen", sagt der Wissenschaftler, der heute pflichtgemäß die Klappe hält.

Wie stellt sich dazu die gegenwärtige deutsche Männerbewegung ?

  1. Es scheint die Neigung vorzuherrschen, die frühere (weltweit freilich noch überwiegend bestehende) "Rollenverteilung" der Geschlechter in D keineswegs neu zu beleben. Dahinter steht offenbar ein neomarxistisch-soziologistisches Weltbild, welches natürliche Hierarchien durch "Rollen-Zuweisungen" ersetzt hat. Jedenfalls möchte man nicht für "reaktionär" oder "rückschrittlich" gelten oder gar Vorwände liefern, rechtslastig zu sein. Man fordert stattdessen "Gleichberechtigung", gewissermaßen also die klassenlose Gesellschaft inbezug auf die Geschlechter.

  2. Gleichwohl wird die tatsächliche Diktatur des Feminats nicht hingenommen, in einschlägigen Foren vielmehr zum Gegenstand alltäglicher Empörungs-Rituale gemacht. Daß sie aber die notwendige Folge der "Gleichberechtigung" bzw. Klassenlosigkeit ist, wird, trotz Wissen um den Ausgang der marxistisch orientierten Gesellschafts-Experimente, nicht eingesehen. Vielmehr wird gehandelt aus Denk-Gewohnheiten, welche eine Diktatur, besser gesagt: eine Despotie, sei es des Proletariats, sei es des Feminats, zwangsläufig herbeiführen müssen.

  3. Eine gewisse Fraktion innerhalb der Männerbewegung, die sich um die sorgfältige Dokumentation bestehender männlicher Benachteiligungen verdient gemacht hat, übt sich zudem im vorauseilenden Gehorsam, indem sie sich einer demonstrativen Intoleranz gegenüber Andersdenkenden befleißigt. Bisweilen kommt dieser Ausgrenzungs-Eifer in "öffentlichen" Distanzierungen zum Ausdruck. Er bekundet das ideologische Erbe des Marxismus, welchem der Führerkult, das Machtgerangel und das Blockwart-Denken nicht unbekannt ist.

Meine Empfehlungen hinsichtlich eines erfolgreichen Vorgehens gegen die Diktatur des Feminats:

Restloser Verzicht auf das (neo-)marxistische und soziologistische Denkmodell der "Rollen-Zuweisungen" als Ersatz für natürliche Ordnungen. Ebenso Verzicht auf das biologistisch-reduktionistische Denkmodell, welches im Menschen nichts weiter als ein intelligentes Tier zu erkennen vermag. Beide Denkmodelle entstammen einer materialistischen Epoche, welche zeitgleich den Marxismus und den Feminismus auf dem Gewissen hat. Notwendig ist vielmehr eine Rückbesinnung auf die abendländische Tradition, in der Begriffe wie Naturrecht, Menschenwürde, Freiheit, Selbstbestimmung und Transzendenz einander nicht ausschließen.

Letztlich wird Handlungsfähigkeit inbezug auf die Diktatur des Feminats nicht zu erreichen sein ohne den Mut, die Transzendenz (den Überstieg) über das verstandesmäßig Berechenbare hinaus ins Auge zu nehmen. Wer die göttliche Urbildlichkeit des Menschen leugnet, der schafft penetrante Missionare soziologistischer und biologistischer Ersatz-Religionen, in derem Gefolge die Despotien in vermeintlicher Stellvertretung des Proletariats bzw. der Frauen überhaupt erst möglich werden.

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