MannPassAuf! Wider die Gräuel
von Matriarchat und Gynokratie.

Sexistische Aktion der Sparkasse Bonn

Echtes Seifenkraut, 17.08.04, 19:04 im Forum von MANNdat e.V.

Anmerkung 3-6-09: Der folgende Beitrag ist mein erster Internet-Forumbeitrag überhaupt.

Und merkwürdig: Auch auf dem Foto (siehe links), welches Gegenstand dieses Beitrages ist, reitet ein Weib "das Thier".

Allerdings handelt es sich bei ihm nicht um den Antichristen, sondern um einen ganz gewöhnlichen Mann, der sich freiwillig - und wahrscheinlich für ein Honorar - zum Narren hat machen lassen. Honorar kommt übrigens vom lateinischen Wort für Ehre. Also zur (höheren?) Ehre des Weibes hat er sich erniedrigt.

Die Schaufenster der Sparkasse Bonn, Filiale Bonn-Tannenbusch, sind gegenwärtig vollgestellt mit Bildtafeln, welche einen Mann in der Haltung eines kriechenden Tieres darstellen. Er wird geritten - im Damensitz, also seitlich - von einer jungen Frau, die ein Buch liest. Die Lektüre soll wohl darauf hinweisen, daß die Frau - anders als der Mann - die menschliche Entwicklungsstufe erreicht hat. Sie hat den angespannt-mürrischen Gesichtsausdruck einen Herrenmenschen (oder Eseltreibers). Dieselbe Abbildung ist auf Flyern zu sehen, welche den Kontoauszugsdruckern stapelweise beigelegt sind.

Ein Anruf bei der Werbeabteilung der Sparkasse Bonn ergab, daß ich der erste Beschwerdeführer sei. Auf meine Anregung, in der abgebildeten Darstellung einen Rollentausch dergestalt vorzunehmen, daß eine jüdische oder muslimische Negerin von einem weißen Pfarrer beritten wird, reagierte mein Gesprächspartner, ein Herr Koch, zunächst mit Protest. Nachdem ich ihn aber darauf hinwies, daß der Artikel 3 GG keine Prioritäten setzt hinsichtlich der Menschengruppen, die nicht benachteiligt oder bevorteiligt werden dürfen, somit also der Verstoß nach dem Gesetz gleichwertig ist, lenkte Herr Koch ein. Er wolle darüber nachdenken. Er habe auch Orwells "1984" gelesen. Die Abbildung sei zustandegekommen aufgrund eines Gruppenbeschlusses, in welchem darin beteiligten Männer einverstanden gewesen seien. Sie solle die männliche Solidarität mit Männern zum Ausdruck bringen, was Geld betrifft. (Ich dachte da an die Beugehaft bei Unterhaltsfragen!) Ich sagte Herrn Koch weiterhin, daß ich mir Sorgen mache wegen der Parallele zum Dritten Reich: auch damals begegneten die künftigen (jüdischen) Opfer der Katastrophe zunächst mit Verdrängung und mit verstärkter Anpassungsbereitschaft - solange, bis dann ein Widerstand gar nicht mehr möglich war. Es gibt einen "point of no return", und wir stehen auch jetzt kurz davor.

Die Antwort seitens der Gleichstellungsstelle, welche ich daraufhin anrief, war demgegenüber absolut unfreundlich. Ob ich die Arbeit der Gleichstellungsstelle in Frage stellen woll ? - Ja. - Dann sei die Diskussion hiermit beendet,

denn wir arbeiten auf der Grundlage eines Gesetzes.

Übrigens ist auch im Dritten Reich die damals geltende Verfassung nie außer Kraft gesetzt worden. Sie wurde nur einfach nicht mehr beachtet. Und das ist, glaube ich, unser heutiges Problem ebenso: man resigniert. Aber ist dieses Nicht-reagieren nicht gerade die Ursache für den Fall ? In einer Demokratie ist es doch der Bürger, der sich zu Wort melden muß. Tut er es nicht, so schafft er die Demokratie eben damit ab.

Ich habe erwogen, Klage einzureichen bei der Staatsanwaltschaft. Einige sagen mir, das sei zwecklos, also sinnlos. Andere sagen, es würde darauf zwar nicht reagiert, aber sinnlos sei es nicht. Wer teilt den letzteren Standpunkt ? Ich hätte gerne etwas Ermutigung.

Dies ist übrigens mein erster Beitrag hier. Ich bin sehr erfreut über die Aktivitäten, welche durch MANNDAT bereits in die Wege geleitet worden sind. Ich danke auch denjenigen Leuten, die sich auf mein Beitrittsgesuch per E-Mail und Telefon bei mir gemeldet haben.

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