MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Der geschlechtliche Entgrenzungswahn und seine Ursachen. 31-5-2014

Wenzelsbibel: Erschaffung Evas

 

 

Bild links:

Die Erschaffung des Weibes aus der Seite des schlafenden Menschen.

Darstellung von 1389/95.

 

 

Man muß die Ansichten einer Kolumnistin wie Sibylle Berg nicht unbedingt ernstnehmen, aber allein die Tatsache, daß sie über die Onlineausgabe des "Spiegel" eine sehr große Leserschaft erreicht und dort im intellektuellen Bodensatz sicher auch bleibende Eindrücke hinterläßt - die Anspruchslosigkeit ihrer Denkweise trägt dazu bei - nötigt mich, sie hier zu zitieren.

Ihren Beitrag Männer und Frauen: Der Geruch des Irrsinns leitet sie ein mit den Worten:

Irgendwann werden sogar Vollpfosten sich daran gewöhnt haben, dass es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Dann wäre man einfach Mensch - und nicht mehr Teil verfeindeter Lager.

In ihrer Voraussage mag sie recht haben, wir wissen es nicht. Man beachte aber die beiden Einflechtungen (Implikationen) am Anfang und am Ende des Satzes. Demnach sind Andersdenkende "Vollpfosten", also keine vollwertigen Mitmenschen. Und zweitens haben wir, solange der erwartete Zustand nicht eintritt, "verfeindete Lager", also Krieg. Den wollen natürlich nur die Vollpfosten.

Die geschlechtliche Entgrenzung, für welche die Autorin sich einsetzt, ist also ihrer eigenen Einschätzung nach nur zu haben um den Preis einer Ausgrenzung von Andersdenkenden und damit um eine Art Frieden, den zuletzt nur ein totaler Staat wirklich sichern könnte. Ist Ihnen das klar geworden, lieber Leser? Man liest ja über Randbemerkungen so leicht hinweg.

Auch Feminismus-Kritiker vom Wahn befallen.

Nun ist ja die Autorin bekannt als Feministin aus Opportunismus. Erstaunlicherweise aber vertreten die meisten Feminiskritiker ebenfalls die Idee der Gleichrangigkeit von Mann und Frau. So etwa Christoph Kucklick, der in seinem Buch "Das unmoralische Geschlecht - Zur Geburt der Negativen Andrologie" den Ursprung des männlichen Selbsthasses bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgt hat.

In seinem Artikel Das verteufelte Geschlecht - Wie wir gelernt haben, alles Männliche zu verachten. Und warum das auch den Frauen schadet., veröffentlicht in der "ZEIT" am 8-5-2012, schreibt er:

Wann immer Wissenschaftler ausgezogen sind, grundlegende Differenzen zwischen den Geschlechtern zu finden, sind sie mit leeren Händen wiedergekehrt. [...] Statt stabiler Naturen finden Forscher etwas viel Irritierenderes: die federleichte soziale Erzeugbarkeit von Geschlecht. Unterschiede zwischen Männern und Frauen, aber auch innerhalb der Geschlechter, lassen sich bei Experimenten mit geringem Aufwand erzeugen. Oder nivellieren.

In seiner Leugnung natürlicher Unterschiede geht Kucklick übrigens bis zum Extrem:

Geschlechterverhalten entsteht nicht durch Hormone, es entsteht durch Worte.

Also nicht einmal testosteron- bzw. östrogen-bedingte Verhaltensunterschiede läßt Kucklick gelten! Es fehlte nur noch die Leugung physischer Unterschiede, um den geschlechtlichen Entgrenzungswahn zur letzten Konsequenz zu treiben.

Seine feminismuskritische Argumentation ist nun etwa die folgende: Es kann gar nicht stimmen, daß Männer böse und Frauen gut seien, denn Mann und Frau sind gleich. Ihre tatsächliche Verschiedenheit hat man ihnen nur eingeredet.

Das heißt aber so viel, wie Löwen gegen Lämmer zu verteidigen. Während die Feministen, um im Bild zu bleiben, sagen würden, "Löwen sind böse und Lämmer sind gut, denn Löwen fressen die Lämmer, diese aber sind friedlich", so würde Kucklick sinngemäß so argumentieren: "Löwen und Lämmer sind gleichwertig, denn daß die Löwen Fleisch fressen und die Lämmer sich von Gras ernähren müssen, das hat man ihnen nur eingeredet."

Um ihnen das auszureden - zur Erinnerung: die Löwen, das sind hier die Berg'schen Vollpfosten - müßte man eine Unzahl an Gleichstellungsbeauftragten, natürlich nur Lämmer, engagieren. Im für sie besten Falle würden die Löwen dahinsiechen. Und die Lämmer würden sich vermehren und hätten genug Muße, um die Weiden kahlzufressen. Aber dann ist Schluß mit lustig. Schlagartig.

Natürlich hat der Vergleich seine Grenzen. Männer fressen keine Frauen. Im Gegenteil, sie füttern sie, sei es als traditioneller Ernährer, sei es als entmündigte Steuerzahler. Ihre Lust, ja ihre Fähigkeit, diese Funktion auszuüben, könnte sich unter bestehenden Umständen aber drastisch reduzieren.

Ich weiß, daß das einen Herrn Kucklick nicht überzeugen würde. In seinem geschlechtlichen Entgrenzungswahn lacht er die Widersprüche sowohl der Feministen als auch der Feminismuskritiker einfach hinweg:

Wenn eine machtbewusste Politikerin wie die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Sätze wie diese äußert: "Wir Frauen sind einfach pragmatischer. Männer fürchten eher, in Konflikten ihr Gesicht zu verlieren. Das ist weniger ein Frauenthema. Wir nehmen uns selbst nicht so wichtig" - einfach lachen. Herzhaft, aus vollem Halse.

Wenn ein renommierter Wissenschaftler wie der Oxforder Psychiater Simon Baron-Cohen schreibt: "Das männliche Gehirn ist so 'verdrahtet', dass es überwiegend auf das Begreifen und den Aufbau von Systemen ausgerichtet ist", was Männer zu besseren Anführern, Wissenschaftlern und Kriegern mache - dröhnend lachen, aus federndem Zwerchfell.

Wer sind nun die Vollpfosten? Ich kann mir vorstellen, daß Löwen, die man durch Fleischentzug in die Psychose treibt, kurz vor dem Ende auch Reaktionen zeigen, die dem wahnhaften Lachen vergleichbar sind. Bei Herrn Kucklick ist dieser Fall anscheinend jetzt eingetreten. Wir müssen ihm nicht folgen!

Mutmaßliche Ursachen (1): Unverstandene Bewußtseinserweiterung.

Es gibt zunehmend Menschen, die an frühere Leben nicht nur "glauben" (im Sinne eines Fürwahrhaltens), sondern der Überzeugung sind, sich an frühere Leben erinnern zu können. Hält man sich an die diesbezüglichen Vorträge von Rudolf Steiner, welche dieser bis 1924 gehalten hat, so wird ein derartiges Erinnerungsvermögen, aber auch ein Vermögen zur begrenzten Vorausschau, in naher Zukunft ganz normal werden. Es gehört zur Evolution des Menschen.

Dabei ist aber ein, wie ich meine, sehr wichtiges Moment zu beachten: Die Wiederverkörperung erfolgt geschlechtlich alternierend, in der Regel jedenfalls. Wir werden abwechselnd als Mann und als Weib geboren.

Nehmen wir nun den Fall als gegeben, daß klare Erinnerungen noch nicht durchdringen, entsprechende Willensimpulse aber schon, dann haben wir eine hypothetische Erklärung dafür, daß zunehmend Menschen sich im "falschen" Körper wähnen. Oder einen konvertierten Selbsthaß auf das andere Geschlecht projizieren. Oder die Realität der Geschlechter überhaupt leugnen.

Es handelt sich um eine Hypothese, aber ich möchte keinen Zweifel lassen, daß ich von ihr überzeugt bin.

Mutmaßliche Ursachen (2): Materialistische Vorurteile.

Nach geltendem wissenschaftlichen Vorurteil ist der Mensch ein höheres Tier. Diesem Vorurteil, das verhältnismäßig jungen Ursprungs ist, kann ich mich nicht anschließen. Es erklärt aber, warum die tatsächliche hierarchische Ordnung der Geschlechter auch durch Nicht-Feministen geleugnet wird.

Im Tierreich gibt es nämlich keine Geschlechter-Hierarchie. Sicher, es gibt ausgeprägte Geschlechter-Dimorphismen, wobei im höheren Tierreich meist die Männchen größer und - und schöner! - sind. Aber eine kultur- und zivilisations-schöpferische Potenz entfalten diese Männchen nicht.

Überträgt man nun die tierische Geschlechtlichkeit, welche funktional in einer bloßen Polarität aufgeht, auf das Menschenreich, dann tritt einem sofort das Rätsel der fast rein männlich geprägten Evolution entgegen. Tiere evoluieren nicht; sie reproduzieren nur sich selbst. Allenfalls passen sie sich den Gegebenheiten an. Der Mensch aber - seien wir genau: der Mann - verändert die Welt, indem er sich selbst verändert. Er ist nicht nur in der Welt; er erschafft sie mit.

Darin zeigt sich der göttliche Ursprung des Menschen, eigentlich des Mannes. Es ist der größte wissenschaftliche Irrtum aller Zeiten, daß der Mensch sich aus dem Tierreich hochentwickelt habe. Das Gegenteil ist der Fall: der Mensch hat das Tierreich aus sich herausgesetzt, ausgeschieden, das Pflanzen- und Mineralreich übrigens auch. Wir kennen vergleichbare Vorgänge: Kohle entsteht aus Pflanzen, andere Ablagerungen aus Tieren (Muschelkalk). Niemals aber entwickeln sich Pflanzen aus mineralischen Stoffen, oder Tiere aus Pflanzen. Und niemals entsteht Lebendiges aus Totem.

Wie kommt es nun zu den unterschiedlichen Verhältnissen bei Tier und Mensch?

Tiere haben keine Ich-Wesenheit, die sich inkarnieren könnte. Das ist der entscheidende Unterschied zum Menschen. Die menschliche Inkarnation als Mann ist dabei etwas tiefgehender als die der Frau. Tiefer, das heißt, der Mann verbindet sich mehr mit den Aufgaben, die ihm die Erde stellt, wobei er in gleichem Maße den Anschluß an die Himmelswelt verliert. Das erklärt, weshalb es die Weiber sind, die eher zur Kirche gehen oder esoterische Bücher lesen. Und übrigens auch physisch eher "wie Engel" aussehen.

Aus demselben Grunde hat Gott sich als Mann inkarniert. Theoretisch hätte er sich auch als Frau oder auch zweimal, nämlich nachfolgend in zwei Gestalten, inkarnieren können. Aber das wäre nicht sachgemäß, denn nur als Mann konnte er so tief in den physischen Leib hineinarbeiten, daß er den Menschen "neu erfinden", d.h. die Anlage zur Befreiung vom menschheitlichen Erbschaden - dem Tod durch Geburt aus dem Weibe - schaffen konnte. Näheres dazu siehe hier.

An ihren Widersprüchen sollt ihr sie erkennen.

Der geschlechtliche Entgrenzungswahn entsteht - meines Erachtens - aus beiden erwähnten Ursachen zusammen. Das materialistische Vorurteil vom tierischen Ursprung des Menschen wurde bereits im 19. Jahrhundert popularisiert. Der evolutive Fortschritt des weitreichenden Bewußtseins trat dagegen erst im 20. Jahrhundert auf. Wir leiden an seinen Geburtswehen. Erst mit der vollen Entwicklung des dergestalt erweiterten Bewußtseins dürfte der geschlechtliche Entgrenzungswahn sein natürliches Ende finden.

Um den Wahn als solchen zu erkennen, muß man aber gar nicht die obigen Erklärungen heranziehen. Es genügt, die Widersprüche zu erkennen, die er im Bemühen um seine Legitimierung produziert.

Der Feminismus ist eine Klassenkampf- und Befreiungsbewegung. Er kennt eine unterdrückte, zu befreiende Klasse - die Frauen -, und eine unterdrückende, zu entmachtende Klasse - die Männer oder "das Patriarchat". Wie aber konnte es unter Voraussetzung einer geschlechtlichen Gleichwertigkeit überhaupt soweit kommen?

Die scheinbare Lösung liegt in einer Verschwörungstheorie grotesken Ausmaßes: Irgendwann müßte ein zufälliges Ungleichgewicht eingetreten sein, das sich infolge einer unendlichen Kette von Reparaturpannen nicht mehr hat korrigieren lassen. Aber welcher vernünftige Mensch wird an so eine Theorie ernsthaft glauben?

Eine Verschärfung dieses Widerspruches ergibt sich aus den Voraussetzungen des Differenzfeminismus, wonach ausgerechnet das unterdrückte Geschlecht das in jeder Hinsicht höherwertige sei. Demnach sind alle Probleme weltweit durch Männer geschaffen worden, und nur Frauen wären imstande, alle diese Probleme zu lösen. Was aber würden wir von einem Schüler halten, der alle Klassenarbeiten verhaut und zugleich behauptet, er würde den Stoff besser beherrschen als seine Lehrer?

Zuletzt die Frage der Menschenwürde. Unter Annahme, daß der Mensch ein höheres Tier sei, dürfte es eine Menschenwürde gar nicht geben. Tatsächlich wird sie dem Manne abgesprochen. Männer als Tiere, gar als unvollkommene, gescheiterte Tiere zu bezeichnen, ist legal.

Geht es aber an die vermeintliche Substanz, an die Weiberwelt, dann wird die Menschenwürde wieder eingeführt und ihre Verletzung unter Strafe gestellt. Siehe hier. Erst wird das natürliche hierarchische Verhältnis von Mann und Weib geleugnet; danach wird es, allerdings kopfstehend, wieder etabliert. Auf Widersprüche dieser Art ist unsere Gynokratie gegründet.

So lösen wir das Dilemma.

Ob das Weib nur ein Weibchen sei, bleibe dahingestellt; den Mann aber als Männchen zu bezeichnen, ist des Menschen unwürdig. Denn der Mann ist dem Weibe hierarchisch übergeordnet. Nur er ist der wahre Mensch.

Immerhin gibt es eine einzige Wahrheit, die der Feminismus ausgeprochen hat. Die hat er aber, indem er sie aussprach, auf den Kopf gestellt. Es obliegt uns, sie wieder auf die Füße zu stellen.

Wenn eines der beiden Geschlechter das bessere, fähigere, höherwertige ist - die Feministen behaupten ja, daß es ein solches gibt -, dann kann es nicht das Weib sein, sondern dann ist es der Mann. Damit ist nicht gesagt, daß der Mann keine Fehler machen könne. Zweifellos macht er welche, und der größte seiner Fehler ist, daß er sich selbst unterschätzt. Gott hat ihm die Führungsrolle zuerteilt.

Glaubt der Mann nicht mehr an Gott, dann glaubt er an das Weib. Er selbst hat den Feminismus erschaffen - als Ersatzreligion für seinen Unglauben. Und nur er selbst kann ihn wieder abschaffen. Schaut der Mann auf zu Gott, dann schaut auch wieder das Weib auf zum Manne.

Es gilt also, den Blick versuchsweise einmal nach oben zu richten, anstatt immer nur in die Horizontale. Schon mancher Mann, der seine eigene Größe unterschätzt hat, ist erst an einem Türbalken so richtig aufgewacht. Soweit kommt es, wenn man die Schirmmütze zu tief über die Augen zieht.


Lesen Sie zum Thema auch: Klassenfeind Gott. Warum die Männerbewegung keine Erfolge vorweisen kann.

MannPassAuf! Wider die Greuel
von Matriarchat und Gynokratie.