MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Auch Minderjährige sind Verführer. Die Lüge in der Mißbrauchs-Debatte. 3-9-2012

Groeschel

Kürzlich war im "Spiegel" von einem US-amerikanischen Ordenspriester namens Benedict Groeschel zu lesen. Dieser habe in einem Interview "Verständnis" für Geistliche gezeigt, die des Mißbrauchs beschuldigt worden sind. Nach Groeschel seien auch Jugendliche in der Lage, die Rolle des Verführers zu spielen. Darauf habe die Chefredakteurin des katholischen Nachrichtenblatts, Jeanette De Melo, die Äußerung des Priesters entfernt und sich wegen ihm entschuldigt. Und Groeschel ist demnach eingeknickt.

Nichts könne "weiter entfernt von der Wahrheit" sein, als dass Kinder irgendwie für den Missbrauch an ihnen verantwortlich seien, so De Melo.

Auch Groeschel hat inzwischen eine Entschuldigung verbreiten lassen - nachdem Kirchenvertreter und Opferanwälte heftige Kritik an ihm geübt hatten. "Ich entschuldige mich für meine Äußerungen. Ich hatte nicht die Absicht, ein Opfer zu beschuldigen. Ein Priester (oder jemand anderes), der einen Minderjährigen missbraucht, handelt immer falsch und ist immer verantwortlich", hieß es.

Es soll sogar zugegeben haben, nicht bei klarem Verstand gewesen zu sein. Wie aber, wenn Groeschel mit seiner ursprünglichen Äußerung recht gehabt hat? Und ich behaupte:

Er hatte recht!

Der Staat pflegt Wahrheitsfragen bisweilen juristisch zu entscheiden. So bestraft der deutsche Staat die Behauptung, es habe der Holocaust nicht stattgefunden; dagegen bestraft der türkische Staat die gegenteilige Behauptung, was den Massenmord an den Armeniern angeht.

Dieser Art von Wahrheitsfindung darf die Kirche aber nicht folgen. Und ebensowenig hat sie ihre Bewertungen an der Politik auszurichten. Den entscheidenden Fehler hat daher die Chefredakteurin gemacht, indem sie die Kirche zum Sprachrohr des Staates degradierte. Den Folgefehler machte Groeschel selbst, indem er sich der Frau unterwarf.

Zur Wahrheitsfrage: Heranwachsende können gegenüber Erwachsenen durchaus echte sexuelle Wünsche entwickeln. Soweit die Erwachsenen sich darauf einlassen, muß sich das nicht zwangsläufig zum Nachteil auswirken. Heranwachsende sind darüberhinaus in der Lage, Erwachsene zu verführen, ja sogar, getrieben durch reinen Mutwillen oder Bosheit, per Falschanschuldigung in erheblichem Grade zu schädigen. Es sind Fälle bekannt, wo minderjährige Mädchen ihre Väter oder Erzieher durch Falschanschuldigung ins Gefängnis gebracht haben, die Unschuld der Verurteilten aber nachträglich festgestellt werden konnte.

Zur Schuldfrage: Nach dem Strafrecht wird der Vergewaltiger nicht milder bestraft, wenn das Opfer ihm in aufreizender Kleidung gegenübertrat; ebensowenig der Einbrecher, wenn der Hausbesitzer ihn durch Offenlassen der Terassentür zum Einbruch motivierte. Die Versicherung aber würde den zweiten Fall bereits anders bewerten und dem Geschädigten eine Mitschuld zuschreiben. Daß sie es nicht schon im ersten Falle tut, liegt daran, daß sie sich politisch-rechtlichen Vorgaben unterwirft. Diese sind zeitbedingt. Auf jeden Fall kommt sie der Wirklichkeit bereits näher als die Justiz, weil materielle Schäden, anders als seelische Verletzungen, der ideologischen Umdeutung weit weniger zugänglich sind.

Es steht außer Frage, daß Minderjährige im Mißbrauchsfalle niemals die Alleinschuld trifft, denn dem Erwachsenen obliegt es, sich selbst zu beherrschen. Zur Frage steht vielmehr, ob überhaupt Minderjährige aktiven Anteil an dem Mißbrauch haben können. Den Tatsachen nach trifft dies eindeutig zu. Selbst Kinder sind niemals reine Objekte, sondern Mithandelnde, "Inter-Agierende".

Was Vergewaltigungen unter Erwachsenen betrifft, so gilt das Prinzip der möglichen Opfer-Mitschuld in erhöhtem Maße. Auch hier handelt es sich meist um Beziehungstaten, und nur selten um unvorhersehbare Übergriffe. Ich nehme dies zum Vergleich, weil hier beispielshaft die Schwierigkeit zutagetritt, das, was wir "Schuld" nennen, objektiv zu bewerten. Dieselbe Frau kann einmal, wenn sie subjektiv befriedigt ist, vom Glück ihres Lebens schwärmen; sie kann aber auch, wenn sie sich um erhoffte "Gegenleistungen" betrogen glaubt oder Versprechen nicht eingelöst sieht, nachträglich, bisweilen erst nach Jahrzehnten, eine Vergewaltigung konstruieren und somit das Leben des fälschlich Beschuldigten zerstören. Die körperliche Macht des Mannes ist gar nichts gegen die juristische Macht der Frau.

Was nun Minderjährige angeht, so ist es, unabhängig von deren Geschlecht, noch weitaus schwieriger, den Wert oder Unwert entsprechender Erlebnisse einzuschätzen. Anklagen werden daher oft stellvertretend erhoben - meist von Müttern, die sich mitten in einem Sorgerechtsstreit befinden und sich mit der Anklage, auch der voraussehbar erfolglosen, Vorteile ausrechnen.

Natascha Kampusch

Dabei ist auffällig, daß selbst die Opfer spektakulärster Mißbrauchsfälle nicht unbedingt einen leidenden Eindruck, sondern u.U. Karriere machen. So redete etwa Natascha Kampusch (s. Bild rechts) im Fernsehen nicht nur einfach über ihren eigenen Erlebnisse; sie erhielt sogar ihre eigene Talk-Sendung! Einen leidenden Eindruck machte sie zu keiner Zeit. Wirklich Traumatisierten, etwa männlichen Soldaten mit Kriegserfahrung, ist auch durch Therapie oft nicht mehr zu helfen.

Wenn das so ist, so stellt sich die Frage, warum sich die Justiz überhaupt auf die Frage der behaupteten Schuldigkeit einläßt und sich zum Teil einer so heftigen Gut-Böse-Polarisierung von Begehrendem und Begehrten macht. Diese Polarisierung erweckt ja den Eindruck einer modernen Hexenjagd. Wer bisher gezweifelt hat an derartigen Kollektiv-Hysterien im ausgehenden Mittelalter, der wird vielleicht erst durch das, was heute abläuft, seine Zweifel aufgeben.

Was mich beschäftigt, ist jedenfalls nicht die Frage, ob Minderjährige nicht auch Verführer, und Erwachsene - ethisch beurteilt - nicht auch Opfer sein können. Diese Frage ist, wie gesagt, für mich beantwortet. Mich beschäftigt vielmehr der Paradigmenwechsel. Mißbrauch von Schutzbefohlenen hat es immer schon gegeben, nur wurde er nie so erbittert verfolgt wie heute. Warum?

Die mögliche Erklärung, daß eine größere Sorge, ein gesteigertes Verantwortungsbewußtsein um das Kind dahinter stünde, m.a.W., daß es heute zivilisierter und menschlicher zugehe als früher, sehe ich durch die zunehmende Zahl seelisch behandlungsbedürftiger Kinder widerlegt.

Dabei will ich gar nicht bestreiten, daß es Menschen gibt, die ein ganzes Leben lang unter Mißbrauchserfahrungen wirklich leiden. Diese hat es immer gegeben, so wie es immer Menschen gegeben hat, die aufgrund von Falschanschuldigungen und Justizirrtümern, ja selbst aufgrund einer nicht erwiderten Liebe, lebenslang leiden oder zugrundegehen. Auffällig ist aber die Aufmerksamkeit, die den Mißbrauchten neuerdings gewährt wird; ebenso die medial inszenierte Trauer, das von oben verordnete völkische Entsetzen, welches den Unzufriedenen erlaubt, ja sie ermutigt, grausamste "Bestrafungs"-Fantasien zu entwickeln und öffentlich zu äußern.

Könnte es also sein, daß es unserem Mutti-Staat vielmehr um die Degradierung von Vätern und männlichen Vorbildern geht, als um das Wohl der Heranwachsenden?

C.S.Lewis' Schilderung der Internats-Päderastie.

In seiner Autobiografie "Überrascht durch Freude" schilderte der englische Literaturprofessor und christliche Schriftsteller C.S.Lewis (1898-1963) die Zustände in einem Internat, wie er sie während der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erlebt hat. Er schreibt von der "Bloodery", dem hierarchischem System innerhalb der Schülerschaft. Jeder Neuankömmling, der sich ihm nicht freiwillig anpaßte oder dem dies nicht sofort gelang, wurde brutal unterworfen. Jeder Tiefergestellte hatte einem "Blood" jederzeit zu Diensten zu sein, z.B. die Uniform zu reinigen und die Stiefel zu putzen; der geringste Ungehorsam wurde mit demütigenden Schikanen beantwortet. Kein Erzieher konnte grausamer sein als einer der sogenannten "Bloods".

Zu diesem System gehörte ganz offen und selbstverständlich auch die Päderastie - unter Schülern wohlgemerkt. Es gab die "Dirnen", hübsche, weiblich aussehende Jungen, welche die sexuellen Wünsche der Älteren zu befriedigen hatten. Auch hier galten die gleichen Machtverhältnisse, wie sie zwischen Schülern und Lehrern bestehen können; mit dem Unterschied freilich, daß unreife, aber triebstarke Heranwachsende wahrscheinlich weitaus weniger rücksichtsvoll zur Sache gehen als Lehrer, die immerhin einer rechtlichen Aufsicht unterliegen und sich schon daher klüger verhalten.

Bemerkenswert ist nun, daß C.S.Lewis gerade die systematische Päderastie nicht als besonders negativ darstellt, ja daß er ihr sogar gewisse Vorzüge abzugewinnen weiß. Dafür nennt er zwei Gründe: Erstens war ihm die Homosexualität als innere Erfahrung zu fremd, als daß sie ihm Gegenstand einer moralischen Beurteilung hätte werden können. (Man verwirft ja am ehesten das, dessen Versuchung man selbst einst erlegen war.)

Zweitens brachte gerade die Päderastie eine Lockerung der Machtverhältnisse. Die "Liebesbeziehungen" wurden nämlich, anders als die "Arbeitsverhältnisse", in der Regel ausgehandelt und nicht erzwungen. Lewis erinnert sich an einen einzigen Fall, wo ein "Blood" eine Liebesbeziehung zu erzwingen suchte.

Die Dirnen übten eine wichtige Funktion dabei aus, die Schule (wie es in der Werbung angepriesen wurde) zu einer Vorbereitung auf das öffentliche Leben zu machen. Sie waren nicht wie Sklaven, denn ihre Gunst wurde (fast immer) erhandelt, nicht erzwungen. Doch sie waren auch nicht ganz wie Prostituierte, denn eine solche Liaison war oft von gewisser Dauer und keineswegs nur sinnlicher, sondern höchst sentimentaler Art. Sie wurden auch nicht für ihre Dienste bezahlt (in harter Münze, meine ich); wenngleich ihnen natürlich all die Schmeicheleien, der inoffizielle Einfluß, die Gunst und die Privilegien zuflossen, die die Geliebten der Mächtigen in der Erwachsenengesellschaft immer genossen haben.

[...] Ich war über all diese Dinge nicht schockiert. Für mich war in jenem Alter der Hauptnachteil dieses Systems , daß es mich unsäglich langweilte. Denn man verkennt die Atmosphäre in unserem Haus, wenn man sich nicht vorstellt, wie das ganze Gelände von Wochenende zu Wochenende vor Aufregung, Gekicher, Andeutungen und Geflüster über dieses Thema nur so summte. Gleich nach dem Sport war die Galanterie das Hauptthema der höflichen Konversation; wer mit wem "ging", wessen Stern im Aufstieg begriffen war, wer wessen Foto besaß, wer und wann und wie oft und in welcher Nacht und wo...Ich nehme an, man könnte das vielleicht die "griechische Tradition" nennen.

[...] Wäre ich länger am Coll geblieben, hätte ich mich vielleicht, wie in anderer, so auch in dieser Hinsicht in einen "normalen" Jungen verwandelt, wie das System es verheißt. Doch wie die Dinge lagen, war ich einfach gelangweilt. [5. Taschenbuch-Lizenzausgabe, 2007, S.109 f.]

Doch sah Lewis, wie gesagt, in diesem "System" auch durchaus Vorteilhaftes:

Wenn die unter uns, die eine Schule wie Wyvern erlebt haben, es wagten, die Wahrheit auszusprechen, dann müßten wir wohl sagen, daß die Päderastie, auch wenn sie an sich ein großes Übel war, zu dieser Zeit und an diesem Ort das letzte Fleckchen Raum für gewisse gute Dinge war. Sie war das einzige Gegengewicht gegen den sozialen Kampf; die einzige Oase (wenn sie auch nur vor Unkraut grünte und darin nur faules Wasser stand) in der sengenden Wüste des wetteifernden Ehrgeizes.

In seinen unnatürlichen Liebesaffären, und vielleicht nur dort, ging der Blood ein wenig aus sich heraus und vergaß für ein paar Stunden, daß er zu den "wichtigsten Personen, die es gibt" gehörte. Das mildert das Bild. Eine Perversion war der einzige Riß, durch den noch etwas Spontanes und nicht Berechnendes eindringen konnte. Plato hatte am Ende doch recht. Eros trug selbst auf den Kopf gestellt, geschwärzt, verzerrt und schmutzig noch Spuren seiner Göttlichkeit. [S.134 f.]

Wo sind nun all die "Opfer dieses Systems", die "lebenslang Traumatisierten"? Lewis weiß nichts von ihnen - oder er erwähnt sie nicht, weil ihm im Leben wirklich traumatisierte Menschen begegnet sind, etwa im Krieg.

Nun könnte man aber einwenden: Hier war doch nicht von mißbrauchenden Lehrern die Rede, sondern von Verhältnissen unter Schülern. - Wie gesagt: Ich bezweifle, daß Heranwachsene untereinander angenehmer sind. In dem Kapitel, welches seine Erlebnisse als Soldat im Ersten Weltkrieg beschreibt, sagt Lewis, daß er seine militärischen Vorgesetzten "unvergleichlich viel netter als die Bloods von Wyvern" erlebt hat; und:

Das liegt zweifellos daran, daß Dreißigjährige von Natur aus freundlicher zu Neunzehnjährigen sind als Neunzehnjährige zu Dreizehnjährigen; sie sind wirklich erwachsen und müssen sich ihres Erwachsenwerdens nicht erst noch vergewissern. [S.228]

Soweit also C.S.Lewis. - Insgesamt habe ich von den Mißbrauchsfällen, so wie sie heute in den Medien (vor Allem im "Spiegel") geschildert werden, den Eindruck einer starken Ideologisierung und Verfälschung der Wirklichkeit. Ja, ich muß sogar zugeben, daß ich für die politisch instrumentalisierten Opfer, welche dann regelmäßig zu Wort kommen, oft Verachtung empfinde. Zwar will ich nicht prinzipiell leugnen, daß sie wirklich so leiden, wie sie behaupten, denn Jeder empfindet anders und es passieren bisweilen ja auch wirklich schlimme Dinge. Aber die Freigabe von Beschreibungen persönlichster Verletzungen an politisch ideologisierte Medien, motiviert aus Vergeltungsswillen, oft genug auch aus materiellen Erwägungen, wie läßt sich das moralisch rechtfertigen?

Der Paradigmenwechsel: Horizontale statt vertikale Ordnung.

Meine These ist, daß das staatlich-medial inszenierte Mitleid mit den Opfern keineswegs aus ethischen Erwägungen erfolgt. Das Mitleid fungiert hier nur als Mittel, um eine angeblich gerechte Empörung zu wecken - gegen die Starken und Gesunden. Bekanntlich unterstellte Nietzsche genau diese Absicht dem Christentum (vgl. seine "Genealogie der Moral",1887), doch hier irrte er. Der Auftrag des Christentums besteht in der Sorge für die Schwachen und Leidenden; aber keinesfalls in der Absicht, die Trostbedürftigen zu instrumentalisieren, um eine vertikale Ordnung, d.h. eine herrschende Klasse zu stürzen.

Immer wenn unser fürsorglicher Mutti-Staat (die Gynokratie) für die Rechte von - angeblich oder tatsächlich - Benachteiligten eintritt, ist davon auszugehen, daß er in Wirklichkeit nichts Anderes vorhat, als die Gesellschaft umzubauen. Er sagt nicht, daß er natürliche Hierarchien auf den Kopf stellen will; er klebt vielmehr seinen Regelungen ethische Etiketten auf. Die Gynokratie...

Kurzum, sie will natürliche und gesunde Abhängigkeitsverhältnisse - Herrschafts- und Fürsorge-Verhältnisse - aufheben oder umdrehen.

Der entscheidende Unterschied zwischen christlicher Nächstenliebe und staatlich-ideologischer Fürsorge besteht also darin, daß die erstere die vertikale Ordnung aufrechterhalten, letztere sie aber zerstören will. Inbezug auf den Paradigmenwechsel zur Bewertung der Päderastie kommen wir damit zu folgendem Vergleich:

Gerade der letztere Punkt sollte zu denken geben. Päderasten werden zwar nicht zum Scheiterhaufen geführt, aber mehr geächtet als gewöhnliche Mörder. Die Hierarchie, welche (scheinbar) beseitigt wurde, tritt am anderen Ende wieder auf, nur auf den Kopf gestellt: Der Mann, welchem früher ein "pädagogischer Eros" zugebilligt wurde, erscheint nun mit dem Etikett des "Kinderschänders", einer Menschenklasse, die noch unterhalb des gewöhnlichen Mörders eingestuft wird.

Hier gilt nun ein bekannter Satz Nietzsches in neuer Bedeutung: "Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken; es starb zwar nicht daran, aber es entartete zum Laster." ("Jenseits von Gut und Böse", 1886, Aph. 168). Es sei also zugegeben, daß die heutige Päderastie wirklich zu dem geworden ist, als welche sie etikettiert wird: eine unmögliche Lebensform, die so, wie sie vorkommt, tatsächlich nicht mehr erlaubt werden kann. An ihre Stelle aber trat - die offiziell "eingetragene Partnerschaft" von Gleichgeschlechtlichen!

Damit wird eine bloße Abnormität zum Mittel erhoben, um die Ehe ihrer sakramentalen Bedeutung und Würde zu berauben. Denn auch hier geht es primär keinesfalls darum, Betroffenen einer Abnormität das Leben zu erleichtern. Sie durften ja ihre Bedürfnisse immer schon ausleben. Es geht vielmehr um ihre Instrumentalisierung im Dienste des totalen Staates.

Das Tier aus dem Bodengrund. Die politische Hure.

Wir leben in apokalyptischer Zeit. Wladimir Solowjew beschrieb in einem 1899 veröffentlichtem Werk den Antichrist, welcher eine Entscheidung apokalyptischen Ausmaßes heraufbeschwört, als einen (zukünftigen) charismatischen Weltherrscher. Er ist als solcher "greifbar". Dieselbe Greifbarkeit gilt für seine möglichen Vorläufer wie Lenin, Stalin, Hitler, Mao usw. Sie alle begründeten aber immer noch, selbst unter dem Banner des Sozialismus und der Gleichstellung, eine Hierarchie, in welcher sie sichtbar wurden - und sei es als bloße Kulisse, wie Orwells "Großer Bruder". Doch muß das auch für die Zukunft gelten?

Ich bezweifle das. Denn das Tier "mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern", welches den Antichristen symbolisiert, kommt nicht aus klaren Himmels-Höhen; es kommt aus dem Bodengrund - aus dem Meer, in anderer Gestalt auch aus der Erde, gewissermaßen aus einem grün-braunem Sumpf. Und es trägt (an einer späteren Stelle) die Hure auf dem Rücken, der sich "die Könige dieser Erde" unterwerfen. Gemeint ist damit der Staatsfeminismus, die Gynokratie.

Dieses "Tier" muß letztlich gar keine greifbaren Konturen haben, denn es kommt nicht aus dem Licht. Folglich denke ich auch weniger an einen männlich geführten autoritären Staat, als vielmehr an einen "Verbände-Staat", einem Netzwerk von feministischen Organisationen, deren ja schon eine unüberschaubare Zahl existiert. Als Beispiele solcher Gewebeknoten nenne ich nur den Deutschen Juristinnenbund, den Verband alleinerziehender (Väter und) Mütter, sowie den Verein re-empowerment, den ich hier schon beschrieben habe.

Alle diese feministischen Vereine und Verbände bilden ein riesiges Geflecht, ein metastasierendes Karzinom mit größter Kollektivmacht zum Umbau der Gesellschaft. Es gibt keine Männer mehr, von denen man sagen könnte: "Das ist er; der hält die Fäden in der Hand; der ist verantwortlich." Nein, niemand ist mehr verantwortlich - es sei denn das "Kollektiv". Und wirklich: Erst jetzt, wo kein Führer mehr den Holocaust anordnet, sondern jede dritte oder fünfte Frau den Pränatalmord beschließt, ist es möglich geworden, von einer Kollektivschuld zu sprechen - freilich nicht eines Volkes, sondern eines Geschlechts, und zwar des weiblichen. Es ist die Hure von Babylon, die stellvertretend für alle Frauen steht, welche sich dem Tier - dem dampfendem Erde/Meer-Ungeheuer - nicht verweigern.

Es gibt eine Art von "Erinnerungs-Kultur", welche das Bewußtsein vielmehr bannt anstatt es erkenntnisfähig zu machen. Das Tier war schon einmal aufgestiegen, aus ungeklärten familiären Verhältnissen, übermuttert und einen Mutterkult begründend. Wer nur diese Epoche ständig "erinnert", sieht nicht das Tier, wie es erneut, und anscheinend mit mehr als nur sieben Köpfen, neben ihm aufgestiegen ist.

Auch in dem Maße, als der Unterschied von Mensch und Tier geleugnet wird, gehen Geschichts-Erkenntnis und das Bewußtsein absoluter Werte verloren und werden durch Konsens-Normen ersetzt: Wahr und gut ist nun, was die (medial manipulierte) Mehrheit, die Herde, tagesaktuell beschließt; oder auch, was das gerade geltende Gesetz als wahr und unwahr zu denken erlaubt; ob also z.B. ein bestimmter Völkermord einmal behauptet werden, in einem anderen Falle aber geleugnet werden muß.

Das Gewissen steht über Konsens und Gesetz. Es kann nicht durch Übereinkunft "beschlossen" werden. Es ist individuell und doch absolut gültig. Eine höhere Instanz als das Gewissen gibt es nicht.

Wer nun staatlich festgelegt sehen will, daß Kinder gegen Erwachsene, Frauen gegen Männer, Kranke gegen Gesunde usw., kurz: Unteres gegen Oberes - immer oder fast immer recht bekommen, der will dem Tier den Boden bereiten und muß das Gewissen töten.

Der Priester Benedict Groeschel hatte die mensch-gemachte Ver(absolu)tierung, die immer auftritt, nachdem Gott relativiert worden ist, für einen Moment aufgehoben. Dafür wurde er reglementiert durch jene, die ihr Gewissen begraben haben. Er hätte gut daran getan, nicht einzuknicken.

Lesen Sie zum Thema auch: Vom Vater über den Großen Bruder zum "warmen Bruder".


Kommentare:
Freitag, den 1. Mai 2015 um 11.00 Uhr
T.R.E.Lentze
Erst jetzt, aufgrund einer Durchsicht der Kommentare auf den Artikel von Sabine Beppler (siehe unten), fällt mir der Hinweis eines Lesers auf eine dänische Untersuchung ins Auge, welche zum Ergebnis hat, daß "die große Mehrheit der vom Gesetz als "missbraucht" deklarierten Opfer, dies selbst gar nicht so sieht".

Damit sehe ich meine eigenen Einschätzungen nochmals bestätigt.
Freitag, den 30. September 2013 um 10.45 Uhr
T.R.E.Lentze
Vgl. zu obigem Artikel auch den folgenden Beitrag aus NovoArgumente:

Pädophilie-Debatte: Stoppt die Empörungskultur!

Ein Kommentar von Sabine Beppler-Spahl vom 27.08.2013.

Zurecht stellt die Autorin die Frage, was wir Kindern zumuten dürfen und sollten, und sie weist auf folgenden Widerspruch zur vermeintlich absoluten Verletzlichkeit des Kindes hin:

So fordern manche bis heute in vollem Ernst ein Wahlrecht für Kinder. Das Argument, wir müssten Kindern "auf Augenhöhe" begegnen ist durchaus hoffähig und manche Eltern bezeichnen ihre eigenen Töchter und Söhne sogar als "ihre besten Freunde".

Sie schließt mit diesen Sätzen:

Vielleicht werden spätere Generationen mit ebenso viel Erstaunen auf unsere Zeit zurückblicken, wie wir auf die 1970er Jahre. Wie konnte das Zurechtrücken einer Schieflage in der Debatte über Pädophilie zu einer derartigen Überreaktion führen? Wir müssen nicht mit den Intellektuellen der 1970er Jahre übereinstimmen, aber etwas von ihrem Mut täte gut.

Dem stimme ich voll zu.
Samstag, den 15. September 2012 um 18.59 Uhr
T.R.E.Lentze
@ Univira:

Aufgrund Ihrer Äußerung zu Natascha Kampusch habe ich jetzt ein Foto von ihr eingestellt und den Satz angefügt: "Wirklich Traumatisierten, etwa männlichen Soldaten mit Kriegserfahrung, ist auch durch Therapie oft nicht mehr zu helfen."

Wo bei noch zu bemerken ist, daß Soldaten zusätzlich körperlich verwundet und verstümmelt werden können, und natürlich auch keine Talkshows moderieren.

Es ist jedenfalls sehr zu bedauern, daß Soldaten niemals die gleiche Achtung genießen wie eine mißhandelte Frau wie Kampusch, die immerhin noch sehr fröhlich lachen kann.
Dienstag, den 11. September 2012 um 21.58 Uhr
Univira
TREL schrieb: "Da frage ich mich aber, wieso all die anderen Opfer-Stars keine - oder keine geeigneten - Therapeuten hatten!"
Ich nehme schon an, dass die meisten Opfer Therapeuten haben oder hatten. Natascha Kampusch wurde nach ihrer Flucht auf die Jugendpsychiatrie - Einheit des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien gebracht. Dort fingen ja die Therapiesitzungen an. Ihr Starcharakter ergibt sich aus dem Medienhype, der sofort anbrach und daraus, dass sie scheinbar falsch beraten wurde - wie etwa Interviews geben und dergleichen. Sie war zwar trotz Gefangenschaft "nicht vom Mond", aber doch zu jung und durch die vorigen Umstände nicht in der Lage, eine richtige Entscheidung zu treffen. Ihre Eltern? Die gingen selbst schon vor ihr zu den Medien!

@DocEx: Danke für die exakte Darlegung der Position von P. Groeschel! Ich verstehe, was er meint.
Die Jugendlichen suchten Zuwendung und ja - es wurde -aus welchen Gründen auch immer - etwas anderes daraus, als ursprünglich beabsichtigt wurde. Die ursprünglich lautere Intention des älteren Ersatzvaterfigur muss aber festgestellt werden.

Zur evangelischen Nordelbischen Kirche: lustig, dass der Spiegel nicht von Bischöfen und Bischöfinnen schreibt, sondern von Bischöfen, die den Hut nehmen mussten. Die Frage von Schuld, Vergeltung oder Rache möchte ich nicht beantworten müssen, hier hat es Anselm Kohn nicht leicht.
Montag, den 10. September 2012 um 19.40 Uhr
T.R.E.Lentze
Soeben las ich einen Artikel über Mißbrauchsfälle in der evangelischen Kirche, siehe hier. Dabei fällt mir ein Widerspruch auf.

Zunächst nämlich sagt Anselm Kohn im Spiegel-Interview:

Für die Missbrauchsopfer und ihre Angehörigen bedeutet eine Anzeige vor allem, dass sie bei Anklageerhebung möglicherweise vor Gericht aussagen und damit erneut belastende Dinge aus der Vergangenheit öffentlich machen müssen. Unser Verein hat genau das nie gewollt.

In gleichem Sinne:

Allerdings würde die Abschaffung der Verjährungsfristen bedeuten, dass ein Opfer sein Leben lang als Zeuge zur Verfügung stehen müsste und damit einer Retraumatisierung ausgesetzt wäre.

Er meint also, daß die Opfer durch Erinnerung nur zusätzlich belastet würden. Später sagt er jedoch:

Die Vergangenheit wird immer Teil meines Lebens bleiben. Aber damit aufzuräumen, befreit von Last. Darum müssen viele Fragen geklärt werden: Was ist wirklich passiert? Wie gehen wir damit um? Wie ist die Verantwortung verteilt?

Darin sehe ich einen Widerspruch. Erst soll die Aufbereitung zusätzlich belasten; dann soll sie von Last befreien. Was will er nun wirklich? Da dem "Spiegel"-Bericht kein Forum angeschlossen ist, kann ich die Frage dort nicht stellen.
Sonntag, den 09. September 2012 um 08.44 Uhr
DocEx
Univira sagt:
Diese Dinge sind echt ein sehr brenzliges Terrain.
Egal, was man und wie man es sagt, es kann immer missverstanden werden.
P. Groeschel redet von Äpfeln und seine Kritiker von Birnen. Wie ich verstanden, geht P. Groeschel von Jugendlichen aus, die die Initiative ergreifen - ja, das gibt es!

@Univira
Soweit man es aus der tendenziösen Berichterstattung von AP/Spiegel entnehmen kann, geht P. Groeschel gerade nicht vom Initiative-Ergreifen irgend einer Seite aus, sondern dass sich der Kontakt oder die sexuelle Beziehung erst ergibt:

# Auf die Frage nach seiner Arbeit mit Priestern, die an Missbrauchsfällen beteiligt waren, antwortete Groeschel: "Angenommen, Sie haben einen Mann mit einem Nervenzusammenbruch, und ein Jugendlicher sucht seine Nähe. In vielen Fällen ist der Jugendliche - 14, 16, 18 Jahre alt - der Verführer."

Groeschel behauptete, dass Minderjährige Priester verführen könnten, weil ihnen eine Vaterfigur fehle. "Sie werden nicht ernsthaft planen, Sex zu haben, aber so etwas wie eine Romanze, Umarmungen, Küsse, aber keinen Geschlechtsverkehr oder etwas in der Art", sagte Groeschel. Zudem sprach er sich dafür aus, dass alle Beteiligten "für ihre erste Straftat nicht ins Gefängnis sollten, weil es nicht ihre Absicht war, ein Verbrechen zu begehen". #

Man muss dazu den Text von der Interpretation des Journalisten befreien, um zu ahnen, was P. Groeschel gemeint hat:

# Groeschel /meinte, dass sich die Verführung ergeben könnte/, weil ihnen eine Vaterfigur fehle. "Sie werden nicht ernsthaft planen, Sex zu haben, aber so etwas wie eine Romanze, Umarmungen, Küsse, aber keinen Geschlechtsverkehr oder etwas in der Art", sagte Groeschel. /Deshalb/ sprach er sich dafür aus, dass alle Beteiligten "für ihre erste /derartige/ Straftat nicht ins Gefängnis sollten, weil es nicht ihre Absicht war, ein Verbrechen zu begehen". #

Änderungen wurden mit /.../ markiert.
Freitag, den 07. September 2012 um 17.48 Uhr
T.R.E.Lentze
Natürlich handelt es sich hier um ein "sehr brenzliges Terrain". Und wenn ich die Gewissenlosigkeit vieler nachweislicher Mißbraucher nicht extra betone, so deshalb, weil das ohnehin geschieht. Hier zu urteilen, das ist billige Münze. Wer die Verworfenheit von perversen Männern herausstreicht (hier wird der Ausdruck "pervers" bezeichnenderweise zugelassen!), riskiert nichts, sondern schwimmt mit im Strom der Massengesellschaft.

Wenn ich nun die Ausnahme mache und einmal die Schuld der Beschuldigten relativiere, dann ist das natürlich "mißverständlich", d.h. ich gebe mich womöglich selber frei dem Beschuß der durch den Kollektivrausch enthemmten Masse. Aber ich bin ja kein Politiker. Ich muß nicht gewählt werden, um ein Lebensziel zu erreichen. Nicht der "Erfolg", sondern das Gewissen ist mein Leitbild. Darum nehme ich es mir heraus, als Korrektiv aufzutreten.

Man beachte auch, wie milde die mediale und nichtmediale Öffentlichkeit auf weibliche Täter reagiert. Meist werden sie verschwiegen. Und wenn das nicht geht, dann wird ihre Tat entweder verharmlost, oder sie wird uns gar noch als "emanzipiert" verkauft.

Dies in Betracht gezogen, ergibt sich die rechte Handhabe zur Beurteilung der Sache. Es geht primär um die Degradierung von Männern, und nur sekundär (wenn überhaupt) um den Schutz der unrechtmäßig Begehrten.

Zu Natascha Kampus: Ihr angebliches Selbstbewusstsein ist ein Resultat ihrer Therapeuten. Da frage ich mich aber, wieso all die anderen Opfer-Stars keine - oder keine geeigneten - Therapeuten hatten! - Generell: Ich glaube kaum an die Wirksamkeit von Psychotherapie. Diese ist ja nichts als eine Degenerativform der ursprünglichen Seelsorge, herabgezogen ins Materialistische, in der Psychoanalyse sogar versumpft ins Pansexistische.
Freitag, den 07. September 2012 um 16.56 Uhr
Univira
Diese Dinge sind echt ein sehr brenzliges Terrain.
Egal, was man und wie man es sagt, es kann immer missverstanden werden.
P. Groeschel redet von Äpfeln und seine Kritiker von Birnen. Wie ich verstanden, geht P. Groeschel von Jugendlichen aus, die die Initiative ergreifen - ja, das gibt es!
Opferschutzverbände haben aber mit anderen Fällen zu tun - mit Übergriffen und teilweisen subtilen Verführungen von erwachsener Seite her zu tun, die bewusst auf die Naivität und Vertrauensseligkeit der Opfer setzen.

Was Natascha Kampusch betrifft: ihre Talkshow wurde nach einigen Malen eingestellt, es gibt einige Ungereimtheiten, die nie geklärt werden können, aber im Großen und Ganzen ist ihr Fall klar. Entführung, Einsperren, Schlagen, Hungernlassen, das Leben mit einem Soziopathen ist ja schon schlimm genug. Über die sexuellen Dinge gibt sie keine Auskunft, was ihr gutes Recht ist. Ihr angebliches Selbstbewusstsein ist ein Resultat ihrer Therapeuten.
Generell sehe ich Päderastie als System in Internaten wie C. S. Lewis sie beschreibt, nicht locker. Quasi, es sei halt so. So etwas gehört nicht geduldet.
Natürlich ist Mord schlimmer.
Die Hierarchie unter den Sträflingen selbst hat das allerdings immer anders geregelt.
Freitag, den 07. September 2012 um 01.09 Uhr
T.R.E.Lentze
@ DocEx:

Auf jeden Fall ist zu unterscheiden zwischen Jugendlichen - also geschlechtsreifen Minderjährigen -, und Kindern, also nicht geschlechtsreifen Minderjährigen (unter 14 Jahre).

Im Falle Groeschels bzw. des Trainers ging es um Jugendliche, nicht um Kinder.

Im Sinne dieser Alters-Unterscheidung habe ich auch durchgehend von Päderastie und nicht von Pädophilie gesprochen. Erstere bezeichnet den sexuellen Umgang von erwachsenen zu minderjährigen, aber geschlechtsreifen Jugendlichen. Dagegen interessieren sich Pädophile für Kinder. Darum geht es hier aber nicht.

Bekanntlich greift der "Spiegel" alle Berichte auf, die geeignet sind, die katholische Kirche herabzuwürdigen. Diese steht stellvertretend für das Patriarchat, d.h. für die (noch) nicht vaterlose Gesellschaft. Alle Linken sind grundsätzlich vaterfeindlich, und alle totalitären Systeme sind es auch. Hitler war, wie Mitscherlich in seinem Buch "Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft" feststellte, keine Vaterfigur, sondern die Imago einer primitiven Muttergottheit. Sie befördert die Regression in den Infantilismus, während der Vater das Gewissen bzw. Über-Ich befördert.

Wenn ich den Ausdruck "Gynokratie" für unseren Mutti-Staat benutze, dann tue ich es in Hinblick auf die systematisch betriebene Vater- und Gewissens-Verleugnung. Wir sollen alle erzogen werden zu infantilen, d.h. oral fixierten Konsumenten. Das geschieht, indem man Kindern den Vater wegnimmt.
Donnerstag, den 06. September 2012 um 22.13 Uhr
DocEx
"Teenager sind oft Verführer"
Priester gibt Jugendlichen Mitschuld an Missbrauchsfällen in der Kirche.
01.09.2012, 19:33 Uhr



DocEx | Kampagne gegen die Katholische Kirche
@Vorschlaghammer | S.196
(Zurück zum Thema)

Das Prinzip, Opfer als Täter darzustellen, ist typisch für die katholische Kirche.
Seit Jahrtausenden.

Wer noch in die Kirche geht oder C-Parteien wählt, ist Komplize von Tätern.

Oder vielleicht selbst einer.
…...........
Diese Argumentation ist wirklich wie mit dem Vorschlaghammer gestrickt !
Etwas differenzierter wird es, wenn man die gesamte Geschichte betrachtet.
(Also zurück zum Thema)
Es ging primär um einen Footballtrainer, und nicht um einen Priester. Auch nicht um Kindesmissbrauch und andere Horrorfantasien. Sondern um schon lange geschlechtsreife Teenager und Jugendliche.
Vor allem der Begriff 'Minderjährige' hat für Verwirrung gesorgt und wurde falsch interpretiert, auch von gerrhard und seinen Gegner/inne/n.
Dazu die DEFINITIONEN:
Man teilt ein in VOLLJÄHRIGE ab 18. Geburtstag und alle jünger heißen MINDERJÄHRIGE. Die hier angesprochene Gruppe sind JUGENDLICHE, so nennt man die älteren Minderjährigen ab dem 14. Geburtstag.
Zitat: "In vielen Fällen ist der Jugendliche - 14, 16, 18 Jahre alt - der Verführer."
Jüngere Minderjährige, also unter 14 Jahren genießen den besonderen Schutz des Gesetzes:
Sexueller Missbrauch von Kindern (also noch keine 14 Jahre alt) ist gem. § 176 StGB strafbar.
Nun zum ominösen INTERVIEW:
Anlass für das Interview mit Benedict Groeschel war der spektakuläre Prozess gegen einen ehemaligen Footballtrainer


# SPON 23.06.2012 Sexueller Missbrauch: Jury befindet Ex-Footballtrainer für schuldig

Der Skandal hatte auch deshalb für so großes Aufsehen in den USA gesorgt, weil Penn State University ein Saubermann-Image mit dem Motto "Erfolg mit Ehre" pflegte. #


Über dieses Interview wurde von den internationalen Medien eine neuer Skandal inszeniert, jetzt nicht gegen den US-Nationalsport, sondern gegen die katholische Kirche. Vergleichbar mit 'Sarrazins Juden-Gen'.


# SPON 31.08.2012 Sexuelle Übergriffe: Priester gibt Teenagern Schuld an Missbrauch

… So zeigte Groeschel in dem Interview Verständnis für Jerry Sandusky, einen ehemaligen Football-Trainer der Penn State University, der wegen sexuellen Missbrauchs an zehn Jungen verurteilt worden war. Er bezeichnete Sandusky als "armen Kerl". Darüber sinnierend, wie dessen Übergriffe 15 Jahre lang unentdeckt geschehen konnten, sagte Groeschel: "Bis vor ein paar Jahren war das in den Köpfen der Leute nicht als Verbrechen verankert."

Auf die Frage nach seiner Arbeit mit Priestern, die an Missbrauchsfällen beteiligt waren, antwortete Groeschel: "Angenommen, Sie haben einen Mann mit einem Nervenzusammenbruch, und ein Jugendlicher sucht seine Nähe. In vielen Fällen ist der Jugendliche - 14, 16, 18 Jahre alt - der Verführer." #

Groeschel kommentiert den Prozess und ergänzt es auf Nachfrage durch eigene Erfahrungen als Mediator und Betreuer von Priestern, die des sexuellen Missbrauchs von geschlechtsreifen Jugendlichen beschuldigt wurden.

So – das ist das Thema, über das hier kaum diskutiert wurde. Leider.
Wie bei Sarrazin und Wulff.
Donnerstag, den 06. September 2012 um 21.30 Uhr
T.R.E.Lentze
Pardon, hier bist du falsch. Zwar hast du mich richtig zitiert, aber aus dem Forum. Hier kann ich nicht darauf antworten!
Donnerstag, den 06. September 2012 um 17.41 Uhr
Uriel
Wenn nämlich die Männerrechtler sich aufregen über das "Herumschneiden" an Jungen und das ausschließlich als Körperverletzung bewerten, dann unterschlagen sie, ich möchte sagen böswillig, den positiven Aspekt.

Für Juden und Muslime war bzw. ist nämlich die Beschneidung das, was für die Christen die Taufe ist: ein Ritual der Initiation in die Gemeinschaft der Gottgläubigen.


Es gibt keinen positiven Aspekt bei der Beschneidung. Und auf gar keinen Fall ist die damit ausgeführte Zwangsrekrutierung in eine Sekte von weltfremden Fanatikern (das schließt absolut alle Religioen ein) positiv zu bewerten.

Was die Logik betrifft: Ja, es ist richtig, dass unbeschnittene Männer nicht wissen können wie das bei den beschnittenen ist. Genauso, wie umgekehrt. Es gibt aber nicht wenige Männer, die beide Erfahrungen gemacht haben. Und deren Berichte sind in ihrer überwiegenden Mehrheit katastrophal. Wo vorher ein lustvoller und befriedigender Sex üblich war, hatte man anschließend nur noch verbrannte Erde.
MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.