MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Gibt es für Männer Menschenrechte ? (18-12-08)

Von Menschenrechten, die für Männer gelten, liest und hört man nichts. Hingegen hört man von

Spätestens bei der letzten Gruppe kommt freilich das Gefühl auf, daß möglicherweise etwas nicht stimmt. Nicht, weil Tiere keine Menschen sein könnten bzw. Menschen keine Tiere. Vom biologischen Standpunkt gilt der Mensch durchaus als ein Tier; vom philosophischen zunehmend auch (wiewohl ich das bedaure).

Doch zum Recht gehört auch die Pflicht. Niemand aber wird Tieren Pflichten beimessen. - Weiterhin: Der Anspruch auf Rechte beinhaltet die Achtung der Rechte Anderer. Klar, daß kein Tier dazu in der Lage ist. - Ferner: Wer Rechte beansprucht, muß sie auch geltend machen. Tut das ein Anderer für ihn, dann stellt sich sofort die Legitimitätsfrage. - Schließlich: Rechte beruhen auf Verträgen. Daß aber Tiere vertragsmündige Wesen seien, wird niemand behaupten.

Es reicht vielleicht also, Tieren Schutzwürdigkeit zuzuerkennen, was in Deutschland bereits 1933 durch das Tierschutzgesetz geschehen ist. Rechtsfähig müssen Tiere deshalb nicht sein; vor Allem nicht menschen-rechtsfähig.


Wie aber sieht es mit "Menschenrechten für Kinder" aus?

Kinder sind eindeutig Menschen. Allerdings nicht ganz vollwertige, wie es scheint. Können sie die Menschenrechte in ihrer Gesamtheit verstehen ? Mit welchen Einzelrechten davon können sie überhaupt etwas anfangen ? Was sind ihre Pflichten ? Hier gibt es jedenfalls Einschränkungen.

Es kommt hinzu, daß Deutschland die UNO-Kinderrechte-Konvention, also einen Teil oder Ableger der Menschenrechte-Konvention, nicht voll ratifiziert hat. Und zwar wegen eines Passus, der unvereinbar sei mit unserem Grundgesetz.

Halten wir fest: Nicht nur für Tiere, nein, auch für Kinder gibt es keine Menschenrechte, jedenfalls nicht uneingeschränkt und nicht zweifelsfrei.


...und für Frauen?

Daß es für Frauen Menschenrechte gibt, scheint zunächst unbestreitbar. Gewisse Frauenrechts-Organisationen behaupten sogar: "Frauenrechte sind Menschenrechte". Aber schon die Übertreibung und Mißverständlichkeit dieser Formulierung läßt Zweifel aufkommen. Übertrieben und - wahrscheinlich gewollt - mißverständlich ist diese Formulierung, weil sie nicht lautet: "Menschenrechte beinhalten Männerrechte und Frauenrechte", sondern vielmehr Frauenrechte und Menschenrechte identifiziert.

Nun aber: Wozu haben Frauen sich verpflichtet ? Zum Militärdienst oder irgendeinem Ersatzdienst bekanntlich nicht. Auch nicht zu einer paritätischen Beteiligung an der Ausübung der schweren, gesundheitsschädlichen, gar lebengefährlichen Berufe. Die müssen Männer zwar auch nicht individuell zwangsweise ausüben, doch faktisch bleibt ihnen nichts anderes übrig; der Zwang ist strukturell.

Was nun die Rechte der Frauen betrifft, so tritt hier die Ungleichheit mit den Männern besonders deutlich hervor. An der Legislative zeigt sich das freilich weniger als an der Judikative (Rechtssprechung, vor allem im Familien- und Strafrecht) und an der Exekutive (polizeiliches Eingreifen bei häuslicher Gewalt). Pränatale Tötung von Kindern durch Frauen ist straffrei, die postnatale Tötung oft genug auch.

Sind Frauen überhaupt voll rechtsfähig ? Der Richter Vultejus hat dies im Rahmen eines öffentlichen Bekenntnisses implizit verneint, indem er angab, in Übereinstimmung mit der geläufigen Rechtspraxis Frauen milder zu bestrafen. Es darf also gefolgert werden, daß Frauen tatsächlich weniger rechtsfähig sind als Männer. Die instinktive Rücksicht, mit welcher Männer auch in post-patriarchaler Zeit den Frauen begegnen und ihnen Vorzugszugsbehandlungen gewähren, dürfte die mangelnde Rechtsfähigkeit der Frauen vollends belegen.


Warum aber spricht niemand von Menschenrechten für Männer?

Entweder ist es zu selbstverständlich; oder aber das Gegenteil ist eingetreten: es besteht eine begründete Scheu, an der Selbstverständlichkeit von Menschenrechte für Männer zu erinnern. In diesem Fall hätten wir zu fragen: Was begründet diese Scheu ? Hat man den Männern zu viel versprochen, als man sie ihrer Menschenrechte versicherte ?

Und in der Tat: Wenn es Teil der Menschenrechte ist, als Individuum oder als Angehöriger einer Gruppe mit Würde behandelt und nicht verunglimpft zu werden, dann findet seit Jahrzehnten zunehmend eine Menschenrechtsverletzung statt, die keineswegs Frauen, Kinder und Tiere, wohl aber Männer betrifft. Gibt es also Menschenrechte auch für Männer, dann muß man die Frage aufwerfen - selbst eine Feministin wie Doris Lessing hat sie gestellt -, warum Männer als Subjekte von Ansprüchen inbezug auf grundlegende Menschenrechte nicht mehr in Erscheinung treten.


Zum Vergleich: Ist Gott rechtsfähig ?

Im alten Rom hatte der religiöse Bezug auch vertraglichen Charakter: Den Göttern wurde von staatlich beauftragten Priestern Opfer dargebracht; allerdings nur so lange, als man sich der erwarteten Gegenleistungen (Ernte, Kriegsglück u.a.) sicher war. Anderenfalls wurden die Leistungen eingestellt und u.U. die göttlichen Vertragspartner gewechselt. Doch dies nur am Rande. Wer von Gott redet, denkt dabei eher an Jahwe (gleichbedeutend mit Jehova), und an seinem Bund mit dem sogenannten Auserwählten Volk.

Dieser Hochgott mag in vorliegender Untersuchung als Verlängerung der Linie Tier-Kind-Frau-Mann dienen; als eine Verlängerung zum Pol der Rechtsfähigkeit und zugleich Irrelevanz. Erinnern wir uns: Nur der Mann ist, strenggenommen, ein unzweifelhaft vollkommenes Rechts-Subjekt. Zugleich wird er als solches aber nicht ausdrücklich erwähnt; ja er wird heute sogar verachtet, besser gesagt, er läßt sich verachten. Gesteigert finden wir dies bei dem Hochgott des Alten Testaments. Theoretisch ist er das vollkommene Rechtssubjekt, da er sowohl ein umfassendes Bewußtsein hat, als auch über eine umfassende Handlungsfähigkeit verfügt. (Daß man ihm keine Menschenrechte zuspricht, liegt daran, daß er sie übersteigt und gleichzeitig normiert.)

Ebenso gesteigert finden wir an dem Hochgott die verübte Ignoranz und Verachtung, wobei sich die Ignoranz bis zur entschiedensten Leugnung steigern kann und die Verachtung bis zum produktiven Haß, der bereits Bibliotheken an Pamphleten produziert hat. Demnach ist zumindest der Gott des Alten Testaments ein Willkür-Herrscher, Anstifter zum Völkermord, Macht-Mißbraucher, Unterdrücker usw., und jedenfalls verantwortlich für alles Übel in der Welt.


Wie geht es nun weiter?

Der "Gender Mainstream", also der jetzt geschlechtlich-ideologisch dirigierte Hauptstrom, hat seine Quelle (Gott, den Schöpfer) längst vergessen bzw. im Rückblick zu Tode verleugnet. Soeben läßt er auch den Mann hinter sich. Das Weib hat er bereits voll aufgeschwemmt; morgen wird er Kinder, dann Tiere zu Rechtsträgern erhöhen. Sobald er bei diesen wirklich angelangt ist, wird er das Weib entwerten, so wie vorher den Mann und noch früher Gott. Und am Ende hätten wir genau den Zustand, den die Offenbarung des Johannes beschreibt, nämlich die Herrschaft des Tieres und die größtmögliche Entfernung von Gott.


Soweit könnte es kommen. Aber muß es soweit kommen?

Ich bin nicht sicher, ob die Offenbarung eine Notwendigkeit beschreibt oder eine Möglichkeit. Aber sicher bin ich mir, daß, wenn es so weit kommt, auch die terrestrischen und kosmischen Katastrophen eintreten, von denen dort bildlich die Rede ist. Zunächst einmal aber findet eine gesellschaftliche Katastrophe statt. Denn so wie Kinder abhängig sind von Erwachsenen, so sind Frauen abhängig von Männern.

Und gerade da, wo sich die Abhängigkeit der Frauen von den Männern mit Zahlen belegen läßt, da ist sie auch belegt. Es findet ein ungeheurer Geld-Transfer von Männern zu Frauen statt, man ersieht es aus Statistiken. Sollten nun Männer an den Belastungen des Feminismus kollektiv zusammenbrechen oder die Rebellion antreten, etwa durch einen organisierten Zeugungs- oder Arbeitsstreik (schon jetzt ist die deutsche Geburtenrate die niedrigste der Welt, und wandern jährlich etwa 150.000 leistungswillige Männer aus), dann wird das die ganze Gesellschaft grundlegend verändern.

Ebenso aber wie die Frau vom Mann, so ist der Mensch, insbesondere der Mann, abhängig von Gott. Das wird heute freilich meist schon geleugnet. Anderseits ist die Tatsache, daß Gott gehaßt wird, eigentlich ein Beweis seiner Existenz; denn man kann nicht hassen, selbst nicht "ignorieren", was es ohnehin nicht gibt. Und übrigens unterscheidet sich die Leugnung Gottes gar nicht mehr so sehr von der Leugnung des Mannes. Von Gott heißt es seit Nietzsche, daß er tot sei. Vom Mann heißt es zwar noch nicht, daß er tot sei, wohl aber, daß er irgendwie irrelevant sei: "Eine Spezies wird besichtigt", "Was vom Manne übbrigblieb", usw., gemäß geläufigen Buchtiteln.

Hier trennen sich die Wege derer, die an den lebendigen Gott glauben, und derer, die ihren Horizont bereits abgesteckt haben. Und es ist bezeichnend, daß unter den Männerrechtlern, d.i. die "Fraktion 1" innerhalb der Männerbewegung (s. den vorigen Beitrag in diesem Weblog), der Atheismus anscheinend genau so verbreitet ist wie unter den Erhalterinnen des gynokratischen Systems. Für die "Fraktion 2" gilt das meines Wissens nicht. Eine Männerbewegung aber, die Gott leugnet, leugnet damit die Quelle, an der Männer sich regenerieren können. Ich bezweifle, daß sie dauerhaft erfolgreich sein werden.

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