MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Formenkreis des Feminismus. Eine Systematik. 2-11-2011

Diagramm Feminismus

1. Marxistischer Feminismus.
2. Völkischer Feminismus.
3. Sexistischer Feminismus.
4. Opportunistischer Feminismus.
5. Abschließende Betrachtung.

Der wissenschaftlich gebildete Mensch strebt danach, Ordnung zu bringen in die Welt der Erscheinungen. Liest man in der Wikipedia den Feminismus-Artikel, so findet man zwar eine reichhaltige Auflistung verschiedener Formen, doch fragt man sich auch: Wie hängt denn das alles zusammen? - Ich glaube gefunden zu haben, daß man bereits mit einer 2x2-Einteilung einen recht guten Überblick gewinnt.

Die erste, gröbere Zweiteilung ist schon seit längerer Zeit bekannt. Sie besagt, daß es in der Hauptsache zwei Richtungen gibt. Nach ersterer sind Mann und Frau natürlicherweise gleich; tatsächliche Unterschiede, gemeint sind Benachteiligungen zulasten der Frau (!), seien künstlich und erforderten Korrekturen. Dabei setzt die marxistische Fraktion auf die politische Diktatur des Feminats, die völkische Fraktion auf subversive Restauration alteuropäischen Gemeinschaftslebens.

Der anderen Richtung zufolge sind Mann und Frau von Natur aus verschieden, und zwar dergestalt, daß die Frau den höherwertigen, würdigeren Teil darstellt. Folglich ist das männliche Geschlecht, um nicht zu stören, entweder zu entmachten und zu reduzieren (sexistische Fraktion), oder es hat zumindest gelegenheitsweise gewisse Benachteiligungen einzustecken (opportunistische Fraktion).

Genauer besehen sind die Verhältnisse aber komplizierter. So haben beide Richtungen je eine Fraktion, deren Vertreter sich durch Homosexualität auszeichnen, und die weiblichen unter ihnen (die "Lesbofeministinnen") zudem durch eine bemerkenswerte Militanz. Die zwei übrigen Fraktionen sind jedoch sexuell normal. Gehen wir die vier Formen jetzt im Überblick einmal durch.


1. Marxistischer Feminismus.

Ich rechne hierzu Vertreter, die nicht in allen Fällen sich als Marxisten bezeichnen oder auch nur im Marxismus bewandert sein müssen, wohl aber die geschlechtliche Gleichstellung mittels eines geeigneten Klassenkampfes anstreben, so z.B. Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer. Für sie alle ist bezeichnend, daß sie das, worin andere Frauen ihren Mehrwert erblicken - Schwangerschaft sowie sexuelle Ermächtigung mittels Pornografie und Prostitution - eher als Stigmatisierung bzw. als Mittel der Unterdrückung durch Männer bewerten. Sie sehen sich nicht nur als Nicht-Profitierende, sondern sogar als Opfer.

Wer auf dieser Erlebnisgrundlage die Gleichstellung anstrebt, wird hierzu mindestens eines der folgenden Motive haben:

  1. Aus seiner "Rolle" oder seinem Körper auszubrechen, im quälenden Bewußtsein, damit nicht übereinzustimmen. Voraussetzung ist also ein physisches Identitäts-Problem.

  2. Auf dem Wege des Aufstiegs gleiche Vorteile zu erlangen wie die besitzende oder mächtigere Klasse. Vorausetzung ist untere Schichtzugehörigkeit.

Das erklärt, warum gesunde bzw. erfolgreiche und zufriedene Frauen keine Gleichstellung anstreben. Sie würden nur verlieren: Gesunde Frauen, weil sie von den Vorteilen der Weiblichkeit durchaus zu profitieren pflegen; erfolgreiche Frauen, weil eine Frauenquote ihre eigenen Leistungen diskreditieren würde.

Wir treffen also unter den marxistischen Feministinnen sowohl militante Lesbierinnen, denen ihr körperlich festgelegtes Geschlecht die Entfaltung vorenthält, die sie als Mann aufgrund ihrer Intellekt- und Willensqualitäten durchaus hätten erlangen können, als auch allzu durchschnittliche Frauen, die keine Chance haben, durch Anstrengung oder durch günstige Heirat einen höheren Rang zu erklimmen.

Diese tatsächlichen Benachteiligungen sind notwendige, keinesfalls aber zureichende Bedingungen für den Feminismus. Denn dazu bedarf es vielmehr noch einer Verschwörungstheorie oder Feindbild-Ideologie, die besagt: Das Patriarchat ist schuld. Immer, wo Frauen nicht in der erhofften Weise erfolgeich sind, ist dann die Rede von der gläsernen Decke oder von den Männer-Seilschaften. In den Worten Nietzsches:

Der Sklavenaufstand in der Moral beginnt damit, dass das Ressentiment selbst schöpferisch wird [...] Während alle vornehme Moral aus einem triumphirenden Ja-sagen zu sich selber herauswächst, sagt die Sklaven-Moral von vornherein Nein zu einem "Ausserhalb", zu einem "Anders", zu einem "Nicht-selbst": und dies Nein ist ihre schöpferische That.

Dieses Ressentiment unterscheidet die marxistischen von den später zu besprechenden opportunistischen Feministinnen, welche, solange sie von Männern profitieren, gerade deren Anderssein als bejahenswert erleben.

Nun ist natürlich immer damit zu rechnen, daß Aufstreber die Gleichstellung eventuell nur als Durchgangsphase sehen und sich keinesfalls "gerechte Verhältnisse" erhoffen, sondern vielmehr den Machtwechsel zu ihren Gunsten anstreben, also eine Ungerechtigkeit, von der sie dann profitieren. Nur der Theoretiker verlangt die absolute Gleichberechtigung; der fühlende und wollende Mensch verlangt sie wohl im Glück, nicht aber im Unglück.

Das entsprechende Ergebnis hat auch der Feminismus gezeitigt. Es gibt zumindest in den Ländern christlicher Tradition heute keinen Bereich mehr, wo Frauen nicht bevorteiligt sind - was ihre Lobbyisten nicht davon abhält, immer noch weitere "Gleichberechtigung", d.h. Gleichstellung zu fordern. So etwa eine Quote für die Vergabe der Nobelpreise! Unter dem Banner der Gerechtigkeit hat der marxistische Feminismus eine Gesellschaft weiblicher Privilegierung hervorgebracht.


Bereits die Beauvoir ist bekannt geworden durch ihren Satz, daß man nicht als Frau zur Welt komme, sondern dazu gemacht werde. Einige Feministinnen dieser Fraktion wie z.B. Judith Butler haben das Ideologem der Gleichheit so weit getrieben, daß sie sogar den körperlichen Geschlechtsunterschied als "konstruiert" unterstellen.

Hiermit beginnt allerdings der Genderismus und damit die Selbstzersetzung des marxistischen Identitäts-Feminismus. Denn Gleichheit der (Geschlechter-) Klassen bedeutet ja nicht Gleichheit der Individuen, im Gegenteil. Wo alle Menschen in derselben Klasse aufgehen, hier: im "Unisex", da bestehen sie umso mehr auf ihre Eigentümlichkeiten und persönlichsten "Bedürfnisse". Es entsteht eine chaotische Differenz, Klassenlosigkeit pur.

Die daraus sich ergebende klassenlose Gesellschaft wird also keineswegs, wie die Marxisten glauben, die glücklichste und friedlichste sein, sondern, ganz im Gegenteil, den Krieg Alle gegen Alle in Gang setzen. Denn jeder wird sein persönliches Sonderrecht und eine Art göttlicher Absolutheit beanspruchen. Pflichten wird er ablehnen und ablehnen müssen. Denn wozu dienen Pflichten, wenn nicht einer höheren Ordnung, als man sie selbst darstellt? Genau die wird es dann nicht mehr geben, besser gesagt, sie wird keine Anerkennung mehr finden.


2. Völkischer Feminismus.

Man neigt zur Annahme, daß der Völkische Feminismus, wie ihn etwa Mathilde Ludendorff vertreten hat und wie er in der Weimarer Republik sowie im Dritten Reich sehr verbreitet war, heute untergegangen sei oder nur in Nischen existiere. Das stimmt nicht ganz, denn er ist auch heute massenhaft verbreitet - nur nicht mehr unter seinem verdienten Namen.

Er existiert zumindest nämlich in einer Massenware, genannt Computerspiele, und ebenso in einer weiteren Massenware, genannt Fantasy-Romane. Er ist sogar ganz leicht zu erkennen, nämlich an den Amazonen, den wehrhaften, oft martialisch dargestellten Frauen, die nicht selten die eigentlichen Helden darstellen, jedoch nicht grundsätzlich das gute Prinzip verkörpern. Vielmehr herrscht eine gewisse Gleichstellung auch in der Verteilung von Gut und Böse.

Bemerkenswert ist der Rückgriff auf die - eigentlich vergangene - Welt der Einzelkämpfer, also der Ritter und anderer Helden, und dies selbst da, wo die Handlung in der Zukunft spielt. In jedem Falle spielt das Geschehen in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaft. Die Handelnden sind also elitär, ihr Geschlechterverhältnis dagegen egalitär.

Feindbild im Völkischen Feminismus ist immer eine andere Rasse, ein anderes Volk oder eine global operierende Organisation - seien es die Juden und/oder "Überstaatlichen", Freimaurer und Jesuiten (bis 1945); seien es Zwerge, Riesen, Tiermenschen, Untote oder sonstwie gruppenbildende Entartete.

Allerdings ist klar, daß in der Nachkriegsordnung die Feindbilder gewechselt haben und zumindest nicht mehr von Juden die Rede ist. Christen und Muslime werden aber weiterhin thematisiert, und zwar massenhaft in haßerfüllten Leserkommentaren, nicht nur auf Netzseiten wie PI ("Politically Incorrect"). Denn fast immer, wo sie als Feindbilder vorkommen, wird ihnen - zumindest implizit - Frauenfeindlichkeit vorgeworfen.

Hierbei handelt es sich um einen - ich möchte es mal so ausdrücken - unterschwellig völkischen Feminismus. Er ist egalitär, was das Verhältnis der Geschlechter angeht, jedoch elitär, soweit es das Verhältnis zum Gegner betrifft. Und der Gegner, das ist die monotheistische Religion, entweder ingestalt des Christentums oder aber des Islams.

Ersteres, das Christentum, wird gesehen als Kulturfolger des Judentums und oft zitiert mit dem altestamentarischen Satz: "Macht euch die Erde untertan." Häufig wird auch die dezidiert "frauenfeindliche" Einstellung des gebürtigen Juden Paulus erwähnt. In gleicher Weise - imperialistisch und frauenfeindlich - wird aber auch der Islam charakterisiert. Soweit man diesen anfeindet, gleichzeitig aber "die christliche Kultur" hochhält, dürfte es sich eher um eine taktisch-politische Parteinahme als um eine religiöse Entscheidung handeln. Immerhin haben alle diese Monotheismen in semitischen Völkern ihren Ursprung.


An dieser Stelle füge ich eine Betrachtung zum Ursprung des Antisemitismus ein. Es war die Aufgabe des jüdischen Volkes, die Inkarnation Gottes vorzubereiten. Dazu war es auserwählt; jedenfalls verstand es sich so. Um das Ziel zu erreichen, entwickelten seine geistigen Führer ein fein ziseliertes System der Rassenhygiene. Vor Allem die Vermischung mit anderen Völkern wurde geächtet. (Auch heute gibt es in Israel Rassegesetze, deren Mißachtung mit Haftstrafen geahndet wird.)

Wie der Anthroposoph Valentin Tomberg in einem Buch unter dem Titel "Betrachtungen über das Alte Testament" (1933, 1989) ausführte, hatte das jüdische Volk in Zusammenhang damit auch die Aufgabe, eine eigene Kulturströmung zu schaffen, in welcher der Verkehr mit der Gottheit allein auf dem Ich beruhte. Denn Jahwe präsentierte sich als der "Ich bin". Dies war folglich eine moralische und historische Beziehung, in welcher das Gewissen ausgebildet wurde. Vertreter dieser Strömung waren die Propheten.

Demgegenüber pflegten die umliegenden Völker ausschließlich naturbezogene Kulte auf Grundlage von Funktionen des Astralleibes, also eines eher traumhaften Kollektiv-Bewußtseins, anders gesagt: unter Ausschaltung des Ichbewußtseins. Entsprechend waren ihre Priester oftmals weiblich, und ihre Götter auch.

(Es begründet den Unterschied von Mann und Frau, daß bei ersterem das Ich und der physische Leib stärker ausgeprägt sind, bei der Frau jedoch Ätherleib [= Lebensleib] und Astralleib [= Seelenleib]. Somit sind bei der Frau die mittleren beiden Wesensgliedern akzentuiert; beim Manne sind es die äußeren Wesensglieder, sozusagen die Extremitäten. Hierin liegt übrigens eine Paralle zur festgestellten größeren schöpferischen Varianz des Mannes.)

Im Verfolg ihrer Rassen- und Kulturhygiene mußten die jüdischen Führer mit äußerster Konsequenz vorgehen, da Versuchungen, fremde Kulte aufzunehmen, im Volke ständig virulent waren. Daraus resultierten kriegerische Handlungen, die wir heute als Völkermorde bezeichnen würden, sowie ähnlich grausame innerstaatliche Maßnahmen, wie etwa die Auslöschung der Bewohnerschaft der Stadt Sodom.

Es hieße jedoch, ein einseitiges Bild zu zeichnen, wenn man nur die Grausamkeiten der jüdischen Führer erwähnen würde. Mit den Mutterkulten der konkurrierenden Naturreligionen stand es keineswegs besser. Noch heute wird mit dem Namen des Moloch ein kinderfressendes Ungeheuer bezeichnet, und erscheinen Götter und Göttinnen wie Baal, Astarte, Ischtar usw. in modernen Hexenromanen und Satanskulten. Selbst im heutigen Afrika sind anerkannte Hexen nicht nur häufig als Geburtshelferinnen tätig, sondern gleichzeitig involviert im Handel mit Organen von Un- und Neugeborenen. Das möglichst quälende Schlachten von Tieren und Kleinkindern dient hierbei der eigenen "Auffüllung" mit unverbrauchten Lebens- ("Äther"-) Kräften.

Nun gab es Hexen auch in Europa. Die Frage, inwieweit es sich dabei um Priesterinnen und "weise Frauen" gehandelt habe, und inwieweit um gewerbliche Mißbraucherinnen magischer Kräfte im Auftrag mißgünstiger Nachbarinnen - man spricht hierbei von "Schadenszauber" -, bleibe jetzt einmal außer Betracht. Entscheidend in diesem Zusammenhang ist vielmehr, daß Entscheidungsträger der christlichen Kirchen an ihrer Verfolgung beteiligt waren. Sie spielten zwar keineswegs die hervorragende Rolle, die in ihnen oftmals zugeschrieben wird. Im Gegenteil, sie wirkten mäßigend. Aber sie taugen heute noch als Sündenbock, weil die Kirche einen definierten religiösen Standpunkt vertritt.


Hier also liegt meines Erachtens die Ursache des - auch latenten - völkischen Feminismus. Es ist ja wahr, daß das Christentum im Verlaufe des Mittelalters in die germanischen Völker sozusagen eingebrochen ist und sich nur behaupten konnte, indem ihre Vertreter gegebenfalls auch bestehende Kulturgüter systematisch vernichteten. Wir müssen uns aber vor Einseitigkeit hüten. Vieles unter den damaligen Völkern war zu dieser Zeit schon nicht mehr kulturfähig, oft sogar entartet und schädlich. Gerade für das Hexenwesen wird das zumindest teilweise zugetroffen haben. Von vielen germanischen Führern ist daher die christliche Missionierung ausdrücklich begrüßt worden. Nur kam es dann eben auch zu Konflikten.

Ich unterstelle, daß die meisten Menschen, die heute einen fanatischen Haß auf das Christentum hegen (in welchem sie meist nur ein fortgesetztes Judentum erblicken), und ebenso die heutigen Islam-Hasser, in mindestens einem ihrer früheren Erdenleben Opfer einer entsprechenden Verfolgung gewesen sind. Denn wenn wir versuchen, den Antisemitismus bzw. den militanten Atheismus nur als die irrationale Kehrseite einer mißglückten Bevölkerungspolitik zu verstehen, dann bleiben Rätsel. Die Kritik müßte sich ja auf die verantwortlichen Politiker richten, doch leider trifft sie vielmehr die Begünstigten. Liegt dem nur ein intellektuelles Defizit zugrunde, gemäß dem Motto: "Der Hund beißt den Stein, aber nicht den Mann, der ihn geworfen hat"? Ich behaupte: Nein, denn mit Dummheit kann man nicht alles erklären. Es muß auch positive Gründe geben, selbst wenn sie in einer fernen Vergangenheit liegen.

Insgesamt bleibt festzustellen, daß der völkische Feminismus viel weiter verbreitet ist, als man gemeinhin denkt; ja daß er heute ein Massenphänomen darstellt. Man sieht das nur dann nicht, wenn man diesen Begriff reflexhaft mit dem Nationalsozialismus und der Zeit davor verbindet. Doch frage sich ein Jeder, ob er etwa nicht für die Gleichberechtigung von Mann und Frau eintrete. (Ich bin gegen sie, aber ich vertrete keine Mehrheitsmeinung.) Frage ein Jeder ebenfalls, ob nicht Judentum, Islam sowie die strengen Formen des Christentums dieser Gleichberechtigung im Wege stehen. Und frage er sich drittens, ob er nicht für heidnische, sexualbetonte Kulte eine gewisse Sympathie empfindet.


3. Sexistischer Feminismus.

Wie sehr der sexistische Feminismus, das heißt: der Sexismus als solcher, mit dem Rassismus verwandt ist, dessen Metamorphose und Steigerung er darstellt, das ersieht man an denjenigen Autorinnen, welche die angebliche Minderwertigkeit des Mannes und Höherwertigkeit der Frau anhand von Schädelformen und entsprechenden Theorien zu beweisen suchen.

Nehmen wir als Beispiel Josefine Schreier, die in ihrem Buch "Göttinnen" (1965, 1977) auf S.28 die folgenden Gedanken zu Papier bringt:

Die Anthropologen sprechen mit Recht von einer inferioren und superioren Rasse, je nachdem der Schädelbau mehr oder weniger dem eines Tieres als eines Menschen ähnlich ist. [...]

...und daraus geschlossen hat,

daß überlegene, herrschende Frauen einer anderen Rasse angehörten als die Männer, die ihnen untertan waren.

Das bezieht sich freilich auf die Vergangenheit. Der deutsche Anthropologe Rainer Knußmann hat es in einem 1982 erschienenen, 1986 neu aufgelegtem Buch, das er mit "Der Mann - ein Fehlgriff der Natur" überschrieben hat, unternommen, uns die Zukunft des Menschen vorauszusagen. Sein grundlegender Gedanke ist dieser:

Männlich bedeutet Verschluß, geschlossen, abgeschlossen - Unfähigkeit zur Weiterentwicklung. (S.127)

Daraus folgt:

Der Mann blieb immer Affenpascha, immer Affe. Die Frau dagegen ist der wahre Mensch, und sie bietet auch das Bild des künftigen Menschen. (S.131. Alle Hervorhebungen durch mich.)

Das ist die Quintessenz, und damit endet das Buch. Es wird also die Frau, an sich ein Geschlechtswesen, zu einem Artwesen erhoben, und zwar zum Artwesen der Gegenwart wie auch der Zukunft. Vom Mann redet Knußmann in der Vergangenheitsform. Demnach ist der Mann

Schädelreihe
  1. ein Affe,
  2. und, als insofern uneigentlicher Mensch, ein Atavismus, also die ordnungswidrige Wiederkehr eines überwundenen Zustandes, gleichsam ein "Untoter".

Demgegenüber ist die Frau

  1. der wahre (eigentliche) Mensch,
  2. und daher, wenn man es genau nimmt (Knußmann sagt es nicht direkt), einziger Inhaber der Menschenwürde und der Menschenrechte.

Dies "beweist" Knußmann anhand des neotonischen Grundgesetzes, illustriert an diversen Schädelformen. Darauf aufbauend hat Gerda Weiler in ihrem Buch "Der aufrechte Gang der Menschenfrau" (1994, Bd. 2 ihrer "Feministischen Anthropologie") aus Knußmanns Darstellung eine Zeichnung sechs verschiedener Schädelformen entnommen, neu gruppiert, und um das Bild eines siebten Schädels erweitert, dem sie die Bezeichnung "Moderne Menschenfrau" zuordnet. Eine männliche Entsprechung kommt nicht vor. Siehe Bild rechts.

Sachlich ist Knußmanns bzw. Weilers Deutung radikal falsch. Die Kindlichkeit der Frau besagt, daß sie stehenbleibt, wo der Mann weitergeht; sie besagt nicht, daß die Frau die Zukunft verkörpert. Die Unfertigkeit der Frau ist endgültig, die Unfertigkeit des Kindes ist Durchgangsphase. Insofern ist eher der Mann mit dem Kind verwandt. Die körperlichen Bezüge sind geeignet, falsche Deutungen zu induzieren.


Ein erstes Aufglimmen der systematischen Männerverachtung begegnet uns freilich schon in Moderata Fonte (1555-1592). Ihr zufolge

gleicht ein Mann einer erloschenen Lampe, die allein zu nichts nütze ist und nur dann im Haus zu gebrauchen ist, wenn das Licht entzündet wird. (S.85)

Das lesen wir in ihrem um 1600 erschienenen Buch "Das Verdienst der Frauen. Warum Frauen würdiger und vollkommener sind als Männer". Die Höherwertigkeit der Frau begründet die Autorin damit, daß der Mann aus Erde geschaffen wurde, die Frau aber aus des Mannes lebendem Körper (genauer: einer Rippe), womit sie also bereits auf etwas Höherem aufgebaut ist, das sie nunmehr überragt.

Noch krasser und gehässiger hat im Jahre 1905 Helene von Druskowitz ihren Männerhaß vorgetragen. Sie fand allerdings kaum Beachtung.

Mit dem "Manifest zur Vernichtung der Männer" von Valerie Solanas (1967, gedruckt 1971) betreten wir dann wirklich die Hölle des Sexismus. Wahrscheinlich hätte man auch diese Sexistin nicht recht ernstgenommen, wenn sie nicht den Künstler Andy Warhol mittels Pistolenschuß fast getötet hätte. Seitdem aber wird sie gefeiert, u.a. in Filmen und Theaterstücken. Ihr Manifest ist, anders als Hitlers Buch "Mein Kampf", das es an Schärfe weit übertrifft, in diversen Sprachen frei käuflich.

Nimmt der Mann bei H.v.Druskowitz immerhin eine Stellung zwischen Tier und Mensch ein, so ist das in der Bewertung Solanas' noch zu hoch gegriffen:

Den Mann ein Tier zu nennen, heißt, ihm zu schmeicheln.

Mindestens genauso ernst zu nehmen ist meines Erachtens das Manifest "Die Zukunft - Wenn es eine gibt - Ist weiblich" (1982) der Literatur-Professorin Sally Miller Gearhart, das ich in meinem "Sexistinnen-Pranger" in deutscher Übersetzung wiedergegeben habe. (Dort findet der interessierte Leser auch Beschreibungen aller hier aufgeführten Personen.)

Gearhart will den Mann zwar nicht durch Abschlachten reduzieren (auf höchstens 10 % der menschlichen "Rasse"), wohl aber durch gezielte Auslese. Sie bringt keinen Haß zum Ausdruck, vielmehr eine Affektlage, in der sich Angst und Ekel verbinden, wie sie uns angesichts einer weltweit virulenten Infektionskrankheit überkommt, gegen die es noch kein Heilmittel gibt. Man könnte diese ebenso kunst- und feinsinnige wie intelligente Sexistin, die überdies auch agitatorisch begabt ist, natürlich als verrückt bezeichnen, aber mit einer derartigen Diagnose wird das Rätsel solcher Menschen nicht gelöst.


Immer wieder besticht an den Vertretern des sexistischen Feminismus die Neigung, Mängel in Vorzüge umzudeuten, und umgekehrt. Bei Moderata Fonte (um 1600!) sahen wir bereits: In der Schaffung der Frau aus der Rippe des Mannes sieht sie keine Verarmung, sondern eine Erhöhung. Bei Rainer Knußmann und Gerda Weiler gilt das Gleiche inbezug auf die Kindlichkeit des Schädels. Hier dient das (falsch angewandte) neotonische Grundgesetz als logischer Steigbügel, um einen Zukunftsvorteil der Frau zu konstruieren.

Auch die Geschlechts-Chromosomen mußten für logische Zaubertricks herhalten. So schrieb Elizabeth Gould Davis in ihrem Buch "Am Anfang war die Frau" (1977, 1983; Original: The First Sex, 1971):

[...] der Mann ist nur ein unvollkommenes Weib. Genetiker und Physiologen sagen uns, daß das Y-Chromosom, das das männliche Geschlecht bewirkt, ein verformtes weibliches X-Chromosom ist. [...] Es erscheint sehr logisch, daß dieses kleine und verdrehte Y-Chromosom ein genetischer Irrtum ist, ein Unfall der Natur, und daß es ursprünglich nur ein Geschlecht gegeben hat, nämlich das weibliche. (27)

Nun, es mag ein "Unfall" sein, aber eben ein sehr kreativer Unfall. Um etwas Neues zu schaffen, die Entwicklung nicht anzuhalten, braucht es derartiger "Unfälle" oder Mutationen.

Übrigens ist das in etwa die umgekehrte Argumentation, wie sie Moderata Fonte gegeben hat, als sie die weibliche Höherwertigkeit mit der Abstammung von der männlichen Rippe begründete. Wenn man Davis' Logik auf das "Rippen-Modell" anwendet, dann hätte es ursprünglich nur das männliche Geschlecht gegeben, und die Frau wäre ein verformter und unvollkommener Mann. So wurde es theologischerseits auch immer gesehen, und Davis hat das nun übertragen auf die Chromosomen - wobei für sie aber eine umgekehrte Bewertung herauskommt, nämlich zugunsten der Frau. - Wenden wir jedoch Fontes Logik auf die Chromosomen an, so folgte daraus umgekehrt die Aufwertung des Mannes!

Was stimmt nun? Beide Sichtweisen sind eingeschränkt gültig. Geistig, als Modell, war zuerst der Mann da, und die Frau kam danach. Das ist versinnbildlicht im Mythos von der Rippe. Physisch aber war zuerst die Frau da, und hinterher kam der Mann hinzu. Das kommt im Chromosomensatz exemplarisch zur Geltung. In jedem Falle ist der Mann der Innovator, ohne den es kein Werden gibt; er ist der Anfang im geistigen Urbeginn, aber auch der Neubeginn nach einer physischen Verfestigung.

Luise F. Pusch setzte die Reihe sexistischer Mißdeutungen fort, indem sie erklärte, daß die männlichen Formen der Wörter verkümmerte weibliche Formen darstellten. Demnach wäre etwa die "Kapitänin" nicht die späte weibliche Spezifizierung des männlichen Kapitän, sondern umgekehrt der "Kapitän" eine späte reduzierte Form der ursprünglichen und vollständigen Kapitänin.

Diese Deutung entspricht derjenigen, die inbezug auf die Chromosomen die richtige ist, aber selbst dort keine Höherbewertung der Frau erlaubt. Die Sprache aber ist geistigen Ursprungs. Hier ist das Männliche primär. Zu bewerten gibt es dennoch nichts. Frau Pusch verlangt eine Entpatrifizierung der Sprache, das Wort in bewußter Anspielung auf die "Entnazifizierung" verstanden, als "Säuberung" von männlichen Elementen.

Der Ursprung des Feminismus aus der totalitären Bewegung tritt nirgends so deutlich in Erscheinung wie innerhalb seiner sexistischen Spielart. Man lese hierzu im Hauptwerk von Christa Mulack, "Natürlich weiblich" (1990), wo gleich zu Anfang der Satz steht:

Das männliche Geschlecht hat sich auf diesem Planeten so breit gemacht, daß weibliche Heimatlosigkeit die unausweichliche Folge ist.

Ersetzen Sie versuchsweise mal "Das männliche Geschlecht" durch "Das jüdische Volk" oder "Die dunklen Rassen"!

Wer allerdings glaubt, diese Richtung habe sich überlebt, der irrt.

Antje Schrupp ist eine ihrer jüngeren Vertreterinnen, eine philosophisch belesene Weltschmerz-Feministin, deren Daseinsfreude durch die bloße Existenz von Männern getrübt wird, wie sie freimütig bekennt. Sie ist depressiv, nicht aggressiv, fordert also nicht die Vernichtung von Männern, äußert nur bisweilen Verständnis für andere, die es tun. Die Theologin Ina Praetorius ist ihr ähnlich, nur etwas frischer. Sie hat einen "Nachruf in Dankbarkeit" auf die verstorbene "Radikalfeministin" Mary Daly geschrieben, die, ähnlich wie S.M.Gearhart, für die "Entseuchung" dieser Erde (von Männern) eintrat.


4. Opportunistischer Feminismus.

Lat. opportunitas heißt auf deutsch: günstige Gelegenheit. Hier sind wir auf dem Schnäppchenmarkt. Frauen, die sich den bisherigen Formen des Feminismus nicht zuteilen lassen, erfüllen sehr oft die Merkmale dieser Richtung. Es sind keine Schergen des Weltgewissens, keine Rächerinnen der Göttin, sondern einfach nur Profiteusen des Zeitgeistes. Männer sind für sie auch keinesfalls Schädlinge, sondern - umgekehrt - Vielzweck-Nützlinge und Funktions-Partner. Tatsächlich bezeichnen sich Frauen dieser Kategorie selbst oft als Feministinnen, in der Meinung, daß das etwas Erhebendes sei. Wirklich böse sind sie also nicht, doch ohne tieferes Verständnis der Geschichte.

Im historischen Rückblick dürfte die erste Vertreterin Olympe de Gouges gewesen sein, welche ansonsten der sozialistischen Abteilung zuzurechnen wäre. Hier erwähne ich sie, weil sie sich nicht verkneifen konnte, in ihrer durchaus interessanten "Erklärung der Menschenrechte für die Frau" (zeitgleich mit den Ereignissen um die Französische Revolution) eine Fußnote anzubringen, in der sie den Mann als Geschlechtswesen völlig unmotiviert beschimpft. Wenn schon nicht dieser Satz, so dürfte es letztlich jedenfalls die sich darin bekundende gehässige Neigung gewesen sein, die sie auf das Schafott gebracht hat.

Politisch erfolgreicher war Elisabeth Selbert, eine der "vier Mütter des Grundgesetzes" und SPD-Mitglied, irgendwie also Sozialistin. So richtig ideologisch agitiert hat sie meines Wissens nicht. Vielmehr hat sie die Gelegenheit abgewartet, welche ihr erlaubte, die Gleichberechtigung von Mann und Frau - in Wahrheit: die Abschaffung der Gleichverpflichtung - durchzusetzen und damit die deutsche Väter-Misere grundzulegen. Das war die Nachkriegszeit, als viele Männer sich noch in Kriegsgefangenschaft befanden und somit eine Art permanenter Weiberfastnacht herrschte. Die EMMA-Autorin Cornelia Filter teilt dazu mit:

Noch 30 Jahre nach ihrem Triumph sagt Selbert schlicht: "Es war die Sternstunde meines Lebens."

Ich habe sie hier ein wenig beschrieben.

Sternstunden hat auch öfters mal die Esoterikerin Alexa Kriele. Genauer gesagt handelt es sich um "Engel-Sprechstunden". Die bringen ihr viel Geld ein, nämlich ingestalt von Honoraren (180 Euro pro Stunde), aber auch von Verlagsvergütungen. Ich würde das hier nicht erwähnen, wenn Frau Kriele nicht in einem ihrer Ratgeber die Gelegenheit ergriffen hätte, über die Männer abzulästern und eine neue Welle der Frauen-Emanzipation herbeizureden. Anders als der Mann, so sagt sie, sei die Frau Vermittlerin der "gelebten Kultur", und, zum Beispiel:

Das Heilige, das Gute, das Schöne, das Wahre pflegen heißt, die Seele nähren und kräftigen. Das können Frauen besser als Männer.

Weitere Zitate habe ich hier gebracht. In Anbetracht, daß Frau Kriele dafür nicht auf die Straße geht oder in Genderseminaren Studenten verführt, sind derartige Äußerungen ziemlich harmlos. Trotzdem darf man sich fragen, warum ihr Mann, der immerhin als pensionierter Professor und Autor rechtswissenschaftler Werke ein gewisses Ansehen genießt, sich diese indirekten Herabwürdigungen hat gefallen lassen. Die Antwort könnte im erheblichen Altersunterschied der Ehepartner liegen, welche beide - nicht nur, aber in gewissen Hinsichten - zu gleichsam natürlichen Opportunisten macht.

Ein weiteres Beispiel ist Eva Herman. Wenngleich sie sehr mutig und opferbereit für die Erneuerung der traditionellen Familie eingetreten ist, so konnte sie sich doch nicht enthalten, bei passender Gelegenheit die angebliche Höherwertigkeit der Frau und die gleichsam physiologische Neigung des Mannes zum Kindesmißbrauch herauszustellen. Irgendeinen offiziellen Protest hat es m.W. nicht gegeben.


Im Übrigen ist der opportunistische Feminismus ein Massenphänomen. Die Zahl der Mütter in Deutschland, welche, sobald der günstige Augenblick gekommen scheint, ihre Kinder entvätern und die Väter entrechten, ist jedenfalls Legion. Es sind keine Männerhasserinnen; vielmehr handeln sie ganz rational im Willen, "sich" zu verbessern, ohne Rücksicht auf die hierdurch Benachteiligten. Anders gesagt: Sie tun es, weil sie dafür nicht bestraft werden. Sie werden ja dafür sogar belohnt, und zwar nach den z.Z. geltenden Gesetzen.

Es gab eine vergleichbare Situation im Dritten Reich, als die Verfolgung der Juden begann und ihre Mißhandlung durch "Gelegenheitstäter", also Opportunisten, in der Regel straffrei blieb. Manch einer, der gerne mal jemandem "auf die Fresse hauen" wollte, ob mit oder ohne Anlaß, durfte es jetzt tun und profitierte von dieser Gelegenheit. Er orientierte sich an der herrschenden Stimmung und, wenn ihm Zweifel kamen, an der politisch verbreiteten Idee vom Tätervolk. In genauer Analogie hierzu haben wir heute ein Tätergeschlecht mit Kollektivschuld. Daran wird angeknüpft, wenn es nötig erscheint, das Gewissen ruhigzustellen.

Das Gleiche gilt für die Falschanschuldigung inbezug auf häusliche und auf sexualisierte Gewalt. Sie kostet nichts, und sie hat auch im Falle der Erfolglosigkeit kaum nachteiligen Folgen - für die Täterin. Selbst für Tätlichkeiten mit Todesfolge wird die Frau bisweilen freigesprochen (siehe etwa die Meldung hier), weil ja die Notwehr schon aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit immer naheliegt.

Nicht außer Betracht lassen sollten wir in dieser Kategorie die Feministen männlichen Geschlechts, in der Maskulisten-Szene als "(Lila) Pudel" bezeichnet. Die bekannteren von ihnen haben ich in meinem "Sexistinnen-Pranger" aufgeführt; einen krassen Fall bitte ich auf seinem eigenen Weblog, allerdings in Englisch, zu begutachten. Der deutsche Arzt Rolf-Dieter Hesch hat beiläufig ähnliche Gedanken geäußert wie Gearhart, ohne die letztere namentlich zu erwähnen.

Man muß sich fragen, was diese Männer (?) sich von ihrem Bekenntnis versprechen. Ihre Motive dürften ähnlich sein wie im Falle der jüdischen Kollaborateure innerhalb der Judenverfolgung. Dem Pudel Ern(e)st Borneman(n) jedenfalls hat die Verherrlichung des weiblichen Geschlechts zuletzt nichts mehr genützt, wie er in einem Abschiedsbrief selber bekannte. Er hat sich umgebracht, weil er die Hörigkeit zu einer Frau nicht mehr ertragen konnte.


5. Abschließende Betrachtung.

Zur Unterscheidung der Formen sei vermerkt:

Dabei ist zu berücksichtigen, daß die menschliche Hierarchie auch aus taktischen Gründen geleugnet werden kann, sodaß der Identitäts-Feminismus in einen Differenz-Feminismus übergeht. In diesem Falle erfolgt nach der Gleichstellung die Machtübernahme. Diese wird z.B. durch Gesetzes-Änderungen vollzogen und eventuell gerechtfertigt als (rückwirkender) Ausgleich für eine vorausgegangene "Benachteiligung".

Demgegenüber kennt der unmittelbare Differenz-Feminismus kein Taktieren; er geht, die Handlungsfreiheit vorausgesetzt, brutal zur Sache. Valerie Solanas und Sally Miller Gearhart haben sich die Vertierung und Verfrauung des Mannes als physischen Eingriff vorgestellt: Erstere als eine Art Weltbürgerkrieg (entfernt vergleichbar dem Rassenkrieg in Rwanda), die Zweite durch eine noch zu entwickelnde und zu organisierende Technik der Parthenogenese unter Leitung einer globalen Gynokratie. Der Mediziner Rolf-Dieter Hesch hat, ebenfalls als Kollektivmaßnahme, über chirurgische Eingriffe "in das Gewaltzentrum des Mannes" nachgedacht.

Doch egal, ob nun weiche oder harte Maßnahmen zum Einsatz kommen, Endziel des Feminismus ist in jedem Falle die Degradierung des Mannes zum "Männchen", und damit die Reduzierung des Menschen auf den menschgestaltigen Hominiden. Denn die Degradierung des Mannes zum Männchen zieht die Degradierung der Frau zum Weibchen nach sich. Dies entspricht der Begrenzung des geschlechtlichen Dimorphismus auf sexuelle Funktionen. Gegenwärtige Versuche, die Begriffe Vater und Mutter durch Elter 1+2(+...) zu ersetzen, kommen dieser Zielvorstellung entgegen.

Ich glaube, daß Maßnahmen der Entmannung und Verfrauung der Menschheit - wir können auch sagen: die vorbereitende Vertierung -, in jedem Falle zur Anwendung kommen, ja daß sie längst begonnen haben. Allerdings glaube ich nicht, daß die Vertierung das notwendige Schicksal aller Menschen sein wird. Vertierung bedeutet auch nicht, daß die solcherart geopferten Menschen wie Tiere aussehen werden. Letztlich wird aber, so nehme ich an, eine Differenzierung stattfinden, die zunehmend auf die Etablierung zweier menschgestaltiger Rassen hinauslaufen wird, welche untereinander immer weniger - und zuletzt gar keine - Verbindungen mehr werden eingehen können.


Um noch tiefer zu dringen, werde ich mit den folgenden Sätzen eine Position einnehmen, zu der viele Maskulisten oder Antifeministen mir nicht folgen werden. Es ist das christliche, anthroposophisch vertiefte Weltbild.

Im christlichen Weltbild ist der Mensch, und nur er, dasjenige Wesen, das die Freiheit kennt. Legen wir einen Schöpfer zugrunde, so ist er mit der Erschaffung des Menschen jedenfalls das höchstmögliche Risiko eingegangen; mit ihm hat er "Alles auf eine Karte gesetzt". Ingestalt von Jesus Christus, der den drei Versuchungen in der Wüste widerstand, hat er aber vorgemacht, daß dieses Experiment nicht scheitern muß.

Dostojewski hat in seinem "Großinquisitor" den Widersacher als Inkarnation erdichtet. Der wird aber wirklich kommen. Es ist der Antichrist, das "Tier" der Apokalypse. Er hat eine verächtliche Art von Mitleid mit dem Menschen, dergestalt, daß er ihm seine Freiheit nicht zutraut. Er will eine Alternative zum christlich orientierten Menschen, das auf Mütterlichkeit herabgestufte Christentum, das aus Kriminellen Kranke und aus Systemkritikern "Feinde der Menschheit" macht. In seiner Folge hätten wir den totalen Überwachungs-, Fürsorge- und Wohlfahrtsstaat, vielleicht so wie ihn A.Huxley romanhaft entworfen hat.

Was nun der Feminismus mit seiner Rückstufung des Menschen auf den Hominiden ansteuert, das ist, auch wenn sich seine Vertreter darüber wohl nicht im Klaren sind, die "Herrschaft des Tieres", des Antichristen! Unter seiner Herrschaft würden die Menschen endgültig sein, was sie aus biologischer (biologistischer ?) Sicht jetzt schon sind: Hominiden. Männer würden dann zu "Männchen", die zwar körperlich immer noch stärker sind als Frauen, aber ihnen an kulturschöpferischer Kraft nichts voraus haben. Wie bei den Affen.


MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.