MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Sie durften sich beweisen: Die Frauenbank und ihr Zusammenbruch. 19-3-2012

KulturUntergang
Foto links: In seinem Buch "Feminismus und Kulturuntergang" (1927²) beschrieb E.F.W.Eberhard detailliert die Gründung und den Zusammenbruch der Frauenbank.

Gegenwärtig ist viel die Rede von einer Frauenquote auf den Führungsebenen. Demgegenüber habe ich gelegentlich vorgeschlagen, Unternehmen unabhängig voneinander rein männlich und rein weiblich zu besetzen und gegeneinander anzutreten zu lassen. Auf diese Weise ließe sich der Beitrag von Frauen zur Leistungsgesellschaft viel überzeugender feststellen als durch einfache Vermischung per Quote.

In der Frühzeit der Frauenbewegung hat ein solches Experiment (mindestens) einmal schon stattgefunden - und gezeigt, was Frauen bewirken können, wenn man sie wirklich einmal läßt. Ich meine die sogenannte Frauenbank (1910-1916).

Heute sollte man sich daran erinnern - und vor Allem daraus lernen. Doch schlägt man diesbezüglich etwa in der Wikipedia nach, so wird man dort nicht viel erfahren:

Das Scheitern der Frauenbank wurde von Gegnern der Frauenemanzipation auf die allgemeine Unfähigkeit der Frauen für das Bankwesen angeführt. Als weitere Gründe wurden unsachgemäße bzw. unseriöse Geschäftsführung und Nachteile des Genossenschaftswesens genannt. [...] Die Prozessakten und Gerichtsurteile aus dem Jahr 1918 sowie die Geschäftsunterlagen der Bank sind nicht mehr erhalten.

Gleichwohl kann man Näheres erfahren. Man lese nur in einem kompetenten Sachbuch nach, etwa E.F.W.Eberhards "Feminismus und Kulturuntergang. Die erotischen Grundlagen der Frauenemanzipation" von 1927², das freilich vergriffen ist und - aus Gründen, die wir uns leicht denken können - so bald wohl auch nicht wieder aufgelegt werden wird.

Zur Zielsetzung der Frauenbank heißt es dort:

Die Frauenbank ist von Frauenbewegungskreisen gegründet worden, die Idee des Unternehmens fand die Unterstüzung annähernd sämtlicher Führerinnen der organisierten Anhängerinnen der Emanzipation von Paula Müller, der Vorsitzenden des Deutschen evangelischen Frauenbundes, bis Grete Meissel-Heß, der Vorkämpferin für freie Liebe, wie die Liste der Mitarbeiterinnen der Zeitschrift "Frauenkapital" bezeugte. Ziel der Unternehmung war erstens, die Frauenbewegung materiell zu fördern und ferner unter Einsatz des besten Könnens den Beweis zu erbringen, daß die Frauen, insonderheit die Führerinnen der Frauenbewegung, vollgültig befähigt seien, sich den Männern gleichzustellen, daß sie reif und berufen wären, die Rechte der Männer im öffentlichen Leben zu erwerben.

Inwieweit ihnen das gelungen ist, hat das weitere Geschick des Unternehmens deutlich vor Augen geführt, und es verlohnt sich daher, den Verlauf der Entwicklung des feministischen Unternehmens eingehender darzustellen. (S. 68) [Hervorhebungen in roter Schrift entsprechen Sperrschrift im Original.]

Doch schon Anfang Februar 1914, so liest man,

wurde von Fachleuten vor dem recht eigenartigen Geschäftsverfahren der Frauenbank gewarnt: Bereits in der Bilanz des Jahres 1912 liege, hieß es, rein kaufmännisch betrachtet, Bilanzverschleierung vor, und wäre die Frauenbank Aktiengesellschaft, so würde sie wegen einer solchen Bilanzierung strafbar sein.

Große Handelszeitungen schlossen sich den Warnungen an. (S. 68) [Hervorhebung in schwarzer Schrift durch mich.]

Am 20. Februar erschien eine Kritik im Handelsteil der "B.T.", welche der Geschäftsführung

Empfindlichkeit, übertriebenen Subjektivismus, fehlende Geschäftsgewandtheit und Geschäftskenntnis (S.68) [Hervorhebungen in roter Schrift entsprechen Sperrschrift im Original.]

vorwarf, was "mit der weiblichen Eigenart, auf die man Rücksicht nehmen könnte," nicht allein entschuldigt werden dürfe. - Weitere Vorwürfe: Beteiligung an riskanten Geschäften, ein Verstoß gegen die Bilanzklarheit und übelbeleumdete Damnogeschäfte. Eine Fußnote erwähnt die Quelle: "Berliner Tagblatt", Nr. 93, vom 20. Februar 1914.

Es geht weiter: Hypothekenschiebungen der schlimmsten Art; Absicht, aus der Unerfahrenheit der Mitglieder Nutzen zu ziehen; Schwierigkeit, der Bank anvertraute Effekten zurückzuerhalten. ("Welt am Montag", Nr.15, vom 14.April 1914, in: Buchwald, "Die Geschäfte der Frauenbank.")

Und dann geht es zur Sache:

Im Mai 1914 begannen die ersten gerichtlichen Klagen gegen die Frauenbank, weil u.a. hinterlegte Wertpapiere nicht herausgegeben wurden. Die Gerichtsvollzieher konnten trotz stundenlangen Suchens in den Bankräumen die Papiere nicht finden. Gerichtsurteile warfen der Leitung der Frauenbank "Arglistigkeit" und "Unglaubwürdigkeit" vor.

Am 5. Okober kam endlich die langerwartete Nachricht von der Zahlungsunfähigkeit der Bank und der Verhängung der Geschäftsaufsicht. (S.69) [Hervorhebung in schwarzer Schrift durch mich.]

Auf den nächsten Seiten (69-72) geht der Autor in die Details. Es ist mir etwas zu mühsam, dies alles abzuschreiben, und vielleicht ist es auch nicht notwendig, da ja das Buch in Bibliotheken nach wie vor vorhanden sein sollte. Scan-Kopien werde ich voraussichtlich noch im Weiberplage-Forum veröffentlichen. Die abschließende Einschätzung des Buchautors, wenigstens in Auszügen, sei jedoch dem Leser des vorliegenden Artikels nicht vorenthalten:

So endete das stolze Unternehmen der Frauenbewegung, durch das die Ebenbürtigkeit des weiblichen Geschlechts mit dem männlichen aller Welt praktisch offenbar gemacht werden sollte.

Es ist durchaus unwahrscheinlich, daß die leitenden Personen der Bank mit dem Unternehmen nur persönliche Vorteile im Auge gehabt hätten oder gar offen auf Betrug ausgingen. [...] Aber zweifellos war die Haupttriebfeder bei der Bankgründung der Gedanke, durch ehrliches Können zu zeigen, was Frauen zu leisten vermögen, und weiterhin, ein großes Kapital zusammen zu bringen, um auf Grund glänzender Erfolge in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht einen Machtfaktor im öffentlichen Leben zu schaffen, dessen Einfluß den Forderungen der Frauenbewegung einen überwältigenden Nachdruck verleihen sollte. Wäre die Sache geglückt, so würde der Triumph der organisierten Frauenbewegung keine Grenzen gekannt haben. Nach dem völligen Bankrott des Unternehmens zog man sich natürlich zurück und suchte den Fehlschlag auf einzelne Sündenböcke zurückzuführen und den Eindruck zu erwecken, als sei die Emanzipationsbewegung als solche bei der Sache unbeteiligt. (S. 72)

In einer Fußnote vermerkt der Autor noch dieses:

Bezeichnend ist, wie es die verantwortlichen Leiterinnen später verstanden haben, sich der verdienten Strafe zu entziehen, indem sie sich von einflußreichen Gönnern als Leiterinnen von Soldatenheimen (für den gemeinen Mann war ja stets das schlechteste gut genug) zu "Kriegsteilnehmerinnen" (!) machen und als solche amnestieren ließen. Solche Korruption war also schon im vorrevolutionären Deutschland möglich! (S. 73)

Was wollen die Vertreter der gegenwärtigen Gynokratie mit ihrer Frauenquote nun erreichen? Ist es nicht ein Rückschritt, statt 100% jetzt nur noch die Hälfte oder noch weniger durchzusetzen?

Gewiß, aber offenbar trauen sie sich noch nicht zu einer Wiederholung des früheren Experiments. Vermutlich wollen sie lieber erst noch üben. Ferner ist klar, daß mit der hälftigen Quote ein Mißerfolg auch besser verschleiert werden kann. Dann sind eben Männer daran schuld, die heimlich "immer noch" an ihren Seilschaften festhalten.


 

Zum Thema Frau und Geld vgl. auch folgende Artikel dieser Netzseite:

Das gierige Geschlecht.
Die Verarmung des Menschen durch die Frau.


Nachtrag:

Der gesamte Text aus dem o.g. Buch (Seiten 66-75) findet sich als Kopie hier.


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von Matriarchat und Gynokratie.