MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Wofür kämpfen wir?

verfasst von Student(t), 03.04.2008, 16:17 im Forum wgvdl

Ich weiß, wogegen wir kämpfen. Nämlich gegen einige als unzumutbar empfundene Härten, welche uns die Gynokratie auferlegt. Die Gynokratie an sich wird, soweit ich das übersehe, von Niemandem hier infrage gestellt. Es ist wie mit der Arbeiterbewegung in der Anfangsphase: Es wird gegen unzumutbare Härten protestiert, mit dem Argument, daß so die erwartete Produktivität nicht zu erbringen ist. Die Hierarchie als solche wurde nicht infrage gestellt.

Ziehen wir den Kreis enger. Wofür kämpfen die Väter ? Nominell "für" erträgliche Unterhaltslasten, gesicherten Umgang, überhaupt für mehr Rechtsschutz. In Wirklichkeit aber auch nur gegen etwas, nämlich gegen Auswüchse des Matriarchats. Das Matriarchat wird von ihnen keineswegs infrage gestellt. Sie wollen einfach nur ein "gerechteres" Matriarchat als einen (notwendigerweise nie erreichbaren) Idealzustand. Gleichheit als utopische Maximalforderung. Aber nur nicht mehr als Gleichheit, nur keine Umkehrung der Hierarchie !

Verweilen wir noch etwas bei diesen Vätern, wie sie etwa der VafK vertritt. Wer braucht sie eigentlich ? Was können oder haben sie, das Mütter nicht können oder haben ? Sofern sie ihre Notwendigkeit rechtfertigen, läuft es darauf hinaus, das sie - annäherungsweise - Alles können, das Mütter auch können, "im Prinzip" sogar Milch geben; und Alles haben, was Mütter auch haben, "im Prinzip" also auch so etwas wie Wochenbettdepressionen haben. Aber sind Väter, die fast Alles können bzw. haben wie Mütter, für Kinder nötig ? Warum brauchen Kinder nicht nur das Original, sondern obendrein noch eine mit ihm konkurrierende Kopie ?

Offen gesagt: Solange Väter nicht öffentlich mit der Idee hervortreten, daß ihnen etwas qualitativ Eigenes zukommt, eine Vater-Qualität, sehe ich ihre "Benachteiligung" durch deutsche Familiengerichte geradezu als gerechtfertigt an. Sie, die mehr oder weniger guten Kopien, stören doch nur das Original in seiner Tätigkeit.

Wo also liegt das Problem ? Das Problem liegt darin, daß eine Idee, welche der Wirklichkeit der Vater-Mutter-Dualität gerecht wird, zwangsläufig auf ein hierarchisches Modell hinausläuft, in welchem der Vater eine "höhere", d.h. eine steuernde und verantwortlichere Position innehat. Während die Mutter das Kind in den Arm nimmt, wenn es gefallen ist, erfüllt der Vater dann seine Funktion, wenn er das Kind auf die Härte des Lebens vorbereitet; wenn er ihm den Weg in eine Zukunft weist und ihm glaubhaft Orientierung gibt.

Orientierung. Wer, der selbst nicht orientiert ist, vermag Andere zu orientieren ? Es geht um das, woran man glaubt; anders gesagt um das, was dem Leben Sinn gibt - damit man nicht zu Ersatzlösungen greifen muß. Aber woran glauben wir Männer hier und heute? Wofür kämpfen wir ?

Man kann nicht kämpfen, wenn und solange man nur gegen etwas ist. Das überzeugt nicht; allenfalls - eigentlich: schlimmstenfalls - vermag es einen Gegner in die Knie zu zwingen. Für eine gewisse Zeit. Um ihn zu überzeugen braucht es mehr: den Glauben ! Glaube kommt durch anerkannte Autorität, und umgekehrt. Wie aber können wir den Kindern Autorität sein, wenn wir selbst keine Autorität über uns anerkennen ? Wie können wir erreichen, daß sie an uns glauben. wenn wir selbst an nichts Höheres glauben ? Und woher beziehen wir unsere Kraft, wenn nicht durch eine höhere Macht, als wir es selbst sind ? Wir können uns doch nicht selber am Schopf in die Höhe ziehen !

Immer wieder in diesem Forum wird das Thema "Gott" angeschnitten, und zwar gerade auch von Leuten, die erklärtermaßen nicht an ihn glauben. Sie sind das Äquivalent zu den Feministinnen, die nicht an Männer glauben. Die Feministinnen "glauben" auch nur insoweit an Männer, als sie ihnen folgende Attribute zusprechen:

graduell je nach ihrer "Fortschrittlichkeit" oder "Aufgeklärtheit". Genau so, prinzipiell kein bißchen anders, reden die Männerbewegten von Gott.

Intellektuell ist es jedoch absurd, Gott als nicht existent bzw. als nicht gut zu erachten. Aber Erkenntnis basiert nicht allein auf Intellekt, sondern zunächst einmal auf guten Willen, d.h. auf Liebe. Ist etwa Alice Schwarzer nicht intelligent ? Ich halte sie für sehr intelligent. Was also fehlt ihr ? Der gute Wille; die Liebe; der Glaube an den Mann. Sie hat schon recht in dem, was sie sagt. Aber der Mann ist ja nicht nur schlecht (wiewohl er es auch ist); sondern er ist anlagemäßig eben so gut. Und in dem Maße, als er geliebt wird, kommt dies auch zur Geltung. Sein und Schöpfung wird dann identisch.

Dürfen wir ihr, dürfen wir den Feministinnen das überhaupt vorwerfen, daß sie nicht an den Mann glauben ? Nein ! Wir glauben ja nicht einmal an uns selbst ! Wir sind irrelevant - weil wir uns selbst irrelevant gemacht haben. Und das haben wir, weil wir nicht mehr an Gott glauben. Das gilt natürlich auch für die Vaterrolle. Wer unserem himmlischen Vater nicht vertraut, der darf auch nicht erwarten, daß er das Vertrauen von Kindern genießt.

Ich weiß, daß ich auf meine Darlegung keine ernsthafte Erwiderung zu erwarten habe. Wenn ich einer Sexistin erklären will, daß sie etwas falsch macht, werde ich damit auch nicht durchkommen. Oder - doch, doch. Ich weiß, wie man sie beeindruckt. Ich sage: Die Interessen der Frauen sind mir als Mann absolut egal. Frauen interessieren mich allenfalls, sofern sie für mich nützlich sind. Das sage ich immer wieder, und stets freundlich. Und das, wenn überhaupt etwas, kommt an. Bei verwöhnten, frechen Kindern wirkt dieselbe Methode. Erst wenn wir an uns selbst glauben, glauben auch Andere an uns.

Und den Vätern, die um ihre Kinder kämpfen, nur um sie "sehen" und in die Arme nehmen zu können, denen sage ich: Ihr seid Kindesmißbraucher. Wenn ihr Menschen in die Arme nehmen wollt, dann nehmt euch untereinander in die Arme. Das geschieht viel zu wenig.

Gruß
Student


verfasst von Student(t), 03.04.2008, 18:30 im Forum wgvdl

» Du behauptest hier und an anderen Stellen, daß der Glaube an Gott für die Männerbewegung unerläßlich wäre. Also muß ich natürlich davon ausgehen, daß du das auch so meinst.

Wenn du tatsächlich etwas anderes gemeint hast, dann solltest du klar und deutlich erklären, daß dein ursprünglicher Beitrag leider nicht ernst gemeint war und stattdessen erklären, was du denn nun wirklich meinst.

Freundliche Grüße
von XY

Ich meine in der Tat genau das, was ich auch schreibe und sage.

Wenn die Männerbewegung nicht ausgeht vom Glauben an Gott, dann wird sie entweder gar Nichts erreichen, oder sie wird sie Zerstörerisches erreichen, so wie der Marxismus, der Feminismus.

Unter Glauben verstehe ich grundsätzlich die willenshafte Zuwendung, so wie ich es erklärt habe. Also zum Beispiel, wenn ein Jungen seinen Vater, den er nie hat sehen können und dessen Existenz ihm immer ausgeredet wurde, dennoch liebt und bejaht, eventuell ein glühendes Verlangen spürt, etwas von ihm zu erfahren. Das kann auch ständige Zweifel an seiner Existenz mit einschließen. Ich wähle dieses Beispiel, weil klar ist, daß jeder Vater - so auch der "himmlische" Vater - diese Art von Glauben viel höher einschätzt als den anerzogenen oder unreflektierten Glauben, der keine Zweifel oder tieferen Gefühle kennt.

Vergleiche hierzu das Gleichnis vom Verlorenen Sohn:

Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater:
Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.

Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land, und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.

Da ging er in sich und sprach:
Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!

Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.


Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen und rief zu sich einen der Knechte, und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.

Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.

Er aber sprach zu ihm:
Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.

Gruß
Student


verfasst von Student(t), 07.04.2008, 15:28 im Forum wgvdl

» Wenn es einen Gott geben sollte der diese Welt erschaffen hat, dann müsste der einiges mehr drauf haben wie die Menschen. Was ich daran überhaupt nicht verstehe, wie können sich Menschen anmaßen, zu wissen was dieser Gott will? So betrachtet sind die meisten Religionen pure Gotteslästerung. In sich perfekt widersprüchlich, eine Beleidigung der Intelligenz.

Jedes Kind weiß, was sein Vater will. Selbst wenn ein Kind seinen Vater nie gesehen hat, ja selbst, wenn Mutter jahrelang versucht hat, die Existenz seines Vaters zu leugnen, so weiß das Kind, im tieferen Grunde jedenfalls, zumindest Eines: Es gibt eine Liebe des Vaters zum Kind, und eine Liebe des Kindes zum Vater.

Gewiß, es gibt Kinder, die soweit gebracht worden sind, daß sie ihren Vater hassen. Und natürlich gibt es auch Väter, die das Kind eigentlich nicht gewollt haben und immer noch nicht wollen. Aber diese wollen wir doch in diesem Forum nicht groß herausstellen, oder? Das machen ja schon die Sexistinnen für uns.

Wie dem sei: Ich sehe jedenfalls kein Zeichen göttlicher Lieblosigkeit darin, daß uns zunehmend Eigenverantwortung auferlegt wird. Wenn wir dann Scheiße bauen, heißt das nicht, daß der Vater darunter nicht leiden würde.

Aber was verlangst du ? Wenn Gott uns alle Entscheidungen aus der Hand nehmen würde, würdest du sagen, der Typ ist ein Tyrann. Läßt er uns freie Hand, so sagst du, so ein Schwächling als Gott, das ist doch ein Witz.

Gruß
Student (Vater eines Kindes)


verfasst von Student(t), 06.04.2008, 00:15 im Forum wgvdl

» Stufe mich nicht falsch ein. Ich bin kein Atheist. Ich bin in völlig religionsfreier Umgebung aufgewachsen. Mir fehlt einfach der Draht für den Hokuspokus. Ich sehe das als Faschingsveranstaltung.

Wer sich Platons Höhlengleichnis vergegenwärtigt, weiß, daß der Höhlenmensch genau so zu sprechen pflegt, wie oben zitiert.

Dieser Höhlenmensch ist, wie in Platons Modell, in völlig sonnenfreiem Raum aufgewachsen. Er sieht nur den Widerschein des Feuers und die Schatten.

Das heißt nicht, daß er die Mauersteine seines Gefängnisses nicht sehr genau erkennen würde. Im Gegenteil, er erkennt sie besser als wir. Er lügt auch keineswegs in dem, was er sagt. Er beschreibt die Wirklichkeit, die ihn umgibt, völlig korrekt. Nur sieht er nicht ein, daß die Wirklichkeit größer ist als das, was er kennt. Und das, was er nicht kennt, das interpretiert er als Lüge. Ja, er muß uns unterstellen, daß wir lügen. Wir umgekehrt unterstellen ihm das nicht. Wir können ja in die Höhle hineingucken - nur gibt es Nichts, was uns darin halten würde.

Es ist also ganz klar, daß der Höhlenmensch - der "beschränkte Mensch" - uns als Illusionisten, Intolerante, ja als Lügner und als potentielle Gewaltmenschen sieht.

Die Feministen haben ihren Platz in einer flachen Nebenhöhle innerhalb dieser größeren Höhle. Es gibt also schon Abstufungen. Und es ist klar, daß sie ihrerseits einen noch engeren, noch "nüchtereren" Standpunkt haben und die halbe Menschheit als eine verkörperte Lüge sehen. Ihnen gegenüber hat XY zweifellos viel voraus.

Gruß
Student

MannPassAuf! Wider die Gräuel
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