MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Feminismus als Grundlage eines Weltbürgerkrieges. 23-4-2010

Die Ideologie-Geschichte des 20. Jahrhunderts kennt zwei große Bewegungen: Kommunismus und Faschismus. Obwohl beide einen Gegensatz bildeten, ja einander zu vernichten suchten, steht anderseits außer Zweifel, daß sie sich auch wiederum sehr ähnlich waren. Beide verwirklichten sich in totalitären Systemen. Ohne diese Gegensätzlichkeit bei gleichzeitiger Ähnlichkeit wäre der Krieg nicht denkbar gewesen.

Der heutige Feminismus besteht ebenfalls aus zwei großen ideologischen Strömungen, die einerseits - als Identitäts-Feminismus und als Differenz-Feminismus - einander radikal entgegengesetzt sind und anderseits - in der Zielsetzung der Zerstörung des Patriarchats - benachbart sind. Ein Vergleich beider Dimorphismen, nämlich dem von Kommunismus/Faschismus einerseits mit dem der beiden feministischen Strömungen anderseits, zeigt nicht nur starke Parallen, sondern sogar Steigerungen in ihren Themen.

Diese Themen sind (Anti-)Klassismus und Rassismus. Ersterer wird im Identitäts-Feminismus global gesteigert: Während nämlich der Kommunistischen Internationalen immerhin noch das kapitalistische Lager gegenüberstand, haben die Beschlüsse der Weltfrauenkonferenzen sich in der UNO inkarniert. Eine alternatives Lager zur "Feministischen Internationale" gibt es also nicht.

Entsprechend wurde der Rassismus durch den Differenz-Feminismus zum Sexismus gesteigert, und hat damit ebenfalls, wenn auch auf ganz andere Weise, eine Globalisierung erfahren. Während nämlich Rassen oder ethnische Gruppen geographisch mehr oder weniger konzentriert, gleichwohl aber vielfältig und nicht immer gut abzugrenzen sind, sind die Geschlechter weltweit gleichverteilt, jedoch aus natürlichen Gründen meist einwandfrei zu unterscheiden. Hier herrschen klare Verhältnisse, und dies an jedem Ort der Erde. Insofern ist es zweifelhaft, ob ein echter Geschlechterkrieg sich regional begrenzen ließe.

Der Identitäts-Feminismus - üblicherweise "Gleichheits-Feminismus" genannt - ist egalitär ausgerichtet. Bestehende Unterschiede gelten als konstruiert: "Man kommt nicht als Frau zur Welt", wie S.d.Beauvoir behauptet hat. Diese Haltung ist marxistischen Ursprungs und zielt ab auf eine geschlechtslose, insofern auch klassenlose Gesellschaft über den Umweg einer Diktatur des Feminats. Wie diese Strömung gegenwärtig ein politisches Instrument der Herrschaft sich heranbildet und ein Klima der Angst erzeugt, durch das es seine Herrschaft sichert und ausbaut, hat z.B. Michael Bock in seinem Essai "Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik" beschrieben.

Im Gegensatz dazu ist der Differenz-Feminismus strikt anti-egalitär; jede auch nur theoretische Relativierung des natürlichen Geschlechter-Dimorphismus weist er entschieden zurück. Eigentlich weist er sogar den Geschlechter-Dimorphismus selbst zurück und ersetzt ihn durch einen anderen: Lebenswert (Frau) und lebensunwert (Mann). Bei der bloßen Feststellung bleibt er aber nicht stehen; er fordert darüberhinaus auch Konsequenzen, so wie der Nationalsozialismus sie auch gefordert hat.

Über das "Manifest zur Vernichtung der Männer", geschrieben 1967 von Valerie Solanas (veröffentlicht 1971), können wir vielleicht noch lächeln, so wie wir auch über Hitlers "Mein Kampf" lächeln könnten, wenn wir nicht wüßten, daß seine Vernichtungspläne Wirklichkeit wurden. Sowohl Hitler als auch Solanas, beide aus niedrigen Verhältnissen stammend, sind als verrückt bezeichnet worden, und beide waren es vielleicht auch. Niemals als verrückt bezeichnet worden ist jedoch die Professorin Sally Miller Gearhart, die in ihrem Essai "The Future - If There Is One - Is Female" (1982) die Forderungen erhob:

1. Jede Kultur muß jetzt Schritte unternehmen, damit die Zukunft weiblich wird.

2. Die Verantwortung für den Fortbestand der menschlichen Gattung muß in allen Kulturen wieder in die Hände der Frauen gelegt werden.

3. Der Anteil der Männer muß auf ungefähr 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden."

Diese Forderungen hat S.M.Gearhart meines Wissens nie zurückgenommen. In zwei SF-Romanen von 2002 und 2003 hat sie die Soll-Proportion von Mann und Frau sogar noch auf 1:12 zugespitzt. Die Protagonisten dieser Romane - selbstverständlich weiblich, also lebensberechtigt - diskutieren dann auch noch über physische Eingriffe in die Lebensunwürdigen, um ihnen ihr "Gewaltzentrum" zu entfernen, behufs dessen sie freilich Versuche an Gefangenen durchführen müssen. Das erinnert fatal an Praktiken, wie sie in totalitären Systemen wirklich zum Einsatz kamen und kommen. Und es ist offensichtlich, daß die Autorin sich mit ihren Heldinnen identifiziert.

Aber handelt es sich nicht bloß um die Fantasien einer lesbo-feministischen Amerikanerin? Es sollte zu denken geben, daß wir ihre Romanfantasie als Ist-Beschreibung auf der Webseite des deutschen Mediziners Prof. Rolf-Dieter Hesch wiederfinden. Nachdem er sich über die angebliche Gewalttätigkeit und Schädlichkeit "des Mannes" ausgiebig ausgelassen hat, führt er aus: "Parallel dazu entwickelt die Forschung Konzepte, wie man durch Eingriffe in die Biologie des Mannes das Gewaltzentrum neutralisieren kann, bevor es zu spät ist, bevor ein Megagenozid einen größeren Teil der Menschheit auslöscht." Das schreibt er als Mediziner, nicht als Romanschriftsteller!

Es liegt auf der Hand, daß wir es hier mit einem menschenverachtenden Biologismus zu tun haben. Dieser kennt im Wesentlichen zwei Spielarten: Rassismus und Sexismus, wobei, zeitlich wie logisch, der zweite die Steigerung des ersteren ist. Josefine Schreier schrieb 1965: "So dürfen wir schließen, daß überlegene, herrschende Frauen einer anderen Rasse angehörten als die Männer, die ihnen untertan waren." 1994, in ihrer "Feministischen Anthropologie" Bd.2, konkretisierte dann Gerda Weiler ihre Vorstellung von der Frau als einem höheren Rassetyp anhand von Schädelformen. Ihre Bilder entnahm sie einem Buch des Anthropologen Prof. Rainer Knußmann, der seinerseits schreibt: "Der Mann blieb immer Affenpascha, immer Affe. Die Frau dagegen ist der wahre Mensch, und sie bietet auch das Bild des künftigen Menschen."

Wir sehen: Selbst Differenz-Feministinnen kommen nicht ohne Männer aus. Zunächst in ihrer Theoriebildung und Beweisführung. Vielleicht aber auch in der Praxis? In der Tat ist die Mitbeteiligung der Männer der entscheidende Punkt in der Realisierbarkeit differenz-feministischer Androzid-Forderungen. Denn angenommen selbst, daß die Totalität aller Frauen weltweit entschlossen wäre, die Mannheit bis auf 10 % ihres Bestandes zu reduzieren: Was könnten sie gegen die stärkeren Männer ausrichten, wenn diese nicht mitmachen wollen?

Nun, sie machen mit! Alles, was der Feminismus bisher erreicht hat - und er hat mehr erreicht, als alle anderen sozialen Bewegungen je erreicht haben, vor Allem hat er es schneller erreicht -, ist nur durch männliche Mithilfe möglich geworden. Und das, obwohl keineswegs alle Frauen weltweit derartige Forderungen aufgestellt haben, sondern nur eine winzige Minderheit von ihnen. Offenbar hat der Feminismus kein Täter-Geschlecht. Schon Valerie Solanas ging davon aus, daß Männer in gar nicht geringer Zahl an ihrer eigenen Vernichtung mitwirken würden, und auch S.M.Gearhart läßt in ihrem Roman "The Wanderground" (1979) "einsichtige" Männer die Frauen um Sterbehilfe bitten.

Überhaupt kommt es in Hinblick auf einen Weltbürgerkrieg nicht auf den Mehrheits-Willen an. Gehörten denn alle Europäer nach 1918 dem kommunistischen oder faschistischen Lager an? Natürlich nicht. Sie wurden vielmehr hineingezogen in zunehmend mächtige Bewegungen, die ihrereits durch führende Persönlichkeiten geleitet wurden. Um also einen globalen Geschlechterkrieg zu entfesseln, d.h. einen Androzid (sein Pendant, der Gynozid, ist meines Wissens niemals öffentlich gefordert worden), bedürfte es keineswegs einer riesigen Zahl von Feministinnen und vielleicht einer ebenso großen von Maskulisten, sondern vor Allem einer charismatischen Persönlichkeit, welcher die atavistischen Kräfte, die sich im Sexismus artikulieren, zu bündeln versteht, sowie eines auslösenden Ereignisses ingestalt eines - wahrscheinlich weiblichen - Opfers.

Ferner bedarf es einer genügend großen Zahl an Enttäuschten. Denken wir nur an die muslimischen Immigranten. Eines fällt ins Auge: So tolerant und entgegenkommend, ja nachgiebig unsere Regierung ihnen gegenüber auch auftritt, in einem Punkt ist die Toleranz abrupt am Ende - nämlich, sobald "Frauenrechte" verletzt werden. Woran liegt das? Nun, wir sind beinahe tot, was unsere Religion und kulturelle Identität angeht; umso vitaler aber sind wir in unserer Gender-Kulturrevolution, vergleichbar darin nur den Bolschewisten zu ihrer Zeit. In der Tat, der Identitäts-Feminismus ist unsere neue Religion, besser gesagt: Ersatz- oder Zivilreligion, und sie ist stärker als der Islam, zumindest auf unserem Territorium. Und nicht nur dort: Wir exportieren die Gynokratie sogar in islamische Länder. So hat, um ein Beispiel zu nennen, Marokko vor Jahren schon das deutsche Scheidungs- und Sorgerecht fast in Kopie übernommen.

Fragt sich nur, inwieweit hier ein Aufbegehren vorbereitet wird. So abhänging Deutschland von den USA ist, wie unser Vasallenkrieg in Afghanistan deutlich macht, so abhängig scheinen einige maghrebinische, aber auch subsaharaische islamische Länder von Deutschland und Frankreich zu sein, jedenfalls finanziell. Ob aber die Völker ihre Traditionen einfach so preisgeben werden wie ihre Regierungen es tun, das erscheint doch sehr fraglich. China unter Mao hat uns gelehrt, wie der Versuch einer Kulturrevolution mit einer riesigen Zahl von Opfern bezahlt werden muß. Neu ist nur eines: Die neue Revolution geht diesmal nicht von der Basis und einigen Anführern aus, sondern von einer Bürokratie, d.h. von der EU, letztlich von der UNO; folglich muß die Reaktion diesmal "von unten" kommen.

Es war ein Anliegen des Historikers Ernst Nolte, Adolf Hitler und den Nationalsozialismus aus dem Kontext seiner Zeit verstehbar zu machen. Er führte aus, daß der Nationalsozialismus nicht vom Himmel fiel oder aus der Hölle kam, sondern eine Reaktion auf den Bolschewismus war, welcher ihm zeitlich und ursächlich voranging. Hitler war aufs Tiefste erschrocken über die Greuel in der Folge der Revolution von 1917 und über eine Bewegung, die den "Neuen Menschen" schaffen wollte, dabei aber nie gekannte menschliche Opfer forderte. Den Ausweg sah er in einem biologistischen Kollektivismus, in meinen Worten: in der Schaffung eines "Alten Menschen" ohne Ich-Orientierung wie aus früheren Zeiten, also in einem Atavismus.

Auch der Differenz-Feminismus sieht seine Lösung in einem alten, ja noch viel älteren Menschen, bei dem jetzt auch nicht mehr ein Volk die Maßstäbe setzt, sondern ein Geschlecht. Und zwar das weibliche! Das ist gewissermaßen sogar schlüssig, denn wenn auch ein Ur-Matriarchat durch die seriöse Forschung bisher nicht nachgewiesen werden konnte (was die feministische "Matriarchatsforschung" allerdings bestreitet), so besteht jedenfalls Einigkeit darüber, daß matrifokale Völker, von denen wir heute noch Reste antreffen, in zivilisatorischer Hinsicht sehr wenig entwickelt sind, ja meist nicht einmal über Schriftkultur verfügen. Folglich bildet das Patriarchat den Träger zivilisatorischen Fortschritts; eines Fortschritts, den man freilich, und dies mit gutem Grund, auch kritisch sehen muß. Der Differenz-Feminismus tut dies, und zwar mehr als kritisch, vielmehr absolut verneinend. Und dabei zielt er auf das Patriarchat.

"Das männliche Geschlecht hat sich auf diesem Planeten so breit gemacht, daß weibliche Heimatlosigkeit die unausweichliche Folge ist." Mit diesen Worten leitet Christa Mulack ihr Hauptwerk ein. Wir sehen: Hier geht es nicht mehr um ein zahlenmäßig oder räumlich begrenztes Volk wie die Juden oder wie etwa die Xhosa in Südafrika. Nein, hier geht es um die Hälfte der Menschheit. Dies macht das ungeheure Selbstbewußtsein verständlich, das aus den Worten spricht: "Ich sage dies als Frau." Es ist der Boden, der hier spricht, aber nicht ein völkischer Boden, sondern der Mutterboden überhaupt, nämlich "die Mutter Erde." Wer in ihrem Namen glaubt sprechen zu dürfen, der weiß sich von einer elementaren, kollektivistischen Macht getragen, der allenfalls noch der Himmel widersprechen könnte. Doch wer glaubt heute noch an den Himmel?

Tatsächlich ist in diesem Weltbild der Mann wie ein Wesen von einem fremden Stern, und zwar wie ein todbringendes, daher zu bekämpfendes Wesen. Francois d'Eaubonne bringt es auf den Punkt, wenn sie gegen Ende ihres Buches "Feminismus oder Tod" die Worte schreibt: "Diejenigen [...], die sich über das Solana'sche "Projekt" entrüsten, 48 % der Menschheit zu kastrieren und auszurotten [...], gehen völlig an der tiefen Humanität dieser Inspiration vorbei: nach der Abschaffung des Geldes den Tod besiegen." Der Tod, das ist in ihrer Sicht der Mann. Mary Daly, auf deren Ableben im Januar dieses Jahres die Schweizer Theologin Ina Praetorius einen "Nachruf in Dankbarkeit" geschrieben hat, drückte sich in einem Interview so aus: "Wenn Leben heißt, auf diesem Planeten zu überleben, dann bedarf es einer Entseuchung dieser Erde. Ich meine, dies wird begleitet werden durch einen evolutionären Prozeß, der zu einer drastischen Reduktion der männlichen Bevölkerung führen wird." Hitler war also, wenn es nach Daly ginge, nur ein Anfänger.

Hilft es uns, wenn wir uns sagen, daß es sich um Verrückte handle, die man also gar nicht ernstzunehmen habe? Ja, es hilft uns, die Gefahr zu verdrängen. Bücher mit matriarchalistischem Gedankengut wie "Die Wolfsfrau" von Clarissa Pinkola Estés bringen es auf unglaubliche Auflagenzahlen. Martina Schäfer, die hierüber referiert (in: "Die Wolfsfrau im Schafspelz"), ringt verzweifelt die Hände: "Warum haben wir frauenbewegten Frauen dies in all den Jahren nicht bemerkt? Es ist jene Frage, die man an totalitäre Systeme gleich welcher Art stellen muss: Merkt denn niemand, was hier los ist - rechtzeitig, so dass man etwas dagegen unternehmen kann?"


MannPassAuf! Wider die Gräuel
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