MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Deutsche Gender-Krake streckt ihre Tentakel bis in die entferntesten Weltgegenden aus. (26-12-08)

Wenn der DED ins Land kommt, dann bringt er Tod den Traditionen. Denn der DED, das ist der Deutsche Entwicklungsdienst. Welche Wickel aber ent-wickelt dieser Meister aus Deutschland ? Denkt man darüber nach, so erkennt man, daß "Entwicklung" hier das falsche Wort ist. Entwickeln heißt ja, etwas zu entfalten, das schon angelegt ist. Gender Meanstreaming ist aber nicht angelegt, weder in Menschen noch in Kulturen. Im Gegenteil, es muß erst "implementiert" werden. Das aber kann zu einem ziemlichen Krampf geraten. Denn jetzt müssen Frauen, die bislang in Frieden gelebt haben, "sensibilisiert" werden - nämlich dafür, daß sie eigentlich gar nicht zufrieden sind. Wie macht man das ?

Der Aufenthalt in einem so kleinen Land wie Benin (Westafrika) bringt für den deutschen Besucher den Vorteil, daß er Entwicklungen in statu nascendi beobachten kann, die sich bei uns längst unbemerkt vollzogen haben und auch kaum mehr beeinflußbar sind. Dort, genauer gesagt in Parakou, lebt eine Frau, die der DED für seine Gender-Ideologie gewonnen hat. Natürlich nicht nur dort. Ich greife das nur auf, weil ich selbst einige Jahre meines Lebens dort verbracht habe; und weil mir soeben das Interview mit besagter Frau, Yari heißt sie, auf der DED-Webseite aufgefallen ist. Frau Yari ist tätig für ein "Demokratieförderungsprogramm zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in Benin", genauer gesagt : für Gender, Gleichberechtigung und Rechte der Frauen. Anscheinend fallen diese nominell unterschiedlichen Ziele doch alle irgendwie in eines zusammen.

Savannenlandschaft bei Parakou

Typische Savannenlandschaft bei Parakou (Eigenes Foto)

Wodurch konnte Frau Yari gewonnen werden ? Welches erlebte Unrecht motiviert sie ? Schwer zu sagen!

Meine Eltern waren ein sehr harmonisches Paar, das seine Kinder sehr liebte und umsorgte und sich viel Mühe bei ihrer Erziehung gab.

Insbesondere an den Vater hat sie eine gute Erinnerung.

Zusammengefasst kann ich sagen, gab es viele Ermutigungen und Motivierungen, die es meinen Geschwistern und mir ermöglichten, gute Ergebnisse zu erzielen und das Abitur zu machen.

Soweit also ging es ihr gut. Aber dann war da ein Schlüssel-Erlebnis:

Im Jahr 1998 hatte ich die Chance, an einer internationalen Konferenz in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, teilzunehmen. [...] Auf dieser Konferenz begriff ich die Bedeutung des Themas Gender. [...] Zu diesem Zeitpunkt stellte ich fest, dass es keine wirkliche Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern gibt.

Das muß ein Kulturschock gewesen sein. Und jetzt soll Frau Yari zeigen, was sie gelernt hat. Auf die Frage der Interviewerin, welche Rollenzuweisungen und Gegebenheiten diese Gleichberechtigung behindern, wird Frau Yari nachdenklich:

Das ist eine sehr wichtige Frage.

Warum eigentlich?

Ich denke, man muss erst einmal erkennen, dass es Rollenzuweisungen und Aufgabenverteilungen nach Geschlecht, also nach Frauen und Männern unterschieden, in der Gesellschaft Benins gibt: Diese Arbeiten sind gut für den Mann, jene für die Frau, wie zum Beispiel den Hof zu fegen.

Seltsam, wir haben doch längst alle erkannt, daß es in einer traditionellen Gesellschaft Rollenzuweisungen immer schon gab. Insbesondere Frau Yari weiß es. Anscheinend hat sie es auch nie als ungerecht empfunden. Daß es ungerecht sei, empfindet oder glaubt sie offenbar erst jetzt, nachdem es ihr gesagt worden ist. Und weil sie sich in diesem neuen Glauben wohl noch nicht ganz sicher ist, beginnt sie, das, was sie gelernt hat, brav zu reproduzieren - einschließlich der ideologie-inhärenten Ungereimtheiten.

In der Vorschule übertrifft die Anzahl der Mädchen noch die der Jungen. Doch bereits in den Klassen, in denen die Thematik schwieriger, das Lernen ernsthafter wird, beginnt die Zahl der Jungen zu steigen und die der Mädchen zu sinken. In den Abschlussklassen der höheren Schulen findet man nur noch wenige Mädchen. Wie lässt sich das erklären?

Soweit ihre rhetorische Frage.

Nun, die Erklärung ist ja vielleicht ganz einfach: Jungen und Mädchen sind verschieden; sie haben unterschiedliche Begabungen. Das aber widerspricht der neuen Ideologie vom Menschen. Also erklärt Frau Yari, daß das Mädchen nicht zu den Hausaufgaben kommt, weil es der Mutter helfen muß. (Böse Mutter!) Und der Junge? Der setzt sich vor den Fernseher, gemäß dem väterlichen Vorbild. Daß aber auch er dann von den Hausaufgaben abgehalten wird, fällt der Frau Yari nicht auf.

Ebenso scheitert, aus meiner Sicht, ein weiterer Erklärungsversuch:

Zudem gehen die Mädchen häufig in der zweiten Klasse der höheren Schule ab, um in arrangierte Ehen verheiratet zu werden.

Bei der vorzeitigen Heirat aber dürfte es sich, ebenso wie bei einer Unterbringung im Kloster, wohl eher um eine Notlösung handeln. Wozu tritt sonst das Mädchen den Schulbesuch überhaupt erst an ? Klar und deutlich erkennt Frau Yari:

Wir trauen uns nichts zu, und die Männer trauen uns nichts zu.

Darin herrschte also immer schon Konsens, und damit konnte man leben. Jetzt aber herrscht GM, und die Suche nach den "Ursachen" beginnt.

Es folgt jetzt seitens der Interviewerin eine echte Prüfungsfrage:

Nur fünf Frauen unter insgesamt 83 Abgeordneten haben den Einzug in die Legislative geschafft. Was sind Deiner Meinung nach die Gründe für dieses große Ungleichgewicht?

Antwort:

Die Gründe sind zahlreich.

Welche das sind, wird aber nicht klar. Ersatzweise beschreibt Frau Yari in immer neuen Anläufen, daß es so ist, wie es ist. Ergebnis:

Wir werden es so nicht schaffen, deutlich zu machen, was wir Frauen wollen.

Ja, was wollen "wir Frauen" denn ? Sind es die falschen Frauen, müssen sie erst konditioniert werden ?

Dorf im nördlichen Benin

Dorf im nördlichen Benin (Eigenes Foto)

Zuletzt stellt die Interviewerin - oder Prüferin ? - die GM-typische Frage nach den Strategien, insbesondere nach den Strategien der Sensibilisierung. Und Frau Yari erkennt sofort: Das größte Hindernis sind die Frauen selbst. Die sehen einfach nicht ein, daß sie sich ändern müssen. Im Gegenteil, sie sind mit der Ungerechtigkeit zufrieden ! Es ist doch unglaublich:

Eine Frau, die vom Morgen bis zum Abend mit häuslichen und gemeinschaftlichen Arbeiten überlastet ist, fühlt sich dennoch möglicherweise wohl damit. Manche Frauen finden es in Ordnung, so zu leben. [...] Und deshalb muss man strategisch denken, um wirklich einen Erfolg erzielen zu können.

Der Rest dreht sich um Methoden, Kampagnen, Sensibilisierungs-Kampagnen, eben um die "Strategien", Worte, die jetzt ständig wiederholt werden und den Text inflationieren.

Man muss zuerst einmal diese Sensibilisierungen mit jeder sozialen Gruppe extra durchführen [...] Dies ist ein wichtiger Punkt. Der zweite wäre, dass die zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Entwicklungsdienste ab heute mit den Sensibilisierungen bei den Jüngsten ansetzen, das bedeutet bei den Kindern. Ich denke die Organisationen würden viel mehr Erfolge erzielen, wenn sie ihre Informations- und Sensibilisierungskampagnen an der Basis bei den Kindern beginnen würden. In fünfzehn oder zwanzig Jahren könnte man dann bereits sehen, dass etwas ankommt. Und um Erfolg zu haben, ich sagte es bereits, muss man über einen langen Zeitraum an diesen Sensibilisierungen arbeiten.

Diese Arbeit beginnt jetzt eigentlich immer, wenn der DED ins Land kommt. Anfänglich ging es mehr darum, den Hunger zu bekämpfen, Straßen zu bauen. Jetzt kommt die Gesellschaft dran, der neue Mensch muß her. Was machen bloß deutsche Sextouristinnen, wenn es auch in Afrika bald keine richtigen Männer mehr gibt ?

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