MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Erhard Eppler, Otto Weininger und die menschliche Gesellschaft. (6-12-08)

"Liebe Genossen [...]: ich muß Euch ein Geständnis machen. [...]

'Wer eine menschliche Gesellschaft will, muß die männliche Gesellschaft überwinden.'

Dieser Satz stammt nicht von einer radikalen Feministin, sondern von mir. Und ihr dürft ihn getrost ins Hamburger Programm übernehmen."

Da steht er nun auch, auf Seite 41 unten. Wie aber ist dieser Einfall von Erhard Eppler und seine Akzeptanz durch die "Genossen" (darunter Hans-Jochen Vogel und Kurt Beck) zu bewerten ? Man kann ja verharmlosend sagen: Gefahr droht nicht, denn physische Vernichtung von Männern war nicht gemeint. Immerhin ist Eppler ja selbst ein Mann. Ein Parallelvorgang zur Judenvernichtung sei also nicht zu befürchten.

Doch vergleichen wir dazu eine ähnliche Äußerung von Otto Weininger in seinem Buch "Geschlecht und Charakter". Am Ende eines Kapitels, in dem er sich 40 Seiten lang mit dem Judentum befaßt, schreibt er:

"Christus war Jude, aber nur, um das Judentum in sich am vollständigsten zu überwinden."

Was Weininger hier auf Christus bezog - ich habe den Satz herausgegriffen, weil darin das Wort "überwinden" vorkommt -, bezieht er allerdings auf den Menschen schlechthin. Sinngemäß: Wer die menschliche Gesellschaft will, muß die jüdische überwinden. Denn der Mensch kann nur insoweit Mensch bleiben oder werden, als er das Jüdische aus sich heraussetzt. Das Jüdische steckt mehr oder weniger in jedem, selbst noch im arischsten Menschen. Es ist - nach Weininger - die Bedrohung des Menschlichen schlechthin.

Auch hier kann man natürlich zugeben, daß Weininger keineswegs die physische Vernichtung der Juden im Sinne hatte. Ferner, daß er selber Jude war, und dies auch in einer Fußnote vermerkte. Dennoch kann man sich auch fragen: Sind derartige Äußerungen vorbereitend gewesen für die späteren katastrophalen Ereignisse ?

Zwingend ist dieser Zusammenhang freilich nicht, zumal Weininger sich in ähnlich abwertender Weise auch über das Weib geäußert hat und ein Gynozid (Massenmord an Frauen) gleichwohl nicht zu befürchten ist. Dennoch sollten wir uns fragen, ob in einem bereits etablierten Klima der globalen Dämonisierung des Mannes Äußerungen wie die, welche jetzt im Programm einer Volkspartei steht, eine verstärkende Wirkung haben könnten. Ein weltweiter Androzid ist ja, anders als ein Gynozid, mehrfach gefordert worden; und dies nicht nur von einer offenkundig Verrückten wie der Solanas, sondern von Universitätsprofessorinnen. (Vgl. hierzu die vergangenen Beiträge.)

Ein Argument zählt also ganz sicher nicht: Daß der Satz von der Überwindung der männlichen Gesellschaft dadurch an Kraft verliere, daß er von einem Mann gesprochen ist, und daß Männer sich an ihrer Vernichtung nicht beteiligen würden. Es hat die sogenannten "Judenräte" gegeben, die an der Deportation von Juden mitgewirkt haben.

Von Selbstbezichtigern zu schweigen. Auch sie müssen den Beifall ihrer nichtjüdischen "Genossen" sehr genossen haben.

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